Sonntag, 5. Februar 2023
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Medizin

COVID-Impfung: Sicherheitsprofil von Vaxzevria

COVID-Impfung: Sicherheitsprofil von Vaxzevria
© Adam Gregor - stock.adobe.com
In einer großen Real-World-Studie wurden anhand von Daten von über 1 Millionen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Inzidenzraten von Blutgerinnungsstörungen wie Thromboembolien und Thrombozytopenie, einschließlich des sehr seltenen Thrombose-mit-Thrombozytopenie-Syndroms (TTS), nach einer Impfung mit einem mRNA-Impfstoff oder Vaxzevria untersucht (1). Außerdem wurden die Daten mit den erwarteten Raten in der Allgemeinbevölkerung und bei Menschen mit nachgewiesener COVID-19 Infektion verglichen. Die Ergebnisse wurden auf dem Preprint Server der Fachzeitschrift Lancet veröffentlicht.
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Gerinnungsstörung unter Impfstoff seltener als bei COVID-Erkrankten

Die Sicherheitsprofile von Vaxzevria und des mRNA-basierten Impfstoffs waren ähnlich und insgesamt positiv. Sehr seltene Gerinnungsstörungen (TTS) wurden bei beiden Impfstoffen beobachtet. Die Raten der Ereignisse entsprachen denen, die in der Allgemeinbevölkerung zu erwarten wären und waren niedriger als bei Personen mit COVID-19 (2). Die Nachbeobachtungszeit war nicht ausreichend, um die Raten nach 2 Dosen Vaxzevria zu untersuchen. Andere Studien zeigen aber, dass die Raten seltener Blutgerinnungsereignisse nach einer zweiten Dosis niedriger sind (3).
 
 

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Niedrige TTS-Raten unter Impfstoff auch nach der zweiten Dosis

Unabhängig vom verwendeten Impfstoff war der Anstieg der Thromboseraten bei Personen, die mit COVID-19 infiziert waren, deutlich höher als bei Geimpften. Die Raten venöser Thromboembolien waren nach einer diagnostizierten COVID-19-Infektion 8-mal höher als die erwartete Rate. Die Analyse umfasste 945.941 Personen mit mRNA-Impfstoff (778.534 mit 2 Dosen) und 426.272 Personen mit Vaxzevria, die zwischen dem 27. Dezember 2020 und dem 19. Mai 2021 in die Untersuchung einbezogen wurden. Dazu kamen 222.710 Personen mit COVID-19, die zwischen dem 1. September 2020 und dem 1. März 2021 identifiziert wurden sowie 4.570.149 Personen einer öffentlichen Gesundheitsdatenbank in Katalonien, Spanien (ab 1. Januar 2017), als Hintergrundpopulation.
Die Ergebnisse stehen im Einklang mit den jüngsten Berichten im Yellow Card Report der Medicines and Healthcare products Regulatory Agency (MHRA), dem britischen System zur Verarbeitung von Informationen zu Sicherheitsbedenken, die ebenfalls niedrige Raten von TTS nach einer zweiten Dosis zeigen (3).
 
 

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Ursache für TTS nach Impfstoff weiterhin unklar

Es wurden keine spezifischen Risikofaktoren oder eine endgültige Ursache für TTS nach der COVID-19-Impfung identifiziert. AstraZeneca führt weiterhin Untersuchungen zu möglichen Mechanismen durch und unterstützt diese. Außerdem sind solche sehr seltenen Ereignisse beherrschbar, wenn die Symptome erkannt und entsprechend behandelt werden (4).

Quelle: AstraZeneca

Literatur:

(1) Bussel, J.B., et al. (2021) Thrombosis with Thrombocytopenia Syndrome (also termed Vaccine-induced Thrombotic Thrombocytopenia). Online. Verfügbar unter: https://www.hematology.org/covid-19/vaccine-induced-immune-thrombotic-thrombocytopenia
(2) Burn, E (2021) Thromboembolic events and thrombosis with thrombocytopenia after COVID-19 infection and vaccination in Catalonia, Spain. Pre-print Online. Verfügbar unter: https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=3886421
(3) Bhuyan P., et al., (2021) Thrombosis with thrombocytopenia after second AZD1222 dose: a global safety database analysis of rare cases. The Lancet. Online. Verfügbar unter: https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(21)01693-7/fulltext
(4) MHRA. Coronavirus vaccine - weekly summary of Yellow Card reporting - GOV.UK 1 July Update. Online. Verfügbar unter: https://www.gov.uk/government/publications/coronavirus-covid-19-vaccine-adverse-reactions/coronavirus-vaccine-summary-of-yellow-card-reporting
DE-37598/21



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