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Medizin

DGIM 2015: GLP-1-Rezeptor-Agonist - wirksame Blutzuckerkontrolle auch bei Nierenfunktionsstörung

Liraglutid hat sich in zahlreichen Studien als effektive blutzuckersenkende Substanz bei gleichzeitiger Gewichtsreduktion und nur geringem Hypoglykämierisiko erwiesen. Aktuelle Daten zeigen jetzt, dass der GLP (Glucagon-like-peptide)-1-Rezeptor-Agonist auch bei eingeschränkter Nierenfunktion wirksam ist und mit Basalinsulin kombiniert die intensivierte konventionelle Insulin-Therapie ersetzen kann.

Liraglutid (Victoza®) ist seit 2009 in Kombination mit oralen Antidiabetika und/oder Basalinsulin für die Therapie des Typ-2-Diabetes zugelassen. Seit kurzem kann der GLP-1-Rezeptor-Agonist auch bei Patienten mit moderat eingeschränkter Nierenfunktionsstörung (eGFR 30-59 ml/min) ohne Dosisanpassung eingesetzt werden. Die Zulassungsänderung basiert auf den Ergebnissen der 26-wöchigen, doppelblinden, randomisierten Phase IIIb-Studie LIRA-RENAL (1), die in dieser Patientenpopulation eine HbA1c-Senkung um 1,05% unter Liraglutid 1,8 mg gegenüber 0,38% unter Plazebo gezeigt hatte. Dabei wurden keine  unerwarteten Sicherheitssignale und keine weitere Verschlechterung der Nierenfunktion beobachtet.

BIT versus ICT: Vorteil Liraglutid

Dass die basal-unterstützte Inkretin-Therapie (BIT) mit Liraglutid eine frühe intensivierte konventionelle Insulin-Therapie (ICT, Basis-Bolus-Therapie) ersetzen kann, zeigte die Studie BEGIN®: VICTOZA ADD-ON (2), die Dr. Elmar Jäckel, Hannover, in Mannheim präsentierte. In der 28-wöchigen, randomisierten, offenen Phase IIIb-Studie erhielten Patienten zur Intensivierung ihrer Diabetes-Therapie zusätzlich zu Insulin deglutec und der Metformin-Basistherapie einmal täglich entweder Liraglutid oder Insulin aspartat. Die Kombination Insulin deglutec/Liraglutid führte zu einer signifikant stärkeren Senkung des HbA1c-Wertes als in der Vergleichsgruppe (0,74% versus 0,39%, p=0,0024). Das Körpergewicht verminderte sich um 2,8 kg, während es in der Kontrollgruppe um fast ein Kilogramm zunahm. Die Rate bestätigter Hypoglykämien war in der Liraglutid-Gruppe signifikant um 87% geringer und nächtliche Hypoglykämien um 86% reduziert.

"Bessere Blutzuckerkontrolle, fast vier Kilogramm weniger Gewicht und so gut wie keine Hypoglykämien - das sind dramatische Unterschiede", kommentierte Jäckel. Für die Patienten ergeben sich weitere Vorteile: Die Blutzuckermessung muss nur noch dreimal pro Woche statt täglich erfolgen, gespritzt werden muss nur zweimal täglich unabhängig von den Mahlzeiten statt viermal täglich nahrungsabhängig.

Michael Koczorek, Bremen

Literaturhinweise:
(1) Davies M et al., 74th Scientific Sessions of the American Diabetes Association (ADA), 15 June 2014 (Poster 965-P)
(2) Mathieu C et al., Diabetes Obes Metab 2014; 16: 636-644

Quelle: Presseveranstaltung "Das Potenzial nutzen - Liraglutid in der individualisierten Kombinationstherapie des Typ 2 Diabetes", 121. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM), Mannheim, 19. April 2015; Veranstalter: Novo Nordisk Pharma GmbH


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