Mittwoch, 10. August 2022
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Medizin

Erkennen von Emotionen bei Demenz

Patienten mit einer Alzheimer-Demenz können häufig mit Emotionen nicht so umgehen wie andere Menschen. Zum einen erkennen sie Emotionen wie Freude oder Trauer in den Gesichtern ihrer Gegenüber nicht mehr. Das liegt nach jetzigem Stand der Wissenschaft an einer Störung in einer Gehirnregion namens Entorhinaler Kortex im sog. medialen Temporallappen. Sie ist u. a. auch für das Erkennen von Emotionen von Bedeutung. Daher ist die Emotionsbeziehung schon sehr früh bei Alzheimerpatienten gestört. Anders verhält es sich bei der frontotemporalen Demenz, hier sind die sog. Spiegelneuronen betroffen. Sie sind ein Resonanzsystem im Gehirn, das Gefühle und Stimmungen anderer Menschen beim Empfänger zum Erklingen bringt. Wenn dieses System nicht mehr richtig funktioniert, gelingt es den betroffenen Personen nicht richtig, passend auf die Emotionen anderer Menschen zu reagieren. Da bei der frontotemporalen Demenz dieses System direkt betroffen ist, sagt man auch vielen Betroffenen nach, dass sie sich "auffällig" und "unsozial" verhalten würden.


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