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Medizin

13. Januar 2021 EU-Gesundheitskommissarin kritisiert Impfstoffkauf wie in Deutschland

EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides hat die Beschaffung der Corona-Impfstoffe durch die Europäische Union verteidigt und zusätzliche nationale Lieferabsprachen mit Herstellern kritisiert. Diese untergrüben den europäischen Ansatz, erklärte Kyriakides am Mittwoch. Der Vorwurf trifft Deutschland und dessen Zusatzabsprachen mit dem Impfstoffhersteller Biontech.
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So hatte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Freitag gesagt, dass "wir aus EU-Verträgen rund 60 Millionen Biontech-Impfstoffe bekommen und aus bilateralen Verträgen beziehungsweise Absprachen, Zusagen 30 Millionen, insgesamt 90 Millionen in diesem Jahr".

Kyriakides nannte Deutschland in ihren Äußerungen zu einer Videokonferenz der EU-Gesundheitsminister nicht ausdrücklich. Sie erinnerte aber daran, dass alle EU-Staaten die Teilnahme an der gemeinsamen Beschaffung bestätigt hätten. Somit hätten sie zugestimmt, "keine eigenen Verfahren zum Kauf dieses Impfstoffs mit demselben Hersteller einzuleiten".

Sie verstehe innenpolitische Zwänge, fügte die Gesundheitskommissarin hinzu. "Aber wir sind gemeinsam stärker und liefern bessere Ergebnisse für unsere Bürger." Die EU habe bessere Verträge und Bedingungen erreicht als es für Einzelstaaten möglich gewesen wäre.

Kyriakides nannte die Corona-Impfungen eine Mammutaufgabe. Sie drängte die EU-Staaten, von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, nötiges Material wie Spritzen, Nadeln oder Handschuhe gemeinsam zu beschaffen. "Ich bitte Sie alle, diese Option zu nutzen, damit die Impfkampagne schnell und flüssig weitergehen kann."

Quelle: dpa


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