Dienstag, 28. Juni 2022
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Medizin

Gastroösophageale Refluxkrankheit: Add-on-Therapie erhöht Patientenzufriedenheit

Bei Patienten mit chronischer Gastroösophagealer Refluxkrankheit (GERD) bilden Protonenpumpeninhibitoren (PPI) die leitlinienkonforme Standardtherapie (1). Dennoch sind unter diesem Dauerbehandlungsansatz ca. 20% der Betroffenen mit dem Ergebnis unzufrieden (2). Randomisierte, kontrollierte Studien haben gezeigt, dass eine Add-on Alginat-Therapie wirksam ist, um GERD-assoziierte Symptome besser zu kontrollieren (3,4). In einer prospektiven Beobachtungsstudie wurde untersucht, ob diese Add-on-Therapie nicht nur die Symptomkontrolle, sondern auch die Patientenzufriedenheit verbessern kann. Die Ergebnisse deuten an, dass die Hinzunahme von Alginat bei unzureichender GERD-Symptomkontrolle eine neue, sichere und wirksame Option darstellt, um die Therapiezufriedenheit zu verbessern.
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Etwa 12 Millionen Erwachsene leiden in Deutschland an einer GERD (5). Die Therapieziele umfassen u. a. eine zufriedenstellende Symptomkontrolle, die Heilung einer Refluxösophagitis und die Prävention von Komplikationen (6). Die Säurehemmung durch PPI alleine führt aber oftmals nicht zu einer ausreichenden Symptomkontrolle oder der Heilung einer schweren Refluxösophagitis (7).

In der vorgestellten Studie berichteten nach 14-tägiger Add-on Alginat-Behandlung 72% der Patienten von einer höheren Therapiezufriedenheit um mindestens eine Stufe auf der 5-stufigen Likert-Skala im Vergleich zur Baseline. Etwa 23% der Studienteilnehmer gaben an, die Therapiezufriedenheit sei gleichbleibend, und nur ca. 5% der Patienten waren weniger zufrieden unter der Add-on-Therapie. Es zeigte sich zudem, dass 81% der Patienten mit einem GerdQ-Score* > 8 von der Add-on-Therapie profitierten.

Studienergebnisse

Auch die Häufigkeit der typischen Refluxsymptome (Sodbrennen, Regurgitation, refluxbedingte Schlafstörungen) konnte unter Alginat als Add-on zu einer PPI-Dauertherapie reduziert werden. So sank der Anteil der Patienten, die über Sodbrennen an 4 bis 7 Tagen klagten, von 56% in der Woche vor Beginn der Add-on-Therapie auf 19% in der Woche vor Abschluss der 14-tägigen Behandlung. Der Anteil der Patienten, die in diesen beiden Zeiträumen von entsprechend häufiger Regurgitation und Schlafstörung berichteten, sank unter Alginat Add-on um das Vierfache (37% vs. 9%), bzw. um mehr als die Hälfte (29% vs. 12%). „Das sind vielversprechende Ergebnisse, die andeuten, dass durch die zusätzliche Gabe von Alginat zur PPI-Dauertherapie die Refluxsymptomatik verringert und damit die Lebensqualität der Patienten gesteigert werden kann“, unterstrich Oberarzt Matthias Müller, Gastroenterologe in Siegen.

In die Studie eingeschlossen waren 153 Patienten, davon 71 männlich. Die Teilnehmer waren 57 Jahre alt, litten seit 8 Jahren unter chronischer GERD und wurden seit 6 Jahren mit PPI dauertherapiert (Angaben im Median). Die Patienten in der Studie nahmen bedarfsweise ein Alginat ein (bis zu 4 x 2 Sachets je 500 mg Natriumalginat; im Median 3 Sachets pro Tag). Die Einnahme erfolgte meist postprandial morgens, mittags und abends.

Aus Sicht von Müller ist die Add-on Alginat-Therapie bei Patienten mit chronischer GERD vor dem Hintergrund dieser neuen Erkenntnisse eine empfehlenswerte Therapieoption, um nicht nur eine adäquate Symptomkontrolle, sondern auch eine höhere Lebensqualität der Patienten zu erzielen.

Wirkweise

Gaviscon wirkt innerhalb von 5 Minuten und hält bis zu 4 Stunden an (8,9). Es verhindert den Reflux physikalisch, indem es in Verbindung mit der Magensäure eine gelartige Schutzbarriere auf der Acid Pocket bildet (10). Die Acid Pocket entsteht nach den Mahlzeiten im oberen Bereich des Magens und ist das Reservoir für den sauren Reflux (11,12,13). Dank der mechanischen Wirkweise des pflanzlichen Hauptwirkstoffes Alginat erweist sich Gaviscon als sehr gut verträglich. Es ist innerhalb der eigenen Wirkstoffklasse der Alginate als einziges Arzneimittel für die Symptomkontrolle bei Reflux zugelassen und kann auch in der Schwangerschaft angewendet werden (14).


* Der GerdQ-Fragebogen besteht aus insgesamt 6 Fragen zur Beantwortung durch die Patienten. 4 Fragen beziehen sich auf die Symptomatik (2 davon auf Symptome, die für eine Refluxkrankheit sprechen und 2 auf Symptome, deren Auftreten das Vorliegen einer GERD unwahrscheinlich macht). 2 weitere Fragen gehen auf die Beeinträchtigung der Lebensqualität ein.

Quelle: Reckitt Benckiser

Literatur:

(1) Koop H. et al. 2014. Z Gastroenterol. 52(11): 1299-346.
(2) Labenz J. et al. 2016. MMW Fortschr Med. 158(Suppl 4): 7-11.
(3) Manabe N. et al. 2012. Dis Esophagus. 25(5): 373-80.
(4) Reimer C. et al. 2016. Aliment Pharmacol Ther. 43(8): 899-909.
(5) Labenz J. und Labenz C. 2016. Der Gastroenterologe 11: 102-109.
(6) S2k-Leitlinie 021/013. Gastroösophageale Refluxkrankkheit. Stand 05/2014.
(7) Labenz J, Koop H Dtsch Med Wochenschr 2017;142; 356-366.
(8) Strugala V et al. J Int Med Res 2010;38; 449-457.
(9) Chevrel B J Int Med Res 1980;8; 300.
(10) Thomas E et al. Aliment Pharmacol Ther 2014;39; 595-602.
(11) Clinical Gastroenterology and Hepatology 2013;11: 1585-1591.
(12) Beaumont H et al. Gut 2010;59; 441-451.
(13) Fletcher J et al. Gastroenterology 2001;121: 775-783.
(14) Fachinformationen Gaviscon Advance Pfefferminz 1000 mg/200 mg Suspension zum Einnehmen im Beutel, Stand 02-2015, Gavis-con Dual 250 mg / 106,5 mg / 187,5 mg Kautabletten, Stand 03-2016, Gaviscon Dual 500 mg/213 mg/325 mg Suspension zum Einnehmen im Beutel, Stand 03-2016.  


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