Dienstag, 28. Juni 2022
Navigation öffnen
Anzeige:
Uro Push
Uro Push
Medizin

Gene können Risiko erhöhen, an COPD zu erkranken

Rauchen ist der größte Risikofaktor für die Entwicklung einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), aber auch die Gene spielen eine Rolle. Wer z.B. ein Elternteil mit COPD hat, erkrankt selber 1,6 Mal häufiger an dieser Lungenerkrankung. Andererseits können Menschen mit erhöhter COPD-Gefährdung ihr Risiko um die Hälfte senken, wenn sie möglichst früh mit dem Rauchen aufhören.
Anzeige:
Otezla
Otezla
Darauf weisen die Lungenärzte der Deutschen Lungenstiftung hin. „Wenn ein Elternteil an COPD erkrankt ist oder war, ist das Risiko, selber an COPD zu erkranken, um 57% höher ist als bei Menschen ohne COPD in der nächsten Verwandtschaft. Das hat eine aktuelle Studie ergeben“, erläutert Prof. Dr. Stefan Andreas, Beiratsmitglied der Deutschen Lungenstiftung, Facharzt für Pneumologie und Internistische Intensivmedizin und Leiter der Lungenfachklinik Immenhausen (Kreis Kassel) sowie des Bereiches Pneumologie an der Universitätsmedizin Göttingen.

Wer im frühen Erwachsenenalter auf Rauchen verzichtet, kann sein Risiko halbieren

Aktives Rauchen erhöht das Risiko für COPD zusätzlich – und zwar ganz erheblich. „72 von 100 Menschen mit einem genetisch erhöhten Erkrankungsrisiko – also rund zwei Drittel entwickeln eine COPD, wenn sie rauchen“, betont Prof. Andreas. „Diese können ihr erhöhtes COPD-Risiko aber um 50% senken, wenn sie das Rauchen so früh wie möglich aufgeben – am besten noch im frühen Erwachsenenalter. Wer das schafft, kann in fünf von zehn Fällen trotz eines genetisch erhöhten Risikos eine Erkrankung an COPD vermeiden.“

Spezielle Tabakentwöhnungsprogramme sind erfolgreicher

Zur Tabakentwöhnung stehen spezielle Programme zur Verfügung, durch die sich eine langfristige Abstinenz mit größerem Erfolg erreichen lässt, als wenn man es auf eigene Faust versucht. „Tabakentwöhnungsprogramme können sowohl im ambulanten und stationären Bereich als auch anlässlich einer Rehabilitation durchgeführt werden. Die Programme kombinieren psychologische, ärztliche und medikamentöse Maßnahmen und werden i.d.R. in mehreren Gruppensitzungen durchgeführt und von einem speziell ausgebildeten Experten geleitet“, erläutert Prof. Andreas. Interessierte können sich zur Teilnahme an einem Tabakentwöhnungsprogramm an Ihren Haus- oder Lungenarzt wenden.

Quelle: www.lungenaerzte-im-netz.de

Literatur:

Louise V Wain, Nick Shrine, María Soler Artigas et al.
Genome-wide association analyses for lung function and chronic obstructive pulmonary disease identify new loci and potential druggable targets
Nature Genetics 49, 416–425 (2017) doi:10.1038/ng.3787
http://www.nature.com/ng/journal/v49/n3/full/ng.3787.html


Anzeige:
Point It
Point It
 

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Gene können Risiko erhöhen, an COPD zu erkranken"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der MedtriX GmbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.