Samstag, 25. Juni 2022
Navigation öffnen
Anzeige:
Novavax
Novavax
 
Medizin

Hepatische Enzephalopathie: Signifikanter Überlebensvorteil durch prophylaktische Therapie mit Rifaximin

Über ein Drittel der Leberzirrhotiker entwickelt im Krankheitsverlauf eine manifeste hepatische Enzephalopathie (HE). Diese häufige und schwerwiegende Komplikation erfährt bislang viel zu wenig Aufmerksamkeit; die Diagnose HE wird nur selten gestellt. Die ganze Tragweite wird deutlich, wenn man sich die Folgen vergegenwärtigt: 64% aller nicht behandelten Patienten mit alkoholbedingter Leberzirrhose und HE versterben innerhalb eines Jahres. Das darmselektive Antibiotikum Rifaximin-alpha (XIFAXAN® 550 mg) ist in Deutschland seit zwei Jahren zur Prophylaxe von wiederkehrenden HE-Episoden zugelassen. Rifaximin kann die Mortalität reduzieren und verbessert die Lebensqualität/Alltagstauglichkeit signifikant.

Anzeige:
Prevenar
Prevenar

"Unbehandelt droht den meisten HE-Patienten der Tod: Nach fünf Jahren sind 85% aller Leberzirrhotiker mit dieser Komplikation verstorben. Deshalb ist eine frühzeitige, wirksame und dauerhafte Prophylaxe so bedeutsam", erläuterte Professor Manfred Gross, Chefarzt der Internistischen Klinik Dr. Müller in München, im Rahmen des Kongresses Viszeralmedizin 2015 in Leipzig. Rifaximin reduziert bei Patienten mit alkoholinduzierter Leberzirrhose das relative Risiko für HE-Episoden um 58% und erhöht die kumulative 5-Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit bei alkoholinduzierter Leberzirrhose signifikant (61% vs. 13,5% Kontrollgruppe). Es weist eine bakterizide Wirkung auf Ammoniak-produzierende Bakterien auf und wirkt damit der Pathogenese der HE kausal entgegen.

Diagnose verbessern, Adhärenz fördern

Die hepatische Enzephalopathie ist mit einem Verlust der Alltagstauglichkeit verbunden: Die Betroffenen haben Schwierigkeiten beim Gehen und Schreiben, weisen Erinnerungslücken und Wortfindungsstörungen auf und neigen schon in frühen Krankheitsstadien zu Stürzen und Verkehrsunfällen. Im klinischen und praktischen Alltag gilt es deshalb, Patienten mit chronischen Lebererkrankungen regelmäßig auf HE zu screenen. Weil das kognitive Defizit mit jeder HE-Episode zunimmt, ist eine dauerhafte Rezidivprophylaxe, betreut durch die hausärztliche Praxis, dringend erforderlich. "Patienten verhalten sich nur dann dauerhaft adhärent, wenn ein Medikament gut vertragen wird, und das ist bei Rifaximin gegeben", erläuterte Professor Gross. Aufgrund der guten Langzeitverträglichkeit zeigten mehr als 90% der Patienten hohe Therapietreue.

Neben den Patienten profitiert auch das Gesundheitssystem vom Einsatz des Antibiotikums: In einer randomisierten kontrollierten Studie konnte gezeigt werden, dass die Therapie mit Rifaximin über sechs Monate mit einer geringeren Anzahl und einer kürzeren Dauer der Krankenhausaufenthalte und damit auch geringeren Kosten assoziiert war.

Quelle: Norgine


Anzeige:
Point It
Point It
 

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Hepatische Enzephalopathie: Signifikanter Überlebensvorteil durch prophylaktische Therapie mit Rifaximin"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der MedtriX GmbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.