Samstag, 25. Juni 2022
Navigation öffnen
Anzeige:
Novavax
Novavax
 
Medizin

Immunantwort nach Impfung gegen SARS-CoV-2

Immunantwort nach Impfung gegen SARS-CoV-2
© Trsakaoe - stock.adobe.com
Patientinnen und Patienten mit einem abgeschwächten Immunsystem durch immunsuppressive Therapien können durchaus gute Immunantworten auf eine Corona-Impfung entwickeln. Für jene Patientinnen und Patienten, die keine Antikörper bilden, kann eine dritte Impfdosis notwendig sein. Dies zeigt eine aktuelle Studie der MedUni Wien.
Anzeige:
Prevenar
Prevenar

Zelluläre Immunantwort auf COVID-Impfung auch bei immunsupprimierten Patientinnen und Patienten

Betroffene von Autoimmunerkrankungen benötigen oftmals eine Therapie, die das Immunsystem schwächt. Gerade in dieser Gruppe kann es daher zu schweren Verläufen von COVID-19 kommen. Bis dato war unklar, ob durch eine Impfung gegen SARS-CoV-2 ein ausreichendes Ansprechen gewährleistet ist, insbesondere bei Betroffenen, die B Zell-depletierende Medikamente (z.B. Rituximab gegen Rheumatoide Arthritis) erhalten. In einer gerade veröffentlichten Studie eines abteilungsübergreifenden Teams der Medizinischen Universität Wien unter Koordination der Klinischen Abteilung für Rheumatologie der Universitätsklinik für Innere Medizin III konnte diese Frage nun beantwortet werden. Senior-Autor Michael Bonelli konnte mit seinem Studienteam zeigen, dass der Großteil der Betroffenen in der Lage ist, dennoch eine humorale und zelluläre Immunantwort zu entwickeln.
 
 

Lesen Sie mehr zu diesem Thema:

Gleicher Pathomechanismus bei schweren COVID-19-Verläufen wie beim systemischen Lupus erythematodes?

Erschienen am 19.11.2020Eine aktuell in „Nature Immunology“ hochrangig publizierte Arbeit (1) stellt eine interessante Hypothese auf: So komme es bei schweren COVID-19-Verläufen zur gleichen...

Erschienen am 19.11.2020Eine aktuell in „Nature Immunology“ hochrangig publizierte Arbeit (1) stellt eine interessante...

© luckybusiness - stock.adobe.com

Impfempfehlung für immunsupprimierte Patientinnen und Patienten

Michael Bonelli sagt dazu: „B-Zellen stellen eine wichtige Zellpopulation für die Entwicklung von Antikörpern dar. Wir konnten zeigen, dass Betroffene unter B Zell-depletierender Therapie mit Rituximab in über 50% der Fälle dennoch Antikörper gegen SARS-CoV-2 entwickeln und ein möglicher zusätzlicher Schutz durch eine zelluläre Immunantwort besteht. Dies unterstreicht, wie wichtig es ist, immunsupprimierte Patienten gegen SARS-CoV-2 zu impfen.“

Nutzen einer Drittimpfung gegen COVID bei Immunsuppremierten wird untersucht

Daniel Aletaha, Leiter der Klinischen Abteilung für Rheumatologie, erklärt weiter: „Die Erkenntnisse dieser Arbeit stellten die Grundlage für eine mittlerweile abgeschlossene randomisierte Booster-Impfstudie dar, in welcher wir untersuchten, ob jene Gruppe von Patientinnen und Patienten unter Therapie mit Rituximab, die nach Standardimpfung eben keine Antikörper bilden konnten, durch eine dritte Impfung mit einem neuerlichen mRNA-Impfstoff oder einem Wechsel auf Vektor-Impfstoff doch noch humorale bzw. zelluläre Immunität entwickeln. Die Ergebnisse der ersten Impfstudie stehen kurz vor der Publikation und werden hoffentlich zur Schaffung von Richtlinien zur Impfstrategie gegen SARS-CoV-2 in immunsupprimierten Patientinnen und Patienten beitragen.“ Eine derzeit rekrutierende Folgestudie mit selbem Design erweitert die Rituximab-Studie nun auf alle Betroffenen mit Immunsuppression und verschiedensten Indikationen aus dem Bereich Rheumatologie, Neurologie, Hämatologie, Transplantation und anderen.

Quelle: MedUni Wien


Anzeige:
Tapentadol
Tapentadol
 

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Immunantwort nach Impfung gegen SARS-CoV-2"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der MedtriX GmbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.