Freitag, 9. Dezember 2022
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Medizin

Künstliches Koma: Neurointensivmediziner dosieren das Erwachen

In Deutschland verletzen sich jährlich etwa 35 000 Menschen bei Verkehrs-, Arbeits- oder Freizeitunfällen schwer. Mehr als die Hälfte von ihnen erleidet dabei gravierende Schädel-Hirn-Verletzungen. Neurointensivmediziner versetzen diese Patienten häufig in ein sogenanntes „künstliches Koma“, eine verlängerte Narkose, die oft über Tage, selten über Wochen auf der Intensivstation fortgeführt wird. Diese Langzeitsedierung erlaubt es, den Intensivpatienten in dieser kritischen Phase zu behandeln, sie senkt mögliche Risiken für bleibende Schäden und fördert die Heilung, erläutert die Deutsche Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI). Neuesten Erkenntnissen zufolge seien die Ergebnisse dieser Behandlung noch besser, wenn die Sedierung insgesamt so flach und so kurz wie möglich gehalten werde, betont die Fachgesellschaft.


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