Sonntag, 2. Oktober 2022
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Medizin

Management-Zyklus bei COPD

Management-Zyklus bei COPD
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Bei der Behandlung von COPD wird seit 2019 zwischen Initial- und Folgetherapie unterschieden (1). Bronchodilatatoren, wie langwirksame Beta-2-Mimetika (LABA) und Anticholinergika (LAMA), bilden die Basis für den Therapieeinsteig (1). Bei stark ausgeprägten Symptomen kann die Behandlung auch mit einer dualen LAMA/LABA-Kombination begonnen werden (1). Ist der Patient eingestellt, kommt der Management-Zyklus ins Spiel.

Was ist der Management-Zyklus?

Der Management-Zyklus ist ein praxisorientiertes Instrument, das mit der GOLD-Empfehlung eingeführt wurde. Anhand dieses einfachen Prozesses können Ärzte die COPD-Therapie kontinuierlich evaluieren und anpassen. Die GOLD-Empfehlung stellt mit diesem Ansatz die Bedürfnisse des COPD-Patienten hinsichtlich der Therapiewahl in den Mittelpunkt (1).

COPD-Therapie muss laufend überprüft werden

Im Verlauf der Therapie bietet der Management-Zyklus Hilfestellung zur Therapieevaluation. Er beinhaltet die Punkte Review (Überprüfung) – Assess (Bewertung) – Adjust (Anpassung) (1). Für jeden Patienten sollte ermittelt werden, ob weiterhin Symptome bestehen und wie diese behoben werden können. Mögliche Fragen des behandelnden  Arztes können sein: Welche  Symptome treten trotz Therapie auf? Ist der Patient adhärent? Nutzt er sein Device korrekt? Zusätzlich sollten nicht-pharmakologische Maßnahmen, wie pulmonale Rehabilitation oder  Selbstmanagement-Schulungen, berücksichtigt werden. Wendet der Patient seine Therapie regelmäßig und korrekt an und weist weiterhin Probleme auf, besteht die Option der Eskalation oder Deeskalation (1). „Wichtig ist es, immer wieder darüber nachzudenken, welche Therapie für den einzelnen Patienten geeignet ist“, so  Prof. Claus Vogelmeier.
 
 

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COPD: Sind Kategorien wie Pink Puffer und Blue Bloater noch aktuell?

Erschienen am 29.07.2021COPD ist eine komplexe Erkrankung mit einer Vielfalt von intra- und extrapulmonalen Komponenten (1). Diese Diversität macht es schwer, den einen Betroffenen mit COPD zu fassen (1). Bereits in den 1960er Jahren wurden deshalb unterschiedliche Typen von Betroffenen wie der Pink Puffer oder der Blue Bloater beschrieben (2, 3). Für die COPD-Therapie sind diese Typen mehr und mehr in den Hintergrund gerückt. Doch in welchen Fällen können sie nach wie vor ihre Berechtigung haben? Bei welchen Betroffenen-Merkmalen kann z. B. eine duale Bronchodilatation, wie mit Aclidinium/Formoterol, sinnvoll sein?

Erschienen am 29.07.2021undefined

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Folgetherapie bei COPD: angepasst an individuelle Herausforderungen

Wie wird im Falle einer unzureichenden Einstellung weiter vorgegangen? Der Management-Zyklus orientiert sich an dem Hauptproblem des  Patienten: Dyspnoe oder  Exazerbation (1).  Patienten, die mit LAMA oder LABA vorbehandelt sind und weiterhin hauptsächlich unter Dyspnoe leiden, sollten in Abstimmung mit ihrem Arzt eine duale LAMA/LABA-Therapie erhalten (1) – bspw.  Aclidinium/Formoterol (Brimica® Genuair ). Hält die Atemnot trotz dualer Bronchodilatation weiter an, besteht die Möglichkeit, die Wirkstoffe oder das Device zu wechseln (1). Eine Eskalation auf eine Triple-Therapie (LAMA/LABA/ICS)  kann bei Patienten mit dualer Bronchodilatation erwogen werden, wenn Exazerbationen im Fokus der Beschwerden stehen und das  Blutbild ≥ 100  Eosinophile pro μl  Blut  zeigt (1). Überschreiten die Eosinophilen die Zahl von 300 pro μl Blut, profitiert der exazerbierende Patient sehr wahrscheinlich von einem ICS (1). Spricht der Patient nicht darauf an bzw. treten Nebenwirkungen wie Pneumonien auf, sehen die GOLD-Empfehlungen auch eine Deeskalation, z.B. von LAMA/LABA/ICS auf LAMA/LABA vor (1).

Quelle: Berlin-Chemie

Literatur:

(1) Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease. Global strategy for the diagnosis, management and prevention of chronic obstructive pulmonary disease (Update 2020).



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