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Medizin
17. Juni 2021
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Medikamentenforschung: Wunsch nach Agilität, Digitalisierung und Vernetzung

Wenn moderne Standorte von Gesundheitsunternehmen mit Forschung und Produktion in Deutschland angesiedelt sind, profitieren davon sowohl das Gesundheitssystem als auch die Patienten hierzulande. So sieht es eine deutliche Mehrheit (84%) der Menschen in Deutschland. Ähnlich viele (85%) sind der Meinung, dass eine gute Vernetzung von Forschung, Produktion und Vertrieb an einem Standort vorteilhaft ist. Das sind Ergebnisse des Sanofi Gesundheitstrends, der aktuell untersucht, welche Anforderungen die Menschen in Deutschland an moderne Standorte eines Gesundheitsunternehmens haben und wie sie moderne Arzneimittel definieren. Dazu werden jedes Quartal repräsentativ etwa 1.000 Menschen in Deutschland zu einem Schwerpunktthema und zu ihrem gesundheitlichen Wohlbefinden allgemein befragt.
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Der innovative Sanofi BioCampus in Frankfurt vernetzt Experten und Infrastrukturen. Er ist einer der größten integrierten Standorte des weltweit tätigen Gesundheitsunternehmens, in dem von der frühen Erkenntnis bis zum fertigen Produkt für die Patienten alles zusammengeführt ist. Hier kommt modernen Arzneimitteln wie Biologika eine große Bedeutung zu. Insgesamt sind bei Sanofi derzeit 80 Arzneimittel- und Impfstoffkandidaten in der Entwicklungspipeline. Mehr als 2 Drittel davon sind Biologika.

Schon bei der Forschung an die Produktion denken

Moderne Biologika wie Antikörper, Proteine oder Enzyme spielen in der heutigen Medizin grundsätzlich eine immer bedeutendere Rolle. Eingesetzt werden Biologika beispielsweise in der Krebsbehandlung. Es sind große Moleküle, oft 200 bis 1.000-mal so groß wie „klassische“ kleine Moleküle in chemisch hergestellten Medikamenten, und können deshalb nicht als Tablette verabreicht werden. Auch eine Aufnahme als Creme ist nicht möglich, sodass der Wirkstoff oft gespritzt wird. Lediglich jeder zweite Befragte (49%) weiß das. Einem Drittel (33%) der Menschen hierzulande ist dabei nicht bewusst, dass bereits bei der Entwicklung solch moderner biotechnologischer Arzneimittel eine Applikationshilfe wie etwa eine Spritze oder ein Pen frühzeitig mit entwickelt werden muss.
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Im Gegensatz zu den bisher meist üblichen „Chemicals“ oder auch „Small Molecules“ sind Biologika in ihrer Molekülstruktur deutlich komplexer und gegenüber Umwelteinflüssen empfindlicher. Nicht zuletzt deshalb sind Entwicklung und Produktion dieser modernen Arzneimittel anspruchsvoller als bei einer Tablette. Auch dieser Aspekt ist etwa einem Drittel (32%) der Menschen in Deutschland nicht bewusst. Die Mehrheit (82%) ist sich aber sicher, dass es Experten, innovative Technik und die Digitalisierung braucht, um die modernen Medikamente zu erforschen und herzustellen. Gerade diese Mühe lohnt sich für die Patienten, denn biotechnologisch hergestellte Arzneimittel ermöglichen oftmals eine gezieltere Behandlung.

Mehrheitsannahme: Vernetzter Standort in Deutschland vorteilhaft

Laut 84% der Menschen in Deutschland profitieren hierzulande sowohl das Gesundheitssystem als auch die Patienten, wenn moderne Standorte für Forschung und Produktion von Gesundheitsunternehmen in Deutschland angesiedelt sind. Darüber hinaus ist den Befragten besonders wichtig, dass die Forschung des Standorts bestens vernetzt ist, sowohl innerhalb als auch außerhalb. 85% erachten eine gute Vernetzung von Forschung, Produktion und Vertrieb an einem Standort als vorteilhaft. Ebenfalls 85% stimmen der Aussage zu, dass ein moderner Standort gut mit Universitäten und weiteren Forschungsinstitutionen vernetzt sein muss. Auf lange Sicht sind nur solche Standorte zukunftsfähig, die Kontakte und Übergänge von der Forschung zur Entwicklung bis hin zur Anwendung fördern. Zusammen machen Mensch und Technik aus Ideen Innovationen und Produkte.

Pharmazeutischer Fortschritt: Integrierter Standort mit innovativer Technik

Um einen modernen Standort voranzubringen, erachten 84% der Menschen in Deutschland die Digitalisierung und moderne Technik als Erfolgstreiber. Beispielsweise versuchen die Forscher in Frankfurt mit Hilfe modernster Technik, die Eigenschaften mehrerer Antikörper, von denen jeder ganz spezifische Eigenschaften hat, effektiv miteinander zu kombinieren. So lassen sich theoretisch Hunderttausende neuer multispezifischer Antikörper bauen.

Während man sich vor noch nicht allzu langer Zeit wegen des hohen Aufwands auf 30 bis 50 möglichst aussichtsreiche Kandidaten beschränken musste, ermöglichen es heute neue Roboteranlagen und Datenmaschinen am BioCampus in Frankfurt Höchst bis zu 10.000 Kandidaten parallel zu testen. Damit sind nicht nur die Erfolgschancen deutlich höher, einen geeigneten Wirkstoff zu finden. Es entstehen auch große und informationsreiche Datensätze, die sich wiederum mit Hilfe Künstlicher Intelligenz auswerten lassen. Dadurch ist es möglich, aus der großen Datenflut zu lernen und Prinzipien für die Entwicklung noch besserer Wirkstoffe abzuleiten. Sind erfolgversprechende Wirkstoffe gefunden, erfordert die Biologika-Entwicklung im nächsten Schritt frühzeitige Überlegungen zu der biotechnologischen Herstellung mit Hilfe lebender Zellen, Bakterien oder Hefen sowie zur Formulierung und Darreichungsform.

Quelle: Sanofi


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