Dienstag, 28. Juni 2022
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Medizin

Methotrexat: Optimierte Anwendung des Goldstandards in der RA-Therapie

Methotrexat: Optimierte Anwendung des Goldstandards in der RA-Therapie
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Im Rahmen des Satellitensymposiums beim EULAR 2021 präsentierte medac aktuelle Daten zur Optimierung der Therapie bei rheumatoider Arthritis (RA). 4 Rheumatologen sprachen über die Rolle der subkutanen Applikationsform von Methotrexat (MTX), das Potenzial von Kombinationstherapien, das Ausschleichen von Medikamenten bei Patienten in Remission und Managementstrategien für RA-Patienten, die eine Therapieeskalation benötigen.
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Verbesserte Wirksamkeit ohne ungüstiges Nebenwirkungsprofil

Methotrexat (MTX) ist das primäre krankheitsmodifizierende Antirheumatikum (DMARD; disease-modifying antirheumatic drug) für die Therapie der rheumatoiden Arthritis (RA). Prof. Müller-Ladner eröffnete das Symposium mit einem Überblick über die Bedeutung der MTX-Therapie. MTX gehört zu den am besten untersuchten Arzneimitteln dieser Indikation, mit gut bekanntem Sicherheitsprofil und Überwachungsschema. Es ist ein „Anchor Drug“ für die Kombinationstherapie mit anderen „Small Molecules“ und den meisten Biologika (1). Ursprünglich als oral verabreichtes Arzneimittel entwickelt, hat sich die subkutane Darreichungsform als vorteilhaft erwiesen, z. B. aufgrund erhöhter Bioverfügbarkeit und verbesserter Wirksamkeit ohne ein verändertes oder ungünstiges Nebenwirkungsprofil.

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Die Präsentation von Prof. Lund Hetland aus Dänemark umfasste mögliche Kombinationstherapien mit MTX. Die aktuellen europäischen und US-amerikanischen Leitlinien empfehlen für Patienten mit RA eine frühe csDMARD-Behandlung mit MTX als „Anchor Drug“ (1, 2). Die internationale, randomisierte, offene, „Assessor“-verblindete, 4-armige Studie NORD-STAR verglich eine MTX-basierte aktive konventionelle Therapie mit Biologika (Certolizumab pegol, Abatacept, Tocilizumab) bei Patienten mit früher RA (3). Alle Biologika wurden in Kombination mit MTX verabreicht, und alle 4 Behandlungsarme erreichten hohe Remissionsraten. Die Ergebnisse unterstreichen die Sicherheit und Wirksamkeit der aktiven konventionellen Therapie auf Basis von MTX in Kombination mit Kortikosteroiden.

Patienten in Remission: Individuelle Strategien – gemeinsame Entscheidung

Dr. de Jong aus den Niederlanden präsentierte in seinem Teil des medac Symposiums aktuelle Daten aus der TARA-Studie (4). Diese Studie untersuchte das ideale Ausschleichen der Medikation bei Patienten in Remission. Die multizentrische, einfach-verblindete TARA-Studie verglich 2 Strategien zum Therapieabbau miteinander: csDMARD (d. h. in der Regel MTX) gefolgt von TNFi und umgekehrt, aus verschiedenen Blickwinkeln. Dr. de Jong schlussfolgerte, dass die ideale Strategie zum Ausschleichen zwar je nach Perspektive unterschiedlich sein kann, aber immer eine gemeinsame Entscheidung von Patient und behandelndem Arzt sein sollte.

Im letzten Vortrag des Symposiums präsentierte Prof. Gaujoux-Viala aus Frankreich Daten der kürzlich veröffentlichten STRATEGE-Studie, in der Strategien zur Therapieeskalation bei RA-Patienten verglichen wurden. Eine Patientengruppe wurde mit optimiertem MTX behandelt, d. h. mit höheren Dosen und Umstellung auf die parenterale Darreichungsform. Die andere Patientengruppe erhielt zusätzlich ein Biologikum. Die Ergebnisse zeigten, dass beide Strategien in Bezug auf Krankheitsaktivität, Funktionsstatus, Schmerzen und Patientenzufriedenheit gleich wirksam waren.

MTX bleibt Erstlinientherapie für RA-Patienten

Auch nach jahrzehntelanger Erfahrung mit der MTX-Therapie bei RA gibt es immer wieder neue Daten, die es Rheumatologen ermöglichen, ihren Patienten optimierte Therapiestrategien anzubieten. Aufgrund seiner Wirksamkeit bleibt MTX die Erstlinientherapie für RA-Patienten.

Quelle: medac

Literatur:

(1) Smolen JS, et al. Ann Rheum Dis 2020;0:1–15.
(2) Singh JA et al. Arthritis Care & Research 2015;68:1-28.
(3) Hetland M et al. BMJ 2020;371:m4328.
(4) van Mulligen E, et al. Ann Rheum Dis 2020;79:1174–1181.5. Gaujoux-Viala C et al. Rheumatology 2021 keab274, https://doi.org/10.1093/rheumatology/keab274.
 



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