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Medizin

Morbus Crohn: Ludwig-Demling-Forschungspreis 2012 vergeben

Die pathogenetischen Hintergründe des Morbus Crohn sind bislang nicht genau bekannt. Weitere Aufschlüsse zur Krankheitsentstehung soll die Analyse genetischer Faktoren bringen. Für Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet erhielt Prof. Dr. rer. nat. Andre Franke, Kiel, den Ludwig-Demling-Forschungspreis 2012 der Deutschen Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung e.V. (DCCV). Der von der Falk Foundation e.V. gestiftete Preis ist mit 25.000 Euro dotiert und wurde bei der 67. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) in Hamburg verliehen.

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Genomweite Assoziationsstudien (GWAS) und Metaanalysen haben bisher 71 Suszeptibilitäts-Genorte identifiziert, die beim Morbus Crohn eine Rolle spielen. Sie erklären jedoch nur 23% der genetischen Ursachen der Erkrankung. Da die GWAS vor allem nach häufigen Varianten suchen, sollte laut Franke nun forciert die Identifizierung eher seltener Suszeptibilitäts-Genorte, die beim Morbus Crohn beteiligt sind, angestrebt werden, was durch eine systematische Resequenzierung möglich ist.

Die Forschungen sind aus Sicht des Wissenschaftlers bedeutsam, denn Proof-of-Principle-Studien haben bereits gezeigt, dass chronisch entzündliche Darmerkrankungen auch monogen bedingt sein können, wenngleich dies selten der Fall ist. Einige Patienten mit einer solchen monogenetischen Störung konnten allerdings bereits durch eine allogene Stammzelltransplantation geheilt werden.

Die Kieler Arbeitsgruppe verfügt über eine hohe Zahl an DNA-Proben von Familienmitgliedern sogenannter CED-Familien. Diese sollen nun mittels der bereits etablierten Methode der Komplettexomsequenzierung untersucht werden, um weitere Suszeptibilitätsvarianten zu identifizieren.

Quelle: Falk Foundation e.V.


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