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Medizin
16. April 2012

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa – Hoher Aufwand für komplizierte Fälle

Moderne Therapien, die auf Antikörper und Immunsuppression setzen, haben die Situation von Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa deutlich verbessert. „Davon profitieren vor allem Patienten, denen mit herkömmlichen Medikamenten nicht zufriedenstellend geholfen werden kann“, sagt CED-Experte Dr. Bernd Bokemeyer vom Berufsverband niedergelassener Gastroenterologen (bng) und Vorsitzender des Kompetenznetzes CED.
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Die aktuellen Leitlinien der Europäischen Crohn- und Colitis-Organisation (ECCO) und der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen (DGVS) empfehlen, diese Medikamente darüber hinaus bei Patienten mit einem hohen Risiko für einen komplizierten Verlauf ihrer Erkrankung von Anfang an einzusetzen. Dazu bedarf es einer fundierten Einschätzung des Krankheitsverlaufs in jedem Einzelfall und einer entsprechenden individuellen Anpassung der Therapie.

"Die Behandlung von CED-Patienten ist komplex und zeitintensiv. Sie erfordert spezielle Kenntnisse und Erfahrungen des Gastroenterologen", sagt Dr. Bokemeyer. "Für eine optimale Therapie sind zeitaufwändige Gesprächs- und Betreuungsleistungen unverzichtbar. Eine flächendeckende Versorgung scheitert derzeit daran, dass diese Leistungen im gültigen Vergütungssystem nicht vorgesehen sind."

Der bng setzt sich in Zusammenarbeit mit dem Kompetenznetz CED für eine spezielle Betreuungspauschale ein, die dem erforderlichen Zeitaufwand für die spezialisierte Versorgung dieser Patienten gerecht wird. Qualifizierte Gastroenterologen vor Ort, die mit der Betreuung von CED-Patienten vertraut sind, können über die Arztsuche auf der Internet-Seite des bng (www.bng-gastro.de) aufgefunden werden.

Quelle: bng


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