Montag, 5. Dezember 2022
Navigation öffnen
Medizin

Nacken, Schulter & Co.: Noch mehr Krankheitsfälle 2022

Nacken, Schulter & Co.: Noch mehr Krankheitsfälle 2022
© joyfotoliakid – stock.adobe.com
Das Homeoffice scheint keinen so negativen Einfluss auf die Rückengesundheit zu haben wie zunächst angenommen. Denn die Zahl der Krankmeldungen wegen Rückenleiden ist im ersten Halbjahr 2022 weiter gestiegen – trotz Corona-Lockerungen und der damit vielfach verbundenen Rückkehr ins Büro. Wie Daten der KKH Kaufmännische Krankenkasse zeigen, reichten berufstätige KKH-Mitglieder in den ersten 6 Monaten dieses Jahres bundesweit rund 72.000 Atteste wegen Muskel-Skelett-Erkrankungen ein. Das sind 10% mehr als im Vorjahreszeitraum. Die große Mehrheit der Krankmeldungen (42%) gingen aufgrund von Rückenschmerzen ein, etwa im Nacken-, Schulter- oder Lendenbereich. Mit großem Abstand dahinter folgen mit sieben beziehungsweise rund 6% Gelenkbeschwerden und Rheuma.
Insgesamt verursachten KKH-versicherte Arbeitnehmer mit diagnostizierten Muskel-Skelett-Erkrankungen bis Ende Juni dieses Jahres rund 1,5 Millionen Fehltage im Job. Das entspricht einem Fünftel aller Krankentage. Betroffen sind neben Büro- und Sekretariatskräften vor allem Berufstätige im Verkauf, in der Lagerwirtschaft und in der Altenpflege. Die gelben Scheine werden mittlerweile zu gleichen Teilen von Frauen und Männern eingereicht. In den vergangenen Jahren war der Frauenanteil hingegen immer etwas höher.

Ergonomische Arbeitsplätze und Präventionsmaßnahmen helfen

Auch wenn eine erneute Homeoffice-Pflicht ab Oktober politisch vom Tisch ist, werden wegen der erwarteten Krankheitswelle im Herbst und Winter dennoch wieder mehr Menschen von zu Hause aus arbeiten. Das muss aber nicht bedeuten, dass die Zahl der Krankmeldungen wegen Rückenbeschwerden noch weiter steigt. Eine forsa-Umfrage der KKH hat sogar gezeigt, dass sich bei rund einem Viertel der Befragten die Rückenbeschwerden bei der Arbeit am heimischen Schreibtisch verbessert haben. Und da das Homeoffice auch künftig zum Arbeitsalltag gehören wird, rät die KKH Unternehmen, ihr betriebliches Gesundheitsmanagement langfristig den neuen Herausforderungen anzupassen. Dazu zählen nicht nur im Büro, sondern auch zu Hause ein ergonomischer Arbeitsplatz und bedarfsgerechte Präventionsmaßnahmen, etwa aktive Pausen und spezifische Rückenübungen.
 
 

Lesen Sie mehr zu diesem Thema:

Rekordhoch bei Atemwegsinfekten

Erschienen am 21.07.2022Die KKH verzeichnet dreimal so viele Fehltage bei Berufstätigen wegen grippaler Infekte, Schnupfen & Co. als noch 2021.

Erschienen am 21.07.2022Die KKH verzeichnet dreimal so viele Fehltage bei Berufstätigen wegen grippaler Infekte, Schnupfen & Co....

© Piotr Marcinski – stock.adobe.com

Quelle: KKH Kaufmännische Krankenkasse



Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Nacken, Schulter & Co.: Noch mehr Krankheitsfälle 2022"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der MedtriX GmbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.