Freitag, 14. Mai 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Breezhaler
Breezhaler
Medizin
22. April 2021

PCSK9-Inhibitor: LDL-C-Senkung zeigt reduziertes kardiovaskuläres Risiko

„Kardiovaskuläre Hochrisikopatienten, die trotz intensiver oder maximal verträglicher Statintherapie erhöhte Werte atherogener Lipoproteine aufweisen, können von einer Therapie mit dem PCSK9-Inhibitor Alirocumab (Praluent®) profitieren“, so Prof. Dr. Andreas Zeiher, Frankfurt, und ergänzte: „Die Studie ODYSSEY OUTCOMES zeigte, dass bei diesen Patienten unter Alirocumab im Vergleich zu Placebo das Risiko für ein kardiovaskuläres Ereignis signifikant abnimmt (1). Darüber hinaus konnte eine nominal statistische Reduktion der Gesamtmortalität erreicht werden – bei guter Verträglichkeit“ (2).
Anzeige:
Medical Cloud
Medical Cloud
 

Neu: 1 Injektion pro Monat

Prof. Dr. Klaus Parhofer, München, unterstrich: „Die CHOICE-I-Studie hat gezeigt, dass Alirocumab in einer Dosis von 300 mg alle 4 Wochen eine signifikante Senkung des LDL-C-Wertes erreicht (-65,8% unter Alirocumab vs. -0,8% unter Placebo; p< 0,0001)“ (3). Der neue 2-ml-Fertigpen erleichtert den Patienten die Anwendung: Er ermöglicht es, die 300-mg-Dosis Alirocumab mit einer Injektion innerhalb von 20 Sekunden zu injizieren und das nur einmal monatlich (4).

Kardiovaskuläre Outcome-Studie belegt Effektivität von Alirocumab

Die doppelblinde multinationale Studie ODYSSEY OUTCOMES schloss kardiovaskuläre Hochrisikopatienten ein: Sie hatten ein bis zu 12 Monate vor der Randomisierung zurückliegendes akutes Koronarsyndrom (ACS) erlitten und erreichten trotz einer hoch dosierten bzw. maximal tolerierten Therapie mit Atorvastatin oder Rosuvastatin (± anderen lipidsenkenden Therapien) in der Run-in-Phase keine ausreichende Kontrolle ihrer Lipid-Werte. Die Patienten wurden auf Alirocumab alle 2 Wochen oder Placebo randomisiert und im Median über 2,8 Jahre behandelt. Primärer Endpunkt war das Auftreten von KHK-bedingtem Tod oder nicht-tödlichem Myokardinfarkt oder tödlichem bzw. nicht-tödlichem ischämischen Schlaganfall oder instabiler Angina pectoris, die eine Hospitalisierung erforderte (1).
 

Im Rahmen der virtuellen Scientific Sessions der American Heart Association (AHA) vorgestellte Daten aus 2 gepoolten Post-hoc-Analysen der Phase-III-Studien ORION-9, -10 und -11 zeigen, dass die Effekte der im Zulassungsverfahren befindlichen small interfering RNA (siRNA) Inclisiran (KJX839) auf den LDL-Cholesterin(LDL-C)-Spiegel unabhängig von Alter und Geschlecht zu beobachten sind (1, 2). Laut bereits veröffentlichten Daten einer...
Lesen Sie mehr!

 
Die mit der Alirocumab-Therapie einhergehende Senkung des LDL-C-Wertes erzielte  im Vergleich zu Placebo ein um 15% signifikant reduziertes Risiko für das Erreichen des primären kombinierten Endpunktes (relative Risikoreduktion (RRR), HR=0,85; 95%-KI: 0,78–0,93; p < 0,001) (1). Von der Behandlung mit dem PCSK9-Hemmer profitierten Patienten aller Subgruppen – besonders ausgeprägt war der absolute Vorteil unter Alirocumab bei Patienten mit hohen LDL-C-Ausgangswerten (≥ 100 mg/dl (≥ 2,6 mmol/l)), die relative Risikoreduktion betrug 24% (HR=0,76; 95%-KI 0,65–0,87) (1).

Subgruppenanalysen schaffen weitere Evidenz

„Die große Anzahl an Patienten in der ODYSSEY OUTCOMES-Studie lässt zahlreiche valide Subgruppenanalysen zu und verbessert so kontinuierlich das Wissen um die Effektivität von Alirocumab. Als Determinanten für den klinischen Nutzen von Alirocumab haben sich unter anderem eine längere Behandlungsdauer (2) eine Mehr-Gefäßbett-Erkrankung (5), ein Diabetes mellitus (6) und eine vorbestehende koronare Bypass-Operation (7) erwiesen“, erklärte Zeiher.
 
Zeiher hob außerdem die gute Verträglichkeit von Alirocumab hervor. Die Häufigkeit unerwünschter Ereignisse war in der Alirocumab, sowie der Placebogruppe ähnlich – außer: Unter dem PCSK9-Hemmer traten mehr Reaktionen an der Einstichstelle auf als unter Placebo (1).

Quelle: Sanofi

Literatur:

(1) Schwartz GG et al. N Engl J Med 2018;379(22):2097–2107
(2) Steg PG et al. Circulation 2019 Jul 9;140(2):103-112
(3) Roth EM et al. Atherosclerosis 2016; 254:254-262
(4) Frias et. al. Clinical Therapeutics 2019; 42(1):94-107.E5
(5) Jukema JW et al. JACC 2019; 74(9):1167-1176
(6) Ray KK et al. Lancet Diabetes Endocrinol 2019;7:618-628
(7) Goodman SG et al. J Am Coll Cardiol 2019;74:1177-1186


Anzeige:
FIASP
FIASP
 

Das könnte Sie auch interessieren

Neu aus dem ÄZQ: Patientenleitlinie "Kreuzschmerz"

Neu aus dem ÄZQ: Patientenleitlinie "Kreuzschmerz"
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Bettruhe, Bewegung oder Medikamente – welche Behandlung ist bei Beschwerden im Kreuz die richtige? Was Fachleute derzeit empfehlen, lesen Patientinnen und Patienten in der neuen ÄZQ-Patientenleitlinie "Kreuzschmerz". Jeder kennt Kreuzschmerzen. Oft sind sie harmlos und gehen von alleine weg. Die Schmerzen können aber auch länger andauern oder wiederkehren. Das kann belasten und im Alltag einschränken. Gegen die Schmerzen werden viele Behandlungen angeboten: einige helfen, andere nicht.

Ein Gefühl der Kontrolle zurückgewinnen

Ein Gefühl der Kontrolle zurückgewinnen
© fotorince / Fotolia.de

Wohlfühlen im Home-Office: Psychologen der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und der Erasmus-Universität Rotterdam haben sich im letzten Jahr mit der Frage beschäftigt, wie sich das Wohlbefinden beim Arbeiten zuhause – für die meisten zunächst neu und ungewohnt – durch eine aktive Freizeitgestaltung steigern lässt. Eine wichtige Erkenntnis aus der aktuellen Studie: Das Streamen von Serien auf dem heimischen Sofa reicht zum Ausgleich offenbar nicht aus. Je aktiver und herausfordernder die Freizeitgestaltung, umso zufriedener...

Tattoos bergen Risiken – auch fürs Herz

Tattoos bergen Risiken – auch fürs Herz
©Prostock-studio - stock.adobe.com

Mindestens jeder 5. Bundesbürger ist tätowiert, schätzt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Doch auch wenn Tattoos inzwischen alltäglich erscheinen: Harmlos sind die Farbinjektionen nicht. Bei 0,5 bis 6% aller Tätowierten kommt es epidemiologischen Studien zufolge zu einer Infektion – mit mehr oder weniger schweren Folgen. Schwerwiegend können die Auswirkungen für Herzpatienten sein: Werden die Keime in die großen Blutbahnen gespült, können sie auch andere Organe wie das Herz angreifen. „Besonders leicht befallen...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"PCSK9-Inhibitor: LDL-C-Senkung zeigt reduziertes kardiovaskuläres Risiko"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Corona-Regeln werden für Geimpfte und Genesene gelockert
  • Corona-Regeln werden für Geimpfte und Genesene gelockert