Sonntag, 26. Juni 2022
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Medizin

Positive Ergebnisse einer Pilotstudie: Hochdosierte Lactobazillen effektiv beim Reizdarm-Syndrom

Lacteol® mit hochdosierten Lactobazillen in ihrem Kulurmedium hat sich schon lange bewährt, um akute Diarrhöen zu behandeln. Jetzt zeigte eine aktuelle Pilotstudie an 22 Patienten: Das Probiotikum reduziert auch signifikant die Symptomatik bei funktioneller Diarrhö und beim Reizdarmsyndrom. Nach vierwöchiger Behandlung nahmen die tägliche Stuhlfrequenz und der imperative Stuhldrang signifikant ab, und die Stuhlkonsistenz verbesserte sich (Andresen et al., 2012).

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Obstipation, Diarrhö oder ein Wechsel aus beidem charakterisieren das Krankheitsbild funktioneller Darmerkrankungen. Bestehen zusätzlich Bauchschmerzen, sprechen Experten vom Reizdarm-Syndrom. Für beide Erkrankungen lassen sich mit herkömmlichen diagnostischen Methoden keine organischen Ursachen finden. Vielmehr scheinen Störungen der gastrointestinalen Motilität, Sensivität und Sekretion die Ursache zu sein (Buhner et al., 2009).

Bisher nur symptomatische Therapieoptionen

Die Therapie funktioneller Darmerkrankungen war bisher symptomatisch orientiert. Inzwischen setzt sich allerdings die Erkenntnis durch, dass das intestinale Milieu bei diesen Erkrankungen eine wichtige Rolle spielt. Deshalb rücken kausal modulierende, probiotische Therapieansätze zunehmend in den Mittelpunkt des wissenschaftlichen Interesses (Layer, 2011).

In einer prospektiven, offenen Studie nahmen 22 Patienten mit funktioneller Diarrhö – darunter 12 Probanden mit einem Reizdarm-Syndrom –  vier Wochen lang morgens und abends eine Kapsel Lacteol® ein. Das Präparat enthält 10x109 Lactobazillen (delbrueckii und fermentum), die auf der Darm-Mukosa einen Biofilm bilden und die Adhäsion pathogener Keime verhindern. Zusätzlich hat Lacteol® eine antimikrobielle Wirkung gegen klassische Durchfall-Erreger, es stimuliert die IgA-Synthese und die säurebildende Darmflora.

Eine therapiefreie Vorphase von einer Woche (Basiswoche) diente in dieser Studie als Kontrollperiode. Während des gesamten Studienzeitraums wurden Stuhlbeschaffenheit, -frequenz und der subjektive Therapieerfolg im „Bristol Stool Form Scale“ abgefragt.

Im Vergleich zur Basiswoche  konnte bei 43% der Probanden eine Reduktion der Stuhlfrequenz um 25% erzielt werden. Bei 33% der Studienteilnehmer reduzierte sich die Stuhlfrequenz um 30%. Und bereits in der ersten Therapiewoche reduzierte sich im Vergleich zur therapiefreien Vorphase die mittlere Anzahl von Tagen mit imperativem Stuhldrang signifikant.

Fazit der Autoren: „Die Ergebnisse der Studie lassen vermuten, dass hochdosierte Lactobazillen in ihrem Kulturmedium (Lacteol®) die Symptomatik der funktionellen Diarrhö und des Reizdarmsyndroms lindern kann.“

Literaturhinweis:
Andresen V et al; DMW 2012, 137:1792-1796

Quelle: Pohl-Boskamp


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