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Medizin
03. Juli 2020
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RA: Reduktion des Entzündungsgeschehens und positive Effekte auf Komorbiditäten unter IL-6-Rezeptor-Inhibitor Sarilumab

Der spezifische Interleukin-6 (IL-6)-Rezeptor-Inhibitor Sarilumab (Kevzara®) kann bei der Behandlung der rheumatoiden Arthritis (RA) eine rasche und langanhaltende Remission erzielen (1-5). Darüber hinaus wirkt sich die Immuntherapie mit diesem vollhumanen Antikörper günstig auf häufige Begleiterkrankungen bei RA, wie Diabetes und Anämie, sowie auf Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen aus (6-8). Das berichtete Prof. Dr. med. Christof Specker, Direktor der Klinik für Rheumatologie & Klinische Immunologie in den Kliniken Essen-Mitte, bei der Webkonferenz „Die Stärke der IL-6-Rezeptor-Inhibition durch Sarilumab: Chancen für Patienten mit rheumatoider Arthritis und Begleiterkrankungen“ von Sanofi Genzyme, die im Rahmen des diesjährigen EULAR (European League Against Rheumatism)-E-Kongresses stattfand.
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Verbesserung der PROs

Zudem führe die IL-6-Rezeptor-Inhibition mit Sarilumab zu einer Verbesserung verschiedener Patientenparameter (Patient-Reported Outcomes, PROs), darunter Schmerz, Fatigue, Beweglichkeit, Stimmung und Schlaf. Zugelassen ist Sarilumab in der Europäischen Union in Kombination mit Methotrexat (MTX) bei Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer aktiver RA, wenn diese unzureichend auf ein oder mehrere DMARDs angesprochen oder diese nicht vertragen haben (1). Sarilumab kann auch als Monotherapie gegeben werden, wenn MTX nicht vertragen wird oder wenn eine Behandlung mit MTX ungeeignet ist (1).

Ziel: Entzündungsfreiheit

„Das Ziel der RA-Therapie heißt Remission, dies bekräftigen auch die nationalen und internationalen Leitlinien“, betonte Specker, der als Mitherausgeber u.a. an der S2e-Leitlinie „Therapie der rheumatoiden Arthritis mit krankheitsmodifizierenden Medikamenten“ und der S3-Leitlinie „Management der frühen rheumatoiden Arthritis“ beteiligt war. Da die genauen Ursachen der Autoimmunerkrankung nach wie vor nicht vollständig geklärt sind (9), ist eine Heilung der RA bisher nicht möglich. Es gelte daher laut Specker, den Zustand der Entzündungsfreiheit zu erreichen und so das Fortschreiten der Gelenkzerstörung aufzuhalten.

Langanhaltende Remission

Eine zentrale Rolle im Entzündungsgeschehen der RA spielt das proinflammatorische Zytokin IL-6, das sowohl artikuläre als auch systemische Effekte hat (9). „Hier setzt die IL-6-Rezeptor-Inhibition gezielt an. Sie hat eine hohe antiinflammatorische Potenz und zeichnet sich durch ein rasches Ansprechen aus, die Wirkung ist oft bereits nach 1-2 Tagen zu sehen“, erläuterte Specker. Der Rückgang der Entzündung zeige sich unter anderem durch eine Besserung von Schwellung, Schmerzen und Steifigkeit der Gelenke sowie an einer Abnahme von Entzündungsparametern im Blut, wie dem C-reaktiven Protein (CRP). Zudem komme es auch bei betroffenen inneren Organen zu einem Rückgang der Entzündung.

„Patienten, die auf eine IL-6-Rezeptor-Inhibition ansprechen, profitieren in der Regel auch dauerhaft von dieser Therapie“, betonte Specker weiter. Für Sarilumab zeigte sich in den Hauptzulassungsstudien eine rasche Remission der RA (2, 4). Die Langzeitdaten der offenen Verlängerungsstudien bildeten die klinische Praxis laut Specker noch besser ab. Die Auswertung der EXTEND-Studie zeigt, dass die Effektivität von Sarilumab (200 mg s.c. alle 2 Wochen) plus MTX mindestens über 5 Jahre aufrecht erhalten blieb (3).
 
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