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Medizin
03. Juli 2020
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Positive Effekte auf Komorbiditäten und Patientenparameter

Die IL-6-Rezeptor-Inhibition mit Sarilumab, die über den membrangebundenen und löslichen IL-6-Rezeptor eine Vielzahl von Zielzellen erreicht (1, 10), kann sich über die RA hinaus auch positiv auf häufige, mit RA assoziierte Begleiterkrankungen auswirken (6-8). Eine Post-hoc-Analyse der Phase-III-Studien TARGET und MONARCH zeigte für Sarilumab eine Verbesserung des Blutzucker-Langzeitwertes HbA1c sowohl unter der Kombination von Sarilumab mit synthetischem DMARD (csDMARD) gegenüber Placebo plus csDMARD als auch unter der Monotherapie gegenüber Adalimumab (6). „Dieser offenbar substanzspezifische Effekt war sowohl bei Patienten mit Diabetes und auch bei prädiabetischen Patienten zu beobachten“, führte Specker aus.

Senkung des kardiovaskulären Risikos

Positive Effekte zeigte Sarilumab zudem auf den Lipoprotein (Lp)(a)-Spiegel, einen weiteren kardiovaskulären Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall (8, 11). In einer Subanalyse der MONARCH-Studie führte Sarilumab im Vergleich zu Adalimumab zu einer signifikanten Senkung der Lp(a)-Konzentration in den Wochen 12 und 24 (p < 0,0001) (8). Specker berichtete aus dem von Sanofi Genzyme unterstützten Symposium „Extending Your Interdisciplinary Understanding of IL-6R Inhibitors in Rheumatoid Arthritis“, dass die Kardiologin Anne Grete Semb, Oslo, Norwegen, die Bedeutung von IL-6 für kardiovaskuläre Erkrankungen bei RA hervorhob.

Positiver Effekt auf Hb-Spiegel

Auch für Anämie – eine ebenfalls häufig mit RA assoziierte Begleiterkrankung – konnte ein Zusammenhang mit erhöhten IL-6-Spiegeln bei der RA nachgewiesen werden (9). Subanalysen der Zulassungsstudien zeigten für Sarilumab plus csDMARD im Vergleich zu Placebo einen positiven Effekt auf den Hämoglobin (Hb)-Spiegel bei RA-Patienten, führte Ernest Choy, Cardiff, Wales, in seinem Symposiumsvortrag aus. In einer Post-hoc-Analyse der Studie MONARCH resultierte auch die Monotherapie mit Sarilumab (200 mg s.c. alle 2 Wochen) bei RA-Patienten in einer stärkeren Erhöhung der Hb-Spiegel in den Wochen 12 und 24 im Vergleich zu Adalimumab (40 mg s.c. alle 2 Wochen; mittlere Hb-Level bei Baseline jeweils 13,0 g/dL) (7). Während vor dem Behandlungsbeginn bei 25% der Patienten eine Anämie festgestellt wurde, waren es in Woche 24 seit Baseline noch 10,9% im Sarilumab- und 16,2% im Adalimumab-Arm (7).

Rückgang der Fatigue

Hohe IL-6-Spiegel gingen außerdem mit Fatigue und Schmerz einher, wie Laure Gossec, Paris, Frankreich, im Rahmen des Sanofi Genzyme-Symposiums hervorhob. Auf dem EULAR-E-Kongress vorgestellte Daten aus dem deutschen RABBIT-Register zur Beobachtung der Wirksamkeit und Sicherheit von neuen Therapien bei Erwachsenen mit RA zeigen, dass die IL-6-Rezeptor-Inhibition mit einem signifikanten Rückgang der Fatigue einherging. Bei anderen Wirkprinzipien war dieser Effekt weniger stark ausgeprägt (12). „Mit der IL-6-Rezeptor-Inhibition bessern sich Fatigue, Schmerz und weitere Patientenparameter wie Schlaf, Stimmung und Beweglichkeit,“ erklärte Specker. „Und das ermöglicht Patienten wieder die private und soziale Teilhabe an Arbeitsleben, Kultur, Sport und Familie. Der Patient soll seine Krankheit nicht mehr spüren und in vielen Fällen können wir das heute auch erreichen.“
 

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