Sonntag, 26. Juni 2022
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Medizin

S3-Leitlinie empfiehlt PCV13 zur Prävention einer ambulant erworbenen Pneumonie

Nach einer aktualisierten S3-Leitlinie mehrerer Fachgesellschaften wird PCV13 bevorzugt für die Prävention einer ambulant erworbenen Pneumonie empfohlen. Die Empfehlung der Expertengruppen stützt sich dabei maßgeblich auf die hohe Wirksamkeit von PCV13, die in der CAPiTA-Studie unter Beweis gestellt werden konnte.

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Ein Konsortium aus mehreren Fachgesellschaften, dem u.a. die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin und die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie angehören, hat seine aktualisierte S3-Leitlinie zur Behandlung und Prävention der ambulant erworbenen Pneumokokken-Pneumonie (Community Acquired Pneumonia, CAP) bei erwachsenen Patienten veröffentlicht. Erstmalig berücksichtigt die S3-Leitlinie auch Maßnahmen zur Prävention von Pneumonien. So soll PCV13 bevorzugt für die Standardimpfung von Erwachsenen ab 60 Jahren zum Einsatz kommen. Darüber hinaus wird PCV13 für eine Indikationsimpfung bei Risikogruppen wie Personen mit chronischen Erkrankungen oder angeborenen bzw. erworbenen Immundefekten, mit höchster Priorität empfohlen (1).


Die positive Bewertung durch die Experten basiert auf dem Wirksamkeitsnachweis von PCV13 für Personen zwischen 65 und 85 Jahren bei der Prävention von ambulant erworbenen Pneumonien und invasiven Pneumokokken-Infektionen. Demnach wurde in der CAPiTA (Community Acquired Pneumonia Immunization Trial in Adults)-Studie gezeigt, dass Teilnehmer, die mit PCV13 geimpft worden waren, im Vergleich zur Placebogruppe 45,6 % weniger erste Episoden einer Impfstoff-Serotyp-bedingten CAP aufwiesen (p<0,001). Zudem traten in der Verumgruppe 45% weniger erste Episoden einer nicht-bakteriämischen/nicht-invasiven Impfstoff-Serotyp-bedingten CAP (p=0,007) und 75% weniger erste Episoden einer Impfstoff-Serotyp-bedingten IPD (p<0,001) auf (2).

Die CAPiTA-Studie belegt erstmals zweifelsfrei den protektiven Effekt eines Pneumokokken-Impfstoffs für eine Pneumokokken-Pneumonie durch Vakzine-Serotypen. Wie die Experten weiter ausführen, ist nach ihrer Einschätzung die Evidenz für eine Wirksamkeit von PCV13 trotz fehlendem head-to-head Vergleich am höchsten (1).

Die neue Leitlinie, die bis zum 30.12.2020 gültig ist, geht über die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut hinaus, nach der PCV13 zur Prävention einer Pneumokokken-Erkrankung bei gesunden Kindern bis zu einem Alter von 24 Monaten und gefährdeten Kleinkindern bis einschließlich vier Jahren sowie optional bei gefährdeten Personen ab 5 Jahren eingesetzt werden soll (3). Die Kosten für die Impfung mit PCV13 werden von den gesetzlichen Krankenkassen für Risikopatienten jeden Alters sowie für Erwachsene ab 60 Jahren übernommen (4).

Literaturhinweise:
(1) Ewig S et al., S3-Leitlinie Behandlung von erwachsenen Patienten mit ambulant erworbener Pneumonie und Prävention - Update 2016. AWMF. http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/020-020.html (Stand: 03.03.2016).
(2) Bonten MJM et al. Polysaccharide Conjugate Vaccine against Pneumococcal Pneumonia in Adults. N ENGL J MED 372; 12 March 19, 2015: 1114-1125.
(3) Robert Koch-Institut. Epidemiologisches Bull 34/2015.
(4) Schutzimpfungs-Richtlinie Gemeinsamer Bundesausschuss, Stand: 14. Februar 2015 https://www.g-ba.de/informationen/richtlinien/60/.

Quelle: Pfizer


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