Montag, 8. August 2022
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Medizin

STADA Health Report 2021: Auswirkungen der COVID-19-Pandemie

Sabrina Kempe

STADA Health Report 2021: Auswirkungen der COVID-19-Pandemie
©Photocreo Bednarek - stock.adobe.com
Im STADA Health Report 2021 wurde analysiert, was Europäer in der COVID-19-Pandemie über wichtige Gesundheitsthemen denken und wie sie damit umgehen (1). Ein besorgniserregendes Ergebnis: Jeder zweite Deutsche kennt Burnout-Gefühle.

STADA Health Report 2021 – wieder international

Zunächst war der STADA Health Report 2014 nur als deutsche Studie konzipiert, nun wurde er zum dritten Mal in Folge international durchgeführt. Kantar befragte im März und April 2021 – also circa ein Jahr nach dem ersten Lockdown aufgrund der COVID-19-Pandemie – 30.013 Erwachsene mittels Online-Interviews aus 12 EU-Ländern sowie aus Russland, Serbien und der Ukraine. Das seien circa 2.000 Personen pro Land gewesen, erläuterte Eric Matthews von Kantar.

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© DragonImages - stock.adobe.com
Der Fragebogen umfasste über 30 Fragen in 8 Kategorien:
 
  • Volkssport Gesundheit,
  • Health Influencers,
  • Gesundheitssystem,
  • Gesundheitsvorsorge,
  • Medikamente,
  • chronische Krankheiten,
  • Digital Health und mentale Gesundheit.
In der Umfrage zeigte sich laut Peter Goldschmidt, Vorstandsvorsitzender von STADA, dass 7 von 10 Befragten Probleme hatten, ihre mentale Gesundheit in Pandemiezeiten zu erhalten. Er war überrascht von der hohen Zahl von Menschen, die bereits an Burnout litten oder kurz davorstanden: Der Durchschnitt lag bei 54%, die höchsten Werte wurden vor allem in Zentral- und Osteuropa, Russland und Serbien festgestellt, in Deutschland war es jeder Zweite (51%). Zusätzlich gaben 29% der Befragten an, durch die Pandemie ängstlicher geworden zu sein, in Deutschland betraf das jeden Fünften (19%). Insgesamt 15% der Befragten haben darüber hinaus Schlafprobleme bekommen. Die psychischen Auswirkungen spürten Frauen intensiver als Männer und Jüngere häufiger als ältere Menschen. Die größte Angst im Vergleich zur restlichen Bevölkerung ertrugen aber Patienten mit chronischen Erkrankungen, wie Matthews darstellte. Noch mehr als die Angst vor einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 (42%) belastete die Menschen über alle Länder hinweg allerdings die Isolation von Familien und Freunden (52%).

45% bemühen sich um gesunde Ernährung

Motivierend fand Goldschmidt hingegen die Ergebnisse, dass 29% der Befragten im Durchschnitt mehr Nahrungsergänzungsmittel und Vitaminprodukte zu sich nahmen, sich 45% um eine gesunde Ernährung bemühten und 18–34-Jährige mehr in ihre Gesundheit investierten, indem 26% online mehr Gesundheitsprodukte erwarben, 29% sich Fitness-Apps herunterluden oder an einem Online-Kurs teilgenommen hatten. Doch nicht alle Bevölkerungsgruppen waren so sportlich in der Pandemie: Nach Darstellung von Matthews trainierten Rentner, behinderte Menschen, Studenten, Schüler und Raucher weniger über das letzte Jahr – und Deutsche sowie Österreicher fanden seltener Zeit für Sport als z.B. Italiener.

Direkter Arztkontakt wichtig

Nicht erwartet hätte Matthews die Entwicklung beim Thema Fernbehandlung: Nach einem Jahr Pandemie würden weniger Deutsche die Sprechstunde per Webcam in Betracht ziehen als noch 2020. Damals waren 63% offen dafür, nun waren es nur noch 56%. Insgesamt nahm der Wert über alle Länder hinweg um 13% ab. Ärzte sind aber weiterhin für 73% der Deutschen die erste Anlaufstelle in Gesundheitsfragen, danach folgen Apotheker mit 63%. Nur 55% vertrauen Wissenschaftlern, und 18% den Pharmaunternehmen. Dafür bezieht jeder dritte Deutsche (31%) vertrauensvoll seine Informationen aus Gesundheitsmedien, aber nur jeder Zehnte glaubt, was Politiker über Gesundheit verlauten lassen.   

Quelle: Virtuelle Pressekonferenz „STADA Health Report 2021“, 17.06.2021; Veranstalter: STADA

Literatur:

(1) stada.com/stada-health-report-2021.



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