Dienstag, 28. Juni 2022
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Medizin

Therapie mit SGLT2-Inhibitoren: Mehr als nur Zuckerkontrolle

Leoni Burggraf

Therapie mit SGLT2-Inhibitoren: Mehr als nur Zuckerkontrolle
©Robert Kneschke / Fotolia.de
Das Hauptziel der Therapie eines Typ-2-Diabetes ist die Verhinderung makro- und mikrovaskulärer Ereignisse. Inzwischen konnte die Pathogenese der Erkrankung weitgehend entschlüsselt werden, sodass die Auswirkungen auch auf Gefäße, Herz und Nieren deutlich wurden. Moderne Behandlungsregime, z.B. mit dem SGLT2-Inhibitor Empagliflozin, können neben einer Blutzuckersenkung daher auch das kardiovaskuläre Mortalitätsrisiko senken.
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Die Glukoselast des Typ-2-Diabetes setzt sich aus chronischer Hyperglykämie, Betazellfehlfunktion und Insulinresistenz zusammen. Mikro- und makrovaskuläre Ereignisse wie Myokardinfarkt oder periphere Gefäßkrankheit gilt es als Folge erhöhter Blutzuckerspiegel zu vermeiden. In der Regel geschieht dies durch Beeinflussung der Insulinausschüttung bzw. der Insulinwirkung. Nicht so hingegen bei SGLT2-Inhibitoren (z.B. Jardiance®). Sie senken die Glukoselast unabhängig von Betazellfunktion und Insulinresistenz durch direkte Ausscheidung der Glukose, wie Professor Dr. med. Mathias Blüher, Leipzig, aufzeigte. Als Folge kann es dann zu einer Verbesserung der Insulinsensitivität und Betazellfunktion kommen.

Senkung kardiovaskulärer Risiken

Darüber hinaus zeigen Studien bereits früh einen günstigen Effekt auf kardiovaskuläre Risikofaktoren. Zu denen zählen neben Alter, Geschlecht, Diabetesdauer und Lifestyle auch Hypertonie, Adipositas und Albuminurie. Untersuchungen belegen, dass durch die Gabe von Empagliflozin neben dem HbA1c-Wert sowohl der Blutdruck als auch das Körpergewicht effektiv gesenkt werden. Auch Professor Dr. med. Jochen Seufert, Freiburg, bestätigt, dass die neueren Antidiabetika mehr können, als „nur“ den Blutzucker zu senken. Allerdings gelingt es nur wenigen, mikro- und makrovaskuläre Therapieziele gleichzeitig zu adressieren. SGLT2-Inhibitoren verfügen über zahlreiche Mechanismen, darunter auch klassische atherosklerotische Pathways, um günstige kardio-renal-metabolische Effekte zu erreichen. Darunter die Reduktion von MACE, kardiovaskulärem Tod, HHF, schwerer Nierenerkrankung und Albuminurie.

Moderne Antidiabetika verhindern Dialysen

Diese Vorteile spiegeln sich auch in den Empfehlungen der neuen Leitlinien, die die Reduktion des CV-Risikos durch die modernen Antidiabetika in den Vordergrund stellen. PD Dr. med. Elmar Jäckel, Hannover, brachte das moderne Behandlungsmanagement auf den Punkt: Eine moderne Diabetestherapie verhindert Dialysen und verlängert Leben. Dafür sollte ein frühes Screening nach Herz- und Nierenerkrankungen angestrebt werden. Viele Typ-2-Diabetiker haben kardiovaskuläre Erkrankungen und nahezu alle weisen mehrere Risikofaktoren auf. Daher sollte früh mit einem modernen Antidiabetikum wie einem SGLT2-Inhibitor kombiniert werden – unabhängig vom HbA1c-Wert.

Quelle: DDG Allianz-Symposium „Herausforderung Diabetestherapie – zwischen Glukosesenkung und Prognoseverbesserung“, 12.05.2021; Veranstalter: Lilly und Boehringer Ingelheim


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