Donnerstag, 30. Juni 2022
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Medizin

Topisches Pritelivir zur Behandlung gegen Herpes-simplex-Viren

Heute startete ein neues klinisches Programms mit einer topischen (lokalen) Formulierung von Pritelivir, einem niedermolekularen Helikase-Primase-Inhibitor mit Aktivität gegenüber Herpes-simplex-Viren Typ 1 (HSV-1) und Typ 2 (HSV-2) bekannt. In einer in den USA laufenden Phase-1-Studie wurden 46 Probanden eingeschlossen, die über 21 Tage mit topisch angewendetem Pritelivir behandelt werden.

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Das Design der Studie ist darauf ausgelegt, die Verträglichkeit von lokal angewendetem Pritelivir auf intakter menschlicher Haut bei gesunden Probanden zu untersuchen. Topisches Pritelivir wird dazu mit Hilfe eines Pflasters auf die Haut der Studienteilnehmer aufgebracht. Jeder Teilnehmer erhält zusätzlich drei Kontrollpflaster: die Trägersalbe ohne Wirkstoff, eine positive Kontrolle, d.h. eine Substanz, die leicht reizend ist, und eine negative Kontrolle, die in keiner Weise reizend sein sollte. Der primäre Endpunkt der Studie ist Sicherheit und Verträglichkeit, die auch über eine dermatologische Auswertung ermittelt wird.

Als Wirkstoff einer neuen chemischen Klasse (Thiazolylamide) ist Pritelivir aktiv gegen beide Typen von Herpes-simplex-Viren, die entweder Genital- oder Lippenherpes auslösen. Pritelivir ist auch wirksam gegen Viren, die gegen die handelsüblichen Medikamente resistent geworden sind. Pritelivir verfügt über einen Wirkmechanismus, der sich von anderen antiviralen Wirkstoffen, die zurzeit für die Behandlung von HSV-Infektionen angewendet werden (das Nukleosid-Analogon Acyclovir und dessen Prodrug Valacyclovir sowie Famciclovir, das Prodrug von Penciclovir), unterscheidet. Während Nukleosid-Analoga die fortlaufende Verlängerung des DNA-Strangs durch die Inaktivierung der viralen DNA-Polymerase stoppen, verhindert Pritelivir durch die Blockierung des Helikase-Primase-Komplexes die de-novo-Synthese viraler DNA. Darüber hinaus muss Pritelivir nicht erst in der HSV-infizierten Zelle durch eine virale Thymidinkinase aktiviert werden und schützt damit auch nicht-infizierte Zellen.

Derzeit betreibt das Unternehmen zwei klinische Entwicklungsprogramme mit Pritelivir. Das am weitesten fortgeschrittene Programm Pritelivir (oral) zeigte Überlegenheit im Vergleich zur Standardbehandlung mit Valacyclovir in einer klinischen Phase-2-Studie. Pritelivir (topisch), das für die Behandlung von rezidivierendem Herpes labialis (Lippenherpes) entwickelt wurde (vor allem HSV-1), ist gerade in die Phase-1 der klinischen Entwicklung eingetreten.

Quelle: AiCuris Anti-infective Cures


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