Mittwoch, 5. Oktober 2022
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Medizin

Verordnungshäufigkeit von Psychostimulanzien bei jungen ADHS-Patienten gesunken

Psychostimulanzien bei Kindern und Jugendlichen mit der Diagnose Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) werden immer seltener verordnet. Zwischen 2009 und 2016 ging die Verordnungshäufigkeit von knapp 50 auf 44% zurück. Gleichzeitig ist die Bedeutung von Fachärzten aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie bei der Verordnung von Methylphenidat, dem am häufigsten verschriebenen Medikament dieser Gruppe, deutlich gewachsen. 2009 hatten diese lediglich einen Verordnungsanteil von 28%, 2016 waren es bereits 41%. Das entspricht einem Zuwachs von 46%. Die Bedeutung der anderen Arztgruppen bei dieser Medikation ging im Untersuchungszeitraum entsprechend zurück. Dies sind die Kernergebnisse einer Studie, die das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi) im Rahmen seiner Forschungsreihe „Versorgungsatlas“ veröffentlicht hat.

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