Samstag, 31. Juli 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Breezhaler
Breezhaler
Medizin
08. April 2021
Welt-Parkinson-Tag%3A+Neues+Portal+unterst%C3%BCtzt+Patienten+und+Angeh%C3%B6rige
© Alessandro Grandini - stock.adobe.com

Welt-Parkinson-Tag: Neues Portal unterstützt Patienten und Angehörige

Am 11. April ist Welt-Parkinson-Tag. Er soll ein tieferes Verständnis für die Lebenssituation von Betroffenen und ihren Angehörigen schaffen, um die Versorgung von Menschen mit Parkinson weiter zu verbessern. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die rechtzeitige Anpassung der Behandlung im Verlauf der fortschreitenden Erkrankung. Zu verstehen, wann Parkinson als fortgeschritten eingestuft und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden sollten, ist dabei ausschlaggebend. Das Portal Parkinson-Check.de hilft Patienten bei der Einordnung und Vorbereitung auf das Arztgespräch.
Anzeige:
OFEV
OFEV
Morbus Parkinson ist eine fortschreitende Erkrankung, die nicht geheilt werden kann. Bei der Erkrankung sterben im Gehirn nach und nach Nervenzellen ab, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Er ist unter anderem für die Kontrolle der Bewegungen zuständig. Die Symptome kann man anfangs relativ gut in Schach halten, wenn man über den Tag verteilt bestimmte Tabletten einnimmt. Aber je weiter Morbus Parkinson voranschreitet, desto weniger greift die medikamentöse Behandlung und es kommt zu Wirkschwankungen. Die so genannte ‚Honeymoon‘-Phase, in der die Symptome gut behandelbar sind, ist also vorbei. Umso wichtiger ist es für Patienten, Angehörige und Ärzte, diesen Zeitpunkt rechtzeitig zu erkennen und gegebenenfalls frühzeitig auf nicht orale Folgetherapien umzusteigen, um die Lebensqualität der Betroffenen bestmöglich zu erhalten.
 

Viele Patienten im fortgeschrittenen Stadium nicht adäquat versorgt

Weltweit leben mehr als 10 Millionen Menschen mit Parkinson (1), darunter rund 220.000 diagnostizierte Menschen in Deutschland (2). Etwa 10% aller Parkinson-Patienten befinden sich im fortgeschrittenen Stadium und der Großteil kommt dabei für eine nicht orale Folgetherapie in Frage. Allerdings ist weniger als die Hälfte dieser Patienten adäquat versorgt. Um die Versorgungssituation bei Patienten und ihren Angehörigen nachhaltig zu verbessern, ist es daher wichtig, dass das Stadium, wann Tabletten nicht mehr ausreichen, rechtzeitig erkannt wird.
 

Parkinson-Check.de unterstützt Patienten

Damit Patienten ihr Erkrankungsstadium besser verstehen, hat AbbVie das Portal Parkinson-Check.de (www.parkinson-check.de) ins Leben gerufen. Menschen mit Parkinson und ihre Angehörigen erhalten auf der Website Hintergrundinformationen und können sich anhand von Videos, welche die Symptome des fortgeschrittenen Stadiums darstellen, ein Bild davon machen, wie ihre Beschwerden einzuordnen sind. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, einen Online-Fragebogen auszufüllen und auszudrucken. Dieser soll als Orientierung für das Arztgespräch dienen.
 

Kriterienkatalog

Die Fragen basieren auf einem Kriterienkatalog, den ein Expertengremium im Rahmen eines Delphi-Panels (3) zur Definition des fortgeschrittenen Parkinson entwickelt hat. Auch Behandler können auf dem Portal aktiv werden und sich als Unterstützer eintragen lassen, so dass Menschen mit Parkinson und ihre Angehörigen recherchieren können, wo sie fachliche Unterstützung zum Thema bekommen.
 

Mehr Infos für Menschen mit Parkinson

Zusätzlich zu Parkinson-Check.de bietet AbbVie auf der Homepage von AbbVie Care und mit dem Parkinson-Magazin PARKOUR Patienten, Angehörigen und Interessierten ein Angebot an Informationen, News und Tipps rund um die Erkrankung. Das Heft gibt es digital und gedruckt. Informationen zu Parkinson erhalten Patienten außerdem bei verschiedenen Selbsthilfeorganisationen.

Hier können Sie außerdem lesen, wie AbbVie mit dem validierten Screening-Tool Manage PD Neurologen bei der Therapieentscheidung für Parkinson-Patienten unterstützt.
 

Welt-Parkinson-Tag: Im Zeichen der Tulpe

Erstmals beschrieb Dr. James Parkinson vor über 200 Jahren die Krankheit. Im Verlauf sterben bei den Patienten Dopamin-produzierende Nervenzellen ab. Der Botenstoff steuert maßgeblich unter anderem die Bewegung. Nach wie vor gibt es keine Heilung, die Therapie zielt in erster Linie darauf ab, Krankheitszeichen und Begleiterscheinungen zu lindern. Seit 1997 findet der Welt-Parkinson-Tag an seinem Geburtstag, dem 11. April, statt. Ein niederländischer Gärtner, der selbst Parkinson-Patient war, widmete Dr. James Parkinson in den 1980er Jahren eine eigene Tulpen-Züchtung. Später wurde die rote Tulpe dann zum offiziellen Symbol der Erkrankung. Die Idee dahinter: Durch das Tragen einer roten Tulpe bekommt die Erkrankung Aufmerksamkeit – so kann jeder ein Zeichen der Unterstützung für Menschen mit Parkinson und ihre Angehörigen setzen.

Quelle: AbbVie

Literatur:

(1) Parkinson’s Foundation. https://www.parkinson.org/Understanding-Parkinsons/Statistics#:~:text=More%20than%2010%20million%20people Letzter Zugriff: 01.04.2021
(2) Gustavsson et al. (2011): Cost of disorders of the brain in Europe 2010, European Neuropsychopharmacology (2011) 21, 718–779
(3) Antonini A et al. Developing consensus among movement disorder specialists on clinical indicators for identification and management of advanced Parkinson's disease: a multi-country Delphi-panel approach. Curr Med Res Opin. 2018;34(12):2063-73. https://doi.org/10.1080/03007995.2018.1502165 Letzter Zugriff: 01.04.2021


Anzeige:
Trelegy
Trelegy

Das könnte Sie auch interessieren

Opioid-Abhängigkeit: Notstand in USA ausgerufen

Opioid-Abhängigkeit: Notstand in USA ausgerufen
© Eisenhans / Fotolia.com

Nachdem der amerikanische Präsident Donald Trump aufgrund der massiven Zunahme an Drogentoten den nationalen Notstand bezüglich Opioiden erklärt hat, gibt die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) Entwarnung: In Deutschland sei aktuell kein Gesundheitsnotstand aufgrund von Opioid-Abhängigkeit zu befürchten. Die gesetzlichen Regelungen sowie die vorhandenen Leitlinien zum Einsatz von Opioiden verhinderten in den meisten Fällen die Entwicklung einer Abhängigkeit.

Blasenentzündung: Erstmal ohne Antibiotikum behandeln

Blasenentzündung: Erstmal ohne Antibiotikum behandeln
© absolutimages - stock.adobe.com

Blasenentzündungen sind kein Phänomen der kalten Jahreszeit, auch in den Sommermonaten tritt die Infektion häufig auf. Denn wenn nasse Badekleidung nicht rasch genug ausgezogen oder die abendliche Kühle unterschätzt wird, macht man es Bakterien unfreiwillig leicht. Harnwegsinfektionen werden oft sofort mit einem Antibiotikum behandelt. Noch immer zu wenig bekannt ist: Antibiotika sind bei diesem Krankheitsbild in vielen Fällen unnötig. Ihr unkritischer Einsatz trägt zudem zur Entstehung von Antibiotikaresistenzen bei. Darauf weist die Deutsche...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Welt-Parkinson-Tag: Neues Portal unterstützt Patienten und Angehörige"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • CHMP empfiehlt SARS-CoV-2-Impfstoff von Moderna für Jugendliche von 12-17 Jahren (Quelle: PEI, 23.7.2021)
  • CHMP empfiehlt SARS-CoV-2-Impfstoff von Moderna für Jugendliche von 12-17 Jahren (Quelle: PEI, 23.7.2021)