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Medizin

Beiträge zum Thema: Infektionskrankheiten

März 2017

Tuberkulose und Antibiotikaresistenzen schnell nachweisen

Zunehmende Antibiotikaresistenzen erfordern diagnostische Testsysteme, die schnelle und ausführliche Informationen liefern. Der neue PCR-basierte Test FluoroType MTBDR weist Tuberkulose-(TB-)Erreger samt wichtigen Antibiotikaresistenzen innerhalb von drei Stunden nach. Die zu Grunde liegende Technologie wurde von einer Forschungsgruppe der Brandeis University in den USA erfunden und von Hain Lifescience zu einem In-vitro-Diagnostikprodukt weiterentwickelt.

Mit Gendaten sagen Bioinformatiker Antibiotikaresistenzen vorher

Mit Gendaten sagen Bioinformatiker Antibiotikaresistenzen vorher

Jedes Jahr sterben in der Europäischen Union etwa 25.000 Menschen an antibiotikaresistenten und damit schwer behandelbaren Bakterien. Zwar existieren Diagnoseverfahren, um solche Resistenzen vorab zu erkennen, jedoch sind diese zeitaufwendig. Forscher arbeiten daher mit dem Diagnostikentwickler Curetis zusammen, um die gefährlichen Resistenzen schneller aufzudecken. Ihre Geheimwaffe: Eine umfassende Gendatenbank und leistungsfähige Algorithmen. Ihre heutigen Schnelltests und ihren Ausblick auf die Zukunft präsentieren sie vom  20.-24.03.17 auf der Computermesse...

Februar 2017

Nährstoffaufnahme beeinflusst postprandiale Immunantwort

Dass es beim Typ-2-Diabetes zu einer chronischen Entzündung mit negativen Auswirkungen kommt, ist bekannt. In mehreren klinischen Studien wird daher als Diabetestherapie die Überproduktion von Interleukin-1beta (IL-1beta) gehemmt. Dieser Botenstoff löst bei Diabetespatienten eine chronische Entzündung aus und lässt die Insulin-produzierenden Betazellen absterben. Dieselbe Entzündung hat aber auch positive Aspekte, wie Forschende von der Abteilung Biomedizin Universität und Universitätsspital Basel berichten: Wenn die Entzündungsreaktion...

Viren sichern ihren Lebenszyklus trotz begrenzter Mittel effektiv

Virologen haben bei den Flaviviridae einen molekularen Schalter identifiziert, der die Vervielfältigung der Viren steuert. Pestiviren wie z.B. das Virus der klassischen Schweinepest sind wirtschaftlich hoch relevante Tierseuchenerreger. Zu den Flaviviridae gehören außerdem humanpathogene Viren wie das Hepatitis-C-Virus sowie das Dengue-, das Zika- und Gelbfieber-Virus (flavus= gelb). Im Lebenszyklus dieser Viren sind während der Assemblierung der infektiösen Viruspartikel neben den Strukturproteinen auch die Nichtstrukturproteine (NS) sowie verschiedene...

Malaria-Impfstoff zeigt Impfschutz von bis zu 100%

Malaria-Impfstoff zeigt Impfschutz von bis zu 100%
© Universität Tübingen

In einer klinischen Studie mit einem neuen Impfstoff gegen Malaria haben Wissenschaftler des Universitätsklinikums und der Universität Tübingen einen Impfschutz von bis zu 100% erreicht. Wie Prof. Peter Kremsner und Dr. Benjamin Mordmüller vom Tübinger Institut für Tropenmedizin und dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) berichteten, wurden für die Impfung Malaria-Parasiten eingesetzt. Der Impfstoff basiert auf vollständig lebensfähigen, nicht abgeschwächten Malaria-Erregern, die gleichzeitig mit einem Malaria-Medikament...

Hepatologie: Fortschritte in der Diagnostik und Therapie

In einigen Bereichen der Hepatologie wie etwa der Behandlung der Hepatitis C hat es in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte gegeben. Doch auch auf anderen Feldern tritt die Hepatologie derzeit wohl in eine neue Ära ein. Bei verschiedenen hepatologischen Krankheitsbildern sind weitere relevante Neuerungen in Diagnostik und Therapie offenbar in greifbare Nähe gerückt. Bei welchen Erkrankungen sich Fortschritte abzeichnen, wie relevant diese sind und wo es noch offene Fragen gibt, diskutierten internationale Experten bei einem Workshop.

Rolle des Enzyms MPO bei der Immunabwehr

Rolle des Enzyms MPO bei der Immunabwehr
© Universität Basel, Biozentrum

Forschern der Universität Basel ist es gelungen, die Rolle des Enzyms MPO zu klären. Das Enzym, das dem Eiter eine grünliche Farbe gibt, stellt im Kampf gegen Infektionen eine äußerst aggressive Säure her, mit der es Krankheitserreger abtöten kann, ohne das umgebende Gewebe zu schädigen. Die Ergebnisse der Studie, die jetzt in "Nature Microbiology" veröffentlicht sind, geben Ansatzpunkte für Therapien zur Stärkung der Immunabwehr.

Januar 2017

Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts
© HZI/Manfred Rohde

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia pseudotuberculosis durchgeführt. Wissenschaftler haben jetzt erstmals eine Transkriptomstudie des Erregers im infizierten Lymphknotengewebe von Säugern durchgeführt. Das Ergebnis: Yersinien nutzen verschiedene Strategien, um ihren Wirt effektiv zu infizieren. Dazu passen sie zum Beispiel ihren Stoffwechsel schnell an, konkurrieren um essenzielle Metallionen oder injizieren Gifte, die die Wirtszellen schädigen. Der infizierte...

Neue Arteriosklerose-Theorie: Ein Infarkt der Arterienwand führt zu Ablagerungen

Neue Arteriosklerose-Theorie: Ein Infarkt der Arterienwand führt zu Ablagerungen
©Alexandr Mitiuc / Fotolia.com

Die seit Jahrzehnten vertretene Lehrmeinung geht von einer „Verkalkung" der Arterien, zum Beispiel der Herzkranzgefäße aus, nachdem sich Fette aus dem Blut an der Innenwand der Blutgefäße angelagert haben. Als Reaktion des Immunsystems, so die bisherige Auffassung, bilden sich dort Plaques, die mit der Zeit das Gefäß verstopfen können, mit Herzinfarkt und Schlaganfall als den häufigsten Folgen. Der Herzchirurg Prof. Dr. Axel Haverich vertritt jedoch eine ganz andere Theorie: Die Fettablagerungen kommen nicht aus dem Blut, sondern sind...

November 2016

Masern: in der Schwangerschaft und bei Säuglingen besonders gefährlich

Masern: in der Schwangerschaft und bei Säuglingen besonders gefährlich
©Dr_Kateryna / Fotolia.com

Vor wenigen Tagen ist in Hessen ein sechsjähriges Mädchen an den Spätfolgen einer Maserninfektion gestorben. Ihre Mutter war nicht geimpft und hatte deshalb während der Schwangerschaft keine schützenden Antikörper an ihr Kind weitergeben können. Das Baby war noch vor seiner ersten eigenen Impfung durch ein infiziertes Kind angesteckt worden. Es gesundete nach der Erkrankung zunächst scheinbar. Nach vier Jahren jedoch erkrankte das Mädchen an einer schweren Virusentzündung des gesamten Gehirns, die letztlich zum Tod führte.

Clostridium difficile-Infektionen: „Schnelle und schweregradgerechte Behandlung verhindert Rezidive und Todesfälle“

„Bei Patienten mit Clostridium difficile-Infektionen (CDI) kommt es vor allem auf eine schnelle und schweregradgerechte Behandlung an. So lassen sich Rezidive und Todesfälle verhindern“, sagte Prof. Dr. Martin Storr, Gastroenterologe am Internistenzentrum / MVZ Gauting-Starnberg. Fidaxomicin (DificlirTM) hat in Studien bewiesen, dass es Rezidive signifikant häufiger verhindert als Vancomycin und so die anhaltende Heilungsrate erhöht (1,2).

Computergestützte Simulation: Zusammenhang zwischen Interferon gamma-Spiegel und Anfälligkeit für bakterielle Zweitinfektion bei Grippe

Computergestützte Simulation: Zusammenhang zwischen Interferon gamma-Spiegel und Anfälligkeit für bakterielle Zweitinfektion bei Grippe
©HZI/M. Rohde

Bei einer Influenza-Infektion ist der Körper besonders anfällig für andere Krankheitserreger. Bakterien wie Streptococcus pneumoniae, Auslöser der Lungenentzündung, haben dann mit dem Immunsystem leichtes Spiel und breiten sich besonders stark aus, was mitunter sogar zum Tod führen kann. Allerdings sind die Gründe für die rasante Vermehrung der Bakterien bei einer Doppelinfektion mit Grippeviren bislang nicht genau bekannt. Nun haben Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig und der...

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