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Medizin

Beiträge zum Thema: Leitlinien

April 2017

Blutdruck-Untergrenze etablieren? Auch zu niedriger Blutdruck kann Herzrisiko erhöhen

Blutdruck-Untergrenze etablieren? Auch zu niedriger Blutdruck kann Herzrisiko erhöhen
©Romolo Tavani / Fotolia.com

Ein möglichst niedriger Blutdruckwert ist bei Patienten mit hohem Herz-Kreislauf-Risiko nicht unbedingt das optimale Behandlungsziel. Sinkt der Blutdruck unter einen bestimmten Wert, steigt das Herz-Kreislauf-Risiko wieder an, zeigt eine neue Studie. Auch in der Bluthochdrucktherapie sei deshalb ein individualisierter Ansatz wünschenswert, sagten Herz-Spezialisten auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim.

Frauen überleben schwere Herzinfarkte seltener als Männer

Die Sterblichkeit nach Herzinfarkten geht zwar kontinuierlich zurück, bei Frauen allerdings deutlich langsamer als bei Männern. Während Infarkte bei Männern zu 20% tödlich enden, trifft das bei Frauen in rund 28% der Fälle zu. Über die Gründe für diese Unterschiede konnte bislang nur spekuliert werden. Nun zeigt eine neue Studie: In der Primärversorgung schneiden Frauen gleich gut ab – danach erleiden sie aber öfter schwere und tödliche Komplikationen.

Alirocumab bei kardiovaskulären Hochrisikopatienten: ein Update

Hochrisikopatienten benötigen eine rasche und anhaltende leitliniengerechte LDL-C-Senkung und profitieren von einer PCSK9-Inhibition mit Alirocumab (Praluent®) . Darauf deutet auch eine aktuelle Post-Hoc-Analyse der ODYSSEY LONG TERM Studie hin. Die Analyse zeigte, dass Alirocumab das Risiko der Patienten, ein kardiovaskuläres Ereignis zu erleiden, signifikant verringerte (1). Das Gesamtrisiko für solche Ereignisse reduzierte sich jeweils um 26,5% (p=0,0109) mit jeder Senkung des LDL-C-Levels um 38,6 mg/dl (~1,0 mmol/l) (1).

Initative "Choosing wisely": Chirurgen setzen auf Leitlinien

Die Ärzteinitiative „Klug entscheiden“ erarbeitet derzeit Empfehlungen gegen Über- oder Unterversorgung in der Medizin. Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) engagiert sich schon seit vielen Jahren dafür, überflüssige Untersuchungs- und Behandlungsverfahren konsequent zu vermeiden. Die Entscheidungen für oder gegen eine Operation werden grundsätzlich nach ausführlichen Gesprächen mit dem Patienten und gemeinsamem Abwägen getroffen. Daher halten sich die Chirurgen zunächst mit Empfehlungen im Rahmen der...

März 2017

Schmerzmedizin: Praxis und Theorie der Versorgung

„Wir brauchen mehr Verständnis für die Komplexität des Fachgebietes Schmerzmedizin“, erklärte Dr. Gerhard Müller-Schwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) e.V. bei der gestrigen Auftakt-Pressekonferenz des 28. Deutschen Schmerz- und Palliativtages, der vom 23.-25. März  in Frankfurt stattfindet. „Nur wenn wir es schaffen, Ärzte davon zu überzeugen, die Schmerzmedizin als Querschnittsfach zu betrachten und so die Schmerzkompetenz auszubauen, können wir den zahlreichen chronisch...

COPD: Revision der GOLD-Leitlinien

Die Empfehlungen der Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD) zur Behandlung von Patienten mit COPD wurden umfassend überarbeitet. Eine Neuerung der Revision 2017 ist die verfeinerte Einteilung der Patienten in die GOLD-Gruppen (A-D) anhand von Exazerbationsrisiko und Symptomlast sowie die Therapieeskalation innerhalb der Gruppen. „Insgesamt werde die Rolle der dualen Bronchodilatation gestärkt“, erklärte Prof. Claus Vogelmeier, Universitätsklinikum Gießen und Marburg auf einer Veranstaltung von Berlin-Chemie.

Reflux: Add-On-Therapie mit Alginat

Im Management der Gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD) gibt es eine Therapielücke durch unzureichende Symptomkontrolle mit Protonenpumpeninhibitoren (PPI). Darauf wiesen führende Gastroenterologen und Allgemeinmediziner aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bei einem Expertentreffen in Frankfurt am Main hin. In Anlehnung an die bestehende Leitlinie zu GERD und aufgrund aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse kamen die Experten überein, dass bei PPI-refraktären Patienten weitere Therapiemöglichkeiten, z.B. der Einsatz eines Alginats, in...

Februar 2017

Neue Version der Patientenleitlinie Chronische Koronare Herzkrankheit

Bei etwa 7 von 100 Frauen und etwa 10 von 100 Männern in Deutschland wird im Laufe des Lebens eine Koronare Herzkrankheit (KHK) bekannt. Heilen kann man sie nicht, doch mit einer guten Behandlung können Betroffene eine ähnliche Lebensqualität haben wie Gesunde. Die Behandlung verfolgt zwei Ziele: Beschwerden lindern und gefährlichen Folgen wie Herzinfarkt vorbeugen. Nach der kontinuierlichen Aktualisierung der Nationalen VersorgungsLeitlinie (NVL) Chronische KHK ist jetzt auch die dazugehörige Patientenleitlinie überarbeitet worden.

Alpha-1-Antitrypsinmangel: Substitution von A1-AT verringert Rückgang der Lungendichte

Bei schwerem Alpha-1-Antitrypsin (A1-AT)-Mangel empfehlen Leitlinien eine Substitutionstherapie (1). Ein signifikanter Nutzen konnte jedoch lediglich für das Präparat Respreeza® belegt werden: Das Lungengewebe von A1-AT-Mangel-Patienten blieb deutlich besser erhalten, wenn sie Respreeza® anstatt Placebo bekamen (RAPID-Studie, p = 0,03) (2).* Wie jetzt die RAPID Extension-Studie bestätigt, bewirkt das humane A1-AT einen krankheitsmodifizierenden Effekt (3). Für Prof. Dr. Helmut Teschler aus dem Westdeutschen Lungenzentrum in Essen...

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