Donnerstag, 28. Mai 2020
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Medizin

Beiträge zum Thema: Schmerz

Februar 2017

Opioid-induzierte Obstipation: Zögerliche Verordnung der kausalen Therapie

Weniger als 10% aller Behandler wechseln nach Versagen einer Behandlung mit Laxanzien bei Patienten mit Opioid-induzierter Obstipation (OIC) auf die Wirkstoffklasse der PAMORA (peripherally acting μ-opioid receptor antagonists) und enthalten ihren Patienten damit eine gezielte und kausale Therapie ihrer OIC-Symptomatik vor. So lautet das Ergebnis einer Umfrage unter Ärzten, die im Rahmen des Deutschen Schmerzkongresses (DGSS) vom 19.-22. Oktober 2016 in Mannheim stattfand (1). Mit Naloxegol (Moventig®) steht der erste orale PAMORA zur Behandlung der OIC bei Erhalt...

Endometriose: Beste Versorgung auch komplizierter Fälle

Frauen mit Endometriose werden am Universitäts-Frauenklinik Heidelberg in der Abteilung für Gynäkologische Endokrinologie und Fertilitätsstörungen nach höchsten Qualitätsstandards betreut. Dies bescheinigte die Stiftung Endometrioseforschung (SEF) nun mit dem Zertifikat „Klinisches und wissenschaftliches Endometriosezentrum (Stufe III)“ auf Basis eines aufwändigen und mehrstufigen Verfahrens. Damit ist am Heidelberger Universitätsklinikum eines von nur vier derartig hochqualifizierten Endometriosezentren in Baden-Württemberg...

Salicylsäure fördert Besiedlung der Nase durch Staphylococcus aureus

Salicylsäure fördert Besiedlung der Nase durch Staphylococcus aureus
© Tom Grunert/Vetmeduni Vienna

EIn Viertel der Bevölkerung weist den opportunistischen Erreger Staphylococcus aureus in den oberen Atemwegen auf. Die Besiedlung könnte jedoch durch regelmäßigen Konsum des Wirkstoffes Salicylsäure verstärkt werden. Ein Forscherteam zeigte nun, dass der vielseitige Wirkstoff einen Komplex mit Eisen bildet. Labortests zeigten, dass S. aureus durch den so herbeigeführten Eisenmangel einen stärkeren Biofilm bildet und so länger in den Atemwegen überdauern – und bei einem geschwächten Immunsystem auch lebensbedrohliche Infektionen...

Januar 2017

Kreuzbandriss: IQWiG-Vorbericht über aktive Bewegungsschiene

Ob Patientinnen und Patienten, bei denen das vordere Kreuzband gerissen ist, bei der Rehabilitation vom Training mit aktiven Bewegungsschienen profitieren können, wird derzeit vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) untersucht. Die vorläufigen Ergebnisse liegen nun vor. Demnach bleiben Nutzen und Schaden unklar, da es für ihre Anwendung in Kliniken nur wenige Studien mit kaum belastbaren Daten gibt. Für den häuslichen Bereich gibt es gar keine Studien. Personen und Institutionen können bis zum 22. Februar...

Opioide bei Rückenschmerzen: Zertifiziertes Fortbildungskonzept

Die Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen stellen Arzt und Apotheker gleichermaßen vor große Herausforderungen. Aufgrund der hohen Komplexität der Schmerztherapie und der großen Zahl Betroffener ist es erforderlich, dass beide Berufsgruppen an einem Strang ziehen. Mit dem Ziel, die schmerztherapeutische Versorgung in Deutschland zu verbessern und die Lebensqualität der Patienten zu steigern, haben die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) e.V. und der Holzkirchner Arzneimittelhersteller Hexal das interdisziplinäre...

Kindliche Migräne: Amitriptylin, Topiramat oder Placebo unterscheiden sich nicht bezüglich Schmerzreduktion

Es gibt bislang keine etablierte Therapie, um Migräneepisoden bei Kindern zu verhindern. Eine randomisierte doppelblinde Studie (NCT01581281) untersuchte Amitriptylin (1 mg/kgKG pro Tag, n=132), Topiramat (2 mg/kgKG pro Tag, n=130) und Placebo (n=66) bei 328 Kindern und Jugendlichen (zwischen 8 und 17 Jahren) mit Migräne. Primärer Endpunkt war eine relative Reduktion der Kopfschmerzfrequenz um 50% verglichen mit einem 28-Tage-Baseline-Zeitraum.

Retardiertes Oxycodon/Naloxon in der Therapie des Restless Legs Syndroms: Positive Auswirkungen auf Schlaf und Lebensqualität

Das Restless Legs Syndrom (RLS) zählt mit einer altersabhängigen Prävalenz von 3-10% zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Charakteristisch ist ein oft mit Sensibilitätsstörungen verbundener starker Bewegungsdrang der Beine, der besonders in Ruhe oder bei Entspannung auftritt und sich durch Bewegung bessert. Da die Symptome vor allem abends und nachts auftreten, leiden die Betroffenen unter Schlafstörungen, die zu Tagesmüdigkeit, Konzentrationsstörungen und Erschöpfungszuständen führen können.

Aktivitätentagebuch als Unterstützung für Schmerzpatienten

Gängige Schmerztagebücher werden als etablierte Hilfsmittel in der Schmerztherapie betrachtet – sie können aber auch dazu führen, dass sich chronische Schmerzpatienten hauptsächlich auf ihre schmerzhaften Erfahrungen konzentrieren. Aktuelle Studienergebnisse weisen darauf hin, dass diese im Schmerzgedächtnis gespeicherten schmerzhaften Erfahrungen zwar nicht gelöscht, aber mit positiven Erfahrungen „überschrieben“ werden können (1).

Herzstiftung warnt vor Überanstrengung bei starker Kälte

Für manche Menschen bedeutet starke Kälte ein erhöhtes Gesundheitsrisiko. Niedrige Temperaturen können insbesondere für ein krankes Herz eine gefährliche Zusatzbelastung darstellen – bis hin zur Auslösung eines lebensbedrohlichen Angina pectoris-Anfalls oder Herzinfarkts. Starke Kälte belastet die Herzkranzgefäße, indem sich die Gefäße verengen und die Blutversorgung Herzmuskels vermindern, der dadurch weniger Sauerstoff bekommt. Gleichzeitig werden auch die Widerstandsgefäße im übrigen Körper verengt...

Dezember 2016

Ein neues Kniegelenk - und bereits am nächsten Tag wieder auf den Beinen

Immer mehr Deutsche brauchen ein künstliches Kniegelenk. Vor allem die Zahl der jüngeren Patienten mit schwerer Arthrose steigt – oft auch ausgelöst durch intensive Sportaktivitäten. Der Einsatz eines künstlichen Kniegelenks ist dann in vielen Fällen unumgänglich. Im Klinikum Friedrichsheim werden diese Implantat-Empfänger dank der optimierten Therapien zumindest aber schneller wieder mobil. Viele der Patienten sind bereits am Tag nach der Operation wieder auf den Beinen.

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