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Medizin

Beiträge zum Thema: Infektionen

März 2018

Bei Grippe: Impfen und Händewaschen statt Antibiotika

Da Atemwegsinfektionen meist durch Viren ausgelöst werden, bringen Antibiotika keine Linderung. „Stattdessen wird der Patient nur unnötigen Nebenwirkungen ausgesetzt“, betont Prof. Dr. med. Mathias Pletz, Direktor des Instituts für Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene in Jena. Allerdings können klassische Erkältungssymptome wie Husten, Schnupfen, Kopf- und Halsschmerzen auch die Folge einer bakteriell bedingten Lungenentzündung sein, die schnellstmöglich mit Antibiotika behandelt werden sollte. Um festzustellen, ob Viren oder Bakterien...

Aktuelle Erkenntnisse aus der Mikrobiota-Forschung

Beim Freiburger Symposium der Alfred-Nissle-Gesellschaft e.V. am 24. und 25. November 2017 standen aktuelle Erkenntnisse aus der Mikrobiota-Forschung sowie ihre Bedeutung für jetzige und zukünftige therapeutische Anwendungsgebiete von Probiotika im Mittelpunkt. Die Rolle, die das intestinale Ökosystem bei der Pathogenese diverser Erkrankungen spielt, wird erst in jüngerer Zeit (wieder-)erkannt und mit modernen Methoden untersucht. Die Mikrobiota des Darmes ist demnach nicht nur für gastroenterologische Erkrankungen bedeutsam. Vielmehr werden auch extraintestinale...

CHMP empfiehlt Zulassung von Velmanase alfa zur Behandlung einer leichten bis mittelschweren Alpha-Mannosidose

Kürzlich wurde bekanntgegeben, dass der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) den Wirkstoff Velmanase alfa zur Zulassung empfohlen hat. Nach einer Zulassung wäre Velmanase alfa die erste zugelassene quasi kausale Behandlungsoption für Alpha-Mannosidose-Patienten. Alpha-Mannosidose ist eine fortschreitende sehr seltene Erkrankung, die zu einer zunehmenden Schwächung führt (1).

Februar 2018

Nur einstellige Pneumokokken-Impfrate bei Personen mit Immunsuppression

Bei einer retrospektiven Kohortenstudie (1) „Pneumokokken-Impfraten bei immungeschwächten Patienten in Deutschland“ untersuchten Forscher des Wissenschaftlichen Instituts für Gesundheitsökonomie und Gesundheitssystemforschung (WIG2) die Daten von über 200.000 gesetzlich Versicherten (Januar 2011 bis Dezember 2016). Einschlusskriterien der repräsentativen Stichprobe aus rund 4 Millionen Versicherten aus der InGef-Forschungsdatenbank (Institut für angewandte Gesundheitsforschung Berlin) waren: Sie zählten ab dem Jahr 2013 oder 2014 zu den...

Medizinische Routine- und Forschungsdaten gemeinsam besser nutzen

Medizinische Routine- und Forschungsdaten gemeinsam besser nutzen
© iakovlev / Fotolia.com

Das Konsortium „Smart Medical Information Technology for Healthcare (SMITH)“ der Medizininformatik-Initiative des BMBF ging diese Woche mit einem Kick-off-Meeting in den öffentlichen Projektstart und gewährt Einblicke in die bevorstehenden Arbeiten. Zur der Eröffnung sind hochrangige Vertreter der 7 beteiligten Universitätsklinika, der Gründungsuniversitäten sowie der Industrie- und Forschungspartner anwesend.

Hepatitis-E-Viren replizieren sich in der Plazenta

Hepatitis-E-Virus-Infektionen gelten unter Medizinern als unterschätzte Krankheit. In unseren Breiten werden vorrangig Menschen mit geschwächter Immunabwehr krank, in Asien und Afrika ist jedoch ein Genotyp verbreitet, der besonders für Schwangere eine ernste Bedrohung ist: Eine von 4 Schwangeren stirbt dort in Folge einer HEV-Infektion. Wissenschaftler des TWINCORE haben nun die Unterschiede der regionalen Hepatitis E Typen untersucht, um Behandlungsansätze gegen diese für Schwangere hochgefährliche Variante zu erforschen. Mit ihren Untersuchungen haben sie...

Magen-Darm-Infektionen: Unterschied zwischen akut und chronisch infizierenden Yersinien

Jedes Jahr lösen Bakterien der Gattung Yersinia mehrere Tausend Magen-Darminfektionen in Deutschland aus. In den meisten Fällen schafft es das menschliche Immunsystem, die Bakterien zu beseitigen. Doch bei einem Teil der Betroffenen stellt sich eine chronische Infektion ein, die langfristig die Ausbildung von Autoimmunerkrankungen fördern kann. Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig haben nun aufgedeckt, mit welchem Trick sich die Yersinien vor dem Immunsystem verstecken: Sie drosseln die Produktion eines Giftstoffes, mit...

Fachgesellschaft lenkt Aufmerksamkeit auf das seltene hereditäre Angioödem

Für mehr Wissen über das hereditäre Angioödem (HAE) und ähnliche Erkrankungen setzt sich die Deutsche Gesellschaft für Angioödeme (DGA) ein. Ein Update zu den Ursachen und zur Diagnostik gab es vor kurzem auf der 22. Tagung der Gesellschaft (1). Die Anzahl der noch nicht diagnostizierten HAE-Patienten sei noch immer hoch, bilanzierte der DGA-Vorsitzende Prof. Konrad Bork, Mainz. Bis zur richtigen Diagnose hätten Patienten oft eine lange Leidenszeit. Borks Wunsch lautet deshalb: Stets auch an HAE als mögliche Ursache denken, wenn rezidivierende...

Infektionsrisiko durch Hanta-Viren

Infektionsrisiko durch Hanta-Viren
© Goethe-Universität Frankfurt am Main

Wer beim Frühjahrsputz Staub einatmet, setzt sich in manchen Gebieten Deutschlands einem erhöhten Infektionsrisiko durch Hanta-Viren aus. Diese finden sich unter anderem in Staub, der mit den Ausscheidungen infizierter Rötelmäuse kontaminiert ist. Wissenschaftler der Goethe-Universität und des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums haben die Entwicklung von Hanta-Infektionen in Deutschland nun anhand von Langzeitdatenreihen untersucht und festgestellt: Erhöhte Gefahr droht im Frühsommer und in waldreichen Gebieten sowie nach...

Trockene Haut und Neurodermitis führen zu einem veränderten Hautmikrobiom

Patienten mit Neurodermitis haben im Vergleich zu gesunden Menschen ein deutlich verändertes und weniger vielfältiges bakterielles Besiedlungsmuster der Haut. Dies betrifft nicht nur Stellen mit akuten oder chronischen Ekzemen, sondern auch nicht entzündete Hautareale, wie ein Team des Exzellenzclusters Entzündungsforschung in einer Studie herausfand. Allerdings gibt es Unterschiede zwischen Körperregionen, die mit einer unterschiedlichen Zusammensetzung der Hautlipide einhergehen.

Multiple Sklerose-Therapie: Arzt-Patientengespräch auf Wirkung fokussieren

Multiple Sklerose-Therapie: Arzt-Patientengespräch auf Wirkung fokussieren

Das Spektrum der möglichen Therapieoptionen hat sich bei der Multiplen Sklerose (MS) in den vergangenen Jahren deutlich erweitert. Damit ist das Arzt-Patientengespräch erheblich komplexer geworden. Bei der Wahl der individuellen Behandlungsform sollten dem Patienten aber nicht ausschließlich die potenziellen Nebenwirkungen einer Therapie vor Augen geführt werden, sondern auch die mögliche Effizienz einer Therapieoption und das günstige Nutzen-Risiko-Profil angemessen dargestellt werden. „Es ist wenig vertrauensbildend, wenn wir im...

Antibiotikaprophylaxe bei Verdacht auf eine Knochen- oder Gelenksinfektion ist sinnvoll

Antibiotikaprophylaxe bei Verdacht auf eine Knochen- oder Gelenksinfektion ist sinnvoll
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Bei Verdacht auf orthopädische Infektionen spricht nichts dagegen, eine Antibiotikaprophylaxe innert 60 Minuten vor der Operation zu verabreichen. Dies bestätigt eine neue Studie der Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene am UniversitätsSpital Zürich und der orthopädischen Universitätsklinik Balgrist. Die Diagnostik wird dadurch nicht beeinflusst. Generell ist eine Antibiotikaprophylaxe wichtig zur Senkung der postoperativen Infektionen.

Antibiotikum gegen den Erreger des Tsutsugamushi-Fiebers gefunden

Das Tsutsugamushi-Fieber – auch „Busch-Typhus“ genannt – ist eine mit dem Fleckfieber verwandte Infektionserkrankung, die in weiten Teilen Asiens vorkommt. Schätzungen gehen weltweit von ca. einer Million Fällen jährlich aus. Auch als importierte Infektion bei Urlaubern spielt die durch Milben übertragene Krankheit eine Rolle. Gegen den Auslöser der Erkrankung, das Bakterium Orientia tsutsugamushi, sind nicht viele Antibiotika-Klassen wirksam. Berichte über Resistenzen gegen Standardmedikamente schränken die...

Januar 2018

Langzeit-Sicherheit und -Wirksamkeit von Vedolizumab in der Therapie von Colitis ulcerosa und Morbus Crohn

Langzeit-Sicherheit und -Wirksamkeit von Vedolizumab in der Therapie von Colitis ulcerosa und Morbus Crohn
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Für die Behandlung der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) Colitis ulcerosa und Morbus Crohn ist eine effektive und generell gut verträgliche Therapie sinnvoll, die frühzeitig und als Langzeit-Anwendung eingesetzt werden kann. Ziel ist es, eine anhaltende Remission und Mukosaheilung zu erreichen sowie die Lebensqualität des Patienten wiederherzustellen (1). Eine wichtige Option in der CED-Therapie ist der darmselektivwirkende α4β7-Integrin-Antagonist Vedolizumab (Entyvio®) (2). Vedolizumab ist in Europa zugelassen für...

Autoimmunerkrankungen: Rezeptor für Regulatorische B-Zellen identifiziert

Autoimmunerkrankungen: Rezeptor für Regulatorische B-Zellen identifiziert
© Paul-Ehrlich-Institut

Autoimmunerkrankungen wie Rheuma oder Typ-1-Diabetes nehmen weltweit zu. Regulatorische Immunzellen schützen Gesunde vor der Erkrankung und bekämpfen bei Betroffenen das Fortschreiten der Erkrankung. Wenig ist bisher über die Gruppe regulatorischer B-Zellen bekannt, die hier eine Rolle spielen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts und der Universitätsklinik Würzburg haben mit dem Tumornekrosefaktor-Rezeptor 2 (TNFR2) einen Marker gefunden, mit dem sich diese Zellen identifizieren und anreichern lassen.

Deutsch-australisches Projekt forscht nach Wirkstoffen gegen Infektionen und Resistenzen

Eine Allianz von Forschenden des Fraunhofer-Instituts für Toxikologie und Experimentelle Medizin ITEM, der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und des Institute for Glycomics (IfG) der Griffith University in Gold Coast, Australien, hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, im Projekt Fraunhofer International Consortium for Anti-Infective Research, kurz iCAIR, neuartige Wirkstoffe als Antiinfektiva zu entwickeln. Am Fraunhofer ITEM ging diese wegweisende Kooperation am 18. Januar 2018 offiziell an den Start. Gefeiert wurde dies gemeinsam mit Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft,...

Auch das angeborene Immunsystem kann trainiert werden

Das „Training“ von Vorläuferzellen der weißen Blutkörperchen führt zu einer anhaltenden positiven Reaktion des blutbildenden Systems. Ein Effekt, der helfen könnte, dass sich die Bildung von weißen Blutkörperchen wieder beschleunigen lässt – denn während der Chemotherapie wird dieser Prozess ausgebremst. In einer jetzt erschienenen Publikation beschreiben die Wissenschaftler diesen Trainings-Effekt auf das angeborene Immunsystem (1). Er könnte künftig dazu genutzt werden, spezifische Nebenwirkungen der Chemotherapie...

Mukoviszidose: Lumacaftor/Ivacaftor für Kinder ab 6 Jahren mit 2 Kopien der F508del-Mutation zugelassen

Die Europäische Kommission hat die Erweiterung der Marktzulassung für Lumacaftor/Ivacaftor (ORKAMBI®) zur Anwendung bei Kindern mit Mukoviszidose im Alter von 6 bis 11 Jahren, die 2 Kopien der F508del-Mutation haben, genehmigt. Dies betrifft in Europa etwa 3.400 Patienten. ORKAMBI® ist das erste Medikament, das an der Ursache der Erkrankung ansetzt und konnte bislang für Patienten ab 12 Jahren eingesetzt werden. Bestehende Erstattungsvereinbarungen wie etwa in Irland ermöglichen den erkrankten Kindern schnellen Zugang zu...

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  • Italien verlängert Notstand bis Oktober (dpa, 29.07.2020).
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