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Medizin

08. Juli 2021

Colitis ulcerosa: Upadacitinib neue Behandlungsoption?

Colitis ulcerosa: Upadacitinib neue Behandlungsoption?
©Sebastian Kaulitzki / Fotolia.de

Upadacitinib (15 mg oder 30 mg, 1x täglich) erreichte in der Phase-III-Erhaltungsstudie zu Colitis ulcerosa nach 1 Jahr (Woche 52) den primären Endpunkt der klinischen Remission (nach adaptiertem Mayo-Score) und alle sekundären Endpunkte (1). In Woche 52 erreichten signifikant mehr mit Upadacitinib behandelte Patienten eine klinische Remission als unter Placebo (15 mg: 42% und 30 mg: 52% gegenüber Placebo: 12%; p < 0,001) (1).

HFpEF: Wegweisende Ergebnisse der EMPEROR-Preserved Studie

HFpEF: Wegweisende Ergebnisse der EMPEROR-Preserved Studie
©yodiyim / Fotolia.de

Die Phase-III-Studie EMPEROR-Preserved hat ihren primären Endpunkt erreicht. Empagliflozin ist damit die erste und einzige Therapie, für die eine Senkung des Risikos für den kombinierten Endpunkt aus kardiovaskulärem Tod oder Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz bei Erwachsenen mit HFpEF mit oder ohne Diabetes in einer Studie gezeigt werden konnte. Zusammen mit den Ergebnissen der EMPEROR-Reduced-Studie demonstriert dies die Wirksamkeit von Empagliflozin bei allen Formen der Herzinsuffizienz unabhängig von der Ejektionsfraktion. Das Sicherheitsprofil entsprach dabei dem bekannten...

Ischämischer Schlaganfall: Verlängertes EKG zur Entdeckung von VHF

Ischämischer Schlaganfall: Verlängertes EKG zur Entdeckung von VHF
©SciePro - stock.adobe.com

Vorhofflimmern (VHF) ist ein wichtiger Schlaganfall-Risikofaktor. Betroffene werden nach einem ischämischen Schlaganfall zur Rezidiv-Prophylaxe antikoaguliert. Patienten ohne bekanntes VHF erhalten hingegen Thrombozytenfunktionshemmer, die in der Schlaganfallprävention bei VHF weit weniger effektiv sind. Ein intermittierendes VHF kann der Standarddiagnostik entgehen. Die aktuell publizierte „The Impact of MONitoring for Detection of Atrial Fibrillation in Ischemic Stroke“ (MonDAFIS)-Studie (1) untersuchte den Einfluss eines additiven EKG-Monitorings über bis zu 7...

07. Juli 2021

Blutstammzellen machen Glioblastome aggressiver

Blutstammzellen machen Glioblastome aggressiver
©Dan Race - stock.adobe.com

Forschende haben in Glioblastomen – aggressiven Hirntumoren – nun Stammzellen des blutbildenden Systems entdeckt. Die Blutstammzellen fördern eine Teilung von Krebszellen und die Immunabwehr gegen den Tumor unterdrücken. Diese Entdeckung könnte helfen, wirksamere Immuntherapien gegen Hirntumoren zu entwickeln. Immuntherapien, die bei anderen Krebsarten Erfolge erzielen, schlagen beim Glioblastom bisher nicht an.

MS: Zulassung von Teriflunomid für Kinder und Jugendliche

MS: Zulassung von Teriflunomid für Kinder und Jugendliche
©fotomowo - stock.adobe.com

Die Europäische Kommission hat Teriflunomid zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 17 Jahren mit schubförmig-remittierender Multipler Sklerose (RRMS) zugelassen. Die durch die Europäische Kommission erteilte Zulassung basiert auf den Daten der Phase-III-Studie TERIKIDS. Die Zulassung bestätigt Teriflunomid als die erste orale Multiple-Sklerose (MS)-Therapie zur Erstlinienbehandlung von Kindern und Jugendlichen mit MS in der Europäischen Union.

Anti-Tumormittel aus dem Darm

Anti-Tumormittel aus dem Darm
©fotoliaxrender - stock.adobe.com

Bestimmte Stoffwechselprodukte von Bakterien aus dem Darm machen Immunzellen aggressiver. Das zeigt eine neue Studie der Universitäten Würzburg und Marburg. Die Erkenntnisse könnten helfen, Krebstherapien zu verbessern. Es soll an der Entstehung chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen (CED) beteiligt sein, Diabetes auslösen, für Übergewicht sorgen, sogar neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose und Parkinson könnten hier ihre Ursachen haben – ganz zu schweigen von Depressionen und autistischen Störungen. Die Rede ist vom Mikrobiom...

SARS-CoV-2: Wie funktioniert die körpereigene Abwehr?

SARS-CoV-2: Wie funktioniert die körpereigene Abwehr?
©Romolo Tavani - stock.adobe.com

Die Aktivierungsinduzierte Cytidin-Deaminase (AID) und APOBEC-Proteine stellen gemeinsam mit ihren vielfältigen Wirkmechanismen einen wichtigen Faktor des körpereigenen Abwehrsystems dar und bieten schnellen und effektiven Schutz gegen eine Vielzahl von DNA- und RNA-Viren. Dabei fällt dem AID die Aufgabe zu, die menschliche Immunantwort zu stärken, APOBECs wiederum können das jeweilige Virus hemmen. Ein Forschungsteam der MedUni Wien zeigte nun die möglichen Zusammenhänge zwischen AID/APOBECs und dem SARS-CoV-2 Virus, im besonderem im Zusammenhang mit dem...

Makuladegeneration: Bald Zulassung für neues Biosimilar?

Makuladegeneration: Bald Zulassung für neues Biosimilar?
©andreaskoch02 - stock.adobe.com

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) hat eine positive Empfehlung  für den Biosimilar-Kandidaten Ranibizumab, auch bekannt als SB11, abgegeben. Ranibizumab ist ein Anti-VEGF (vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor) zur Behandlung von Gefäßerkrankungen der Netzhaut, die eine der häufigsten Ursachen für Erblindung sind. Der Wirkstoff wurde in der Europäischen Union (EU) zur Zulassung für die Behandlung der neovaskulären (feuchten) altersabhängigen Makuladegeneration (AMD), der...

06. Juli 2021

Palivizumab: Vertriebsrechte gehen zurück an AstraZeneca

Palivizumab: Vertriebsrechte gehen zurück an AstraZeneca
©freshidea - stock.adobe.com

Die Handelsrechte an dem monoklonalen Antikörper Palivizumab sind in mehr als 70 Märkten zu AstraZeneca zurückgekehrt. Einer davon ist Deutschland. Palivizumab wird zur Prävention schwerer Verläufe bei einer Infektion mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) bei Babys und Kleinkindern mit hohem Risiko eingesetzt. Die Rückgabe der kommerziellen Rechte folgt auf den Ablauf der Vertriebsvereinbarung, die am 30. Juni 2021 auslief.

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Bitte gehen Sie in der aktuellen Situation mit nicht lebensbedrohlichen orthopädisch-unfallchirurgischen Verletzungen und akuten Schmerzen während der regulären Öffnungszeiten nicht zuerst in die Notfallambulanz einer Klinik, sondern in eine ambulante Facharztpraxis für Orthopädie und Unfallchirurgie in Ihrer Nähe. Auch eine ambulante fachärztliche Versorgung am Wochenende ist, sofern in einem Bundesland nicht bereits flächendeckend Portalpraxen oder Notfallstrukturen außerhalb von Kliniken arbeiten, möglich.

EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • CHMP empfiehlt SARS-CoV-2-Impfstoff von Moderna für Jugendliche von 12-17 Jahren (Quelle: PEI, 23.7.2021)
  • CHMP empfiehlt SARS-CoV-2-Impfstoff von Moderna für Jugendliche von 12-17 Jahren (Quelle: PEI, 23.7.2021)