Sonntag, 15. Dezember 2019
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Medizin

Beiträge zum Thema: Prophylaxe

Mai 2019

Schmerztherapie: Multimodales Konzept für ambulante Regelversorgung

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat kürzlich die Anforderungen für das neue Disease-Management-Programm (DMP) Rückenschmerz beschlossen. Hierbei sind ambulant tätige Vertragsärzte und Krankenhäuser über ihre schmerzmedizinischen Angebote in das therapeutische Regime mit eingebunden. Zudem haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Kassenärztliche Vereinigungen und der Berufsverband der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin in Deutschland e.V. (BVSD) eine neue Vereinbarung zur...

Migräne: Signifikante Reduktion der Schmerztage durch Anti-CGRP-Antikörper

Migräne: Signifikante Reduktion der Schmerztage durch Anti-CGRP-Antikörper
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Mit Fremanezumab ist in Deutschland der erste monoklonale Antikörper für eine spezifische Migräneprophylaxe verfügbar, der neben der monatlichen Injektion auch eine Quartalsdosis bietet (1). Fremanezumab überzeugte in den Studien in beiden Dosierungsintervallen durch eine hohe Ansprechrate, eine gute Verträglichkeit und einen schnellen Wirkeintritt. Der Antikörper bindet an das Neuropeptid Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP), welches bei der Pathophysiologie der Migräne eine zentrale Rolle spielt (2).

Plötzlicher Herztod: Bundesweite Aufklärungskampagne der Herzstiftung

Plötzlicher Herztod: Bundesweite Aufklärungskampagne der Herzstiftung
© sasinparaksa - stock.adobe.com

Unter dem Motto „Plötzlicher Herztod: Wie kann man sich davor schützen?“ stehen die bundesweiten Herzwochen vom 1. bis zum 30. November 2019 mit über 1.000 Veranstaltungen*. Jedes Jahr erleiden in Deutschland 65.000 Menschen einen plötzlichen Herztod, etwa 60.000 versterben daran. „Das müsste nicht sein, denn der plötzliche Herztod ist in aller Regel kein schicksalhaftes Ereignis, vor dem es kein Entkommen gibt“, betonte Prof. Dr. med. Dietrich Andresen, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung.

Seltene Erkrankung: abdominelle Beschwerden und rezidivierende Hautschwellungen deuten auf hereditäres Angioödem hin

Seltene Erkrankung: abdominelle Beschwerden und rezidivierende Hautschwellungen deuten auf hereditäres Angioödem hin
© crevis - stock.adobe.com

Plötzlich auftretende heftige Abdominalschmerzen sind möglicherweise Alarmzeichen für eine schwerwiegende Erkrankung. Trotz einer ausführlichen Differentialdiagnose wird nicht immer die Ursache gefunden. Die anhaltende Ungewissheit und die permanente Angst vor der nächsten Schmerzattacke belastet viele Patienten. Wird dann nach Jahren oder Jahrzehnten eine seltene Erkrankung diagnostiziert, z.B. das hereditäre Angioödem (HAE), sind viele Betroffene geradezu erleichtert. HAE ist eine seltene genetische Erkrankung, die durch plötzliche...

April 2019

Antikoagulation: Sicherheitsvorteile in der Schlaganfall-Prophylaxe mit Rivaroxaban

Antikoagulation: Sicherheitsvorteile in der Schlaganfall-Prophylaxe mit Rivaroxaban
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Als erste Real-world-Studie hat RELOADED nicht-Vitamin-K-abhängige orale Antikoagulanzien (NOAK) wie Rivaroxaban vs. Phenprocoumon bei Patienten mit nicht valvulärem Vorhofflimmern mit Fokus auf Ergebnissen zur Nierenfunktion untersucht. Die retrospektive Analyse deutscher Krankenkassendaten zeigt neben Sicherheitsvorteilen eine vergleichbare Effektivität von Rivaroxaban gegenüber Phenprocoumon bei besserem Erhalt der Nierenfunktion (1). Die Ergebnisse von RELOADED bestätigen die Daten der Phase-III-Studie ROCKET AF (2,3).

Hereditäre Transthyrethin-Amyloidose mit Polyneuropathie: Verzögerter Krankheitsverlauf durch frühzeitige Diagnose

Hereditäre Transthyrethin-Amyloidose mit Polyneuropathie: Verzögerter Krankheitsverlauf durch frühzeitige Diagnose
© fotomowo - stock.adobe.com

Die hereditäre Transthyrethin-Amyloidose mit Polyneuropathie (hATTR-PN) ist eine seltene und irreversible neurodegenerative Erkrankung mit letalem Verlauf (1). Die seltene Erkrankung wird oft erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt. Früh diagnostiziert kann sie z. B. durch eine orale Therapie mit Tafamidis (Vyndaqel®) behandelt und der Krankheitsverlauf verzögert werden (2,3). Die „Red Flags“ um eine hATTR-PN zu erkennen, erörterten Experten im Rahmen eines Symposiums von Pfizer bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für...

Gefäßverschluss: Risikogen verringert Aspirin-Wirkung

Gefäßverschluss: Risikogen verringert Aspirin-Wirkung
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Ein großes Problem nach dem Einsetzen eines Stents in ein Blutgefäß sind Gerinnsel, die den Stent erneut verstopfen. Vorbeugend erhalten die Patienten deshalb blutverdünnende Medikamente, unter anderem Aspirin. Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) am Deutschen Herzzentrum München, Klinik an der Technischen Universität München (TUM) konnten nun zeigen, dass das Risikogen GUCY1A3 die blutgerinnungshemmende Wirkung von Aspirin verringert und die Wahrscheinlichkeit eines erneuten...

Personalisierte Therapien bei CED

Personalisierte Therapien bei CED
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Der Ruf nach einer personalisierten Medizin, der in nahezu allen medizinischen Fachgebieten immer lauter zu hören ist, macht auch vor den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen nicht Halt. Die Gastroenterologen versprechen sich davon eine höchst effektive und gleichzeitig gut verträgliche Therapie für jeden einzelnen Patienten. Der Weg dorthin ist anspruchsvoll, denn er erfordert intensive Grundlagenforschung in den Bereichen Pathophysiologie, Genetik und Immunologie. Denn klar ist: Trotz aller Innovationen in den vergangenen Jahren besteht noch immer ein...

Hämophilie: Förderung von Projekten zur Erhaltung und Verbesserung des Gelenkstatus

Die Faktor VIII-Prophylaxe ist in Deutschland aktueller Therapiestandard, um unter anderem die Gelenkgesundheit von Menschen mit Hämophilie bis ins hohe Alter zu erhalten. Doch Gelenkblutungen und Hämarthrosen schränken noch viele, auch junge Betroffene in ihrem Alltag ein. Bayer macht sich seit Jahren für die Verbesserung und den Erhalt der Gelenkgesundheit von Hämophilie-Patienten stark und sucht den Austausch mit Institutionen, um innovative Konzepte zur Erhaltung der Gelenkgesundheit weiter voranzutreiben. Zum Welthämophilietag am 17. April 2019 schreibt...

Hämophilie: rFVIIa auch bei Thrombastenie-Glanzmann-Patienten einsetzbar

Die Hämophilie-Behandlung wird durch neue Studienerkenntnisse und Praxiserfahrungen stetig optimiert. Dies gilt auch für die Präparate des Hämophilie-Spezialisten Novo Nordisk: den aktivierten rekombinanten Faktor VII (rFVIIa) NovoSeven®, den rekombinanten Faktor VIII (rVIII) NovoEight® sowie den langwirksamen rekombinanten Faktor IX (rFIX) Refixia®. Experten diskutierten hierzu neue Studiendaten und Real-world-Erfahrungen auf einem Symposium von Novo Nordisk anlässlich der 63. Jahrestagung der Gesellschaft für...

März 2019

Transplantation: Standards für psychosoziale Versorgung gefordert

Die Verpflanzung eines Organs findet immer in einer Krisensituation statt, die nicht nur den Körper, sondern auch die Psyche des Empfängers betrifft. Meist geht der Transplantation eine lange Phase schwerer Erkrankung voraus mit Klinikaufenthalten, Abhängigkeit von Maschinen, Ungewissheit und Todesangst. Unbehandelte psychische Probleme und andere ungünstige psychosoziale Faktoren, etwa unrealistische Erwartungen an den Eingriff, können mit der Grund sein, weshalb das transplantierte Organ abgestoßen wird. Wie Transplantatempfänger und Lebendorganspender...

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