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Medizin

Beiträge zum Thema: Schmerz

April 2019

Augenkrankheiten: Lokale Behandlung mit Kontaktlinsen

Augenkrankheiten: Lokale Behandlung mit Kontaktlinsen
© Max Tactic / Fotolia.com

Kontaktlinsen, die Medikamente gezielt freisetzen und für lange Kontaktzeiten im Auge sorgen, entwickeln Forscher des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit israelischen und deutschen Partnern. Der Wirkstoff wird dafür in Liposomen verkapselt und an die Innenseite der Kontaktlinsen gebunden. Auf diese Weise soll er länger im Auge verweilen. Zudem soll die Kontaktlinse mit Hilfe von Zuckern besonders verträglich gemacht werden.

Medizinalhanf: Fachgesellschaften rufen zu kritischem Umgang auf

Medizinalhanf: Fachgesellschaften rufen zu kritischem Umgang auf
© poylock19 - stock.adobe.com

Medizinische Fachgesellschaften und Fachverbände warnen vor einem unkritischen Einsatz von Cannabis. Auch wenn die Behandlung mit cannabisbasierten Arzneimitteln oder Medizinalhanf bei einzelnen Indikationen sinnvoll ist, betrachtet eine Reihe von Fachgesellschaften und Fachverbänden die Entwicklung seit Verabschiedung des Gesetzes zur „Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften“ vom März 2017 mit Sorge. Seither können Ärzte aller Fachrichtungen Cannabisblüten, wie auch cannabisbasierte Arzneimittel, verschreiben.

PTBS: Chronische psychosoziale Belastungen behindern Knochenheilung

Ein Forscherteam der Universität Ulm hat gemeinsam mit Fachkollegen aus Kalifornien herausgefunden, dass chronischer psychosozialer Stress die Knochenheilung massiv behindert. In der aktuellen Studie konnten sie zudem zeigen, dass sich diese stressbedingten Knochenheilungsstörungen mit Hilfe des Betablockers Propranolol beheben lassen. Dieser blockiert die Kommunikation von Stresshormonen des sympathischen Nervensystems mit verschiedenen Immunzellen und verhindert damit eine stressvermittelte Überreaktion des Immunsystems.

Fluorchinolonhaltige Antibiotika: Rote-Hand-Brief informiert über schwerwiegende Nebenwirkungen

 Fluorchinolonhaltige Antibiotika: Rote-Hand-Brief informiert über schwerwiegende Nebenwirkungen
© johannesspreter / Fotolia.com

Über schwerwiegende Nebenwirkungen und neue Anwendungsbeschränkungen fluorchinolonhaltiger Antibiotika informiert ein aktueller „Rote-Hand-Brief“ vom 08.04.2019 Ärzte und andere Angehörige der Heilberufe. Bestimmte schwerwiegende Nebenwirkungen von Fluorchinolonen können lang anhalten, die Lebensqualität beeinträchtigen und sind möglicherweise irreversibel. Sie betreffen hauptsächlich Sehnen, Muskeln, Gelenke und das Nervensystem. Die Behandlung mit Fluorchinolonen sollte beim ersten Anzeichen einer dieser schwerwiegenden...

Vakuumtherapie in der Wundversorgung

Seit mehr als 20 Jahren wird die Vakuumversiegelungstherapie (VVS) bei Wunden in Kliniken eingesetzt, über 100 Studien wurden abgeschlossen. Dennoch sind Aussagen zu Nutzen und Schaden zum Teil unsicher, weil Studienverantwortliche Ergebnisse unter Verschluss halten. Bei der Indikation „sekundäre Wundheilung“ war der Anteil fehlender Daten im Sommer 2018 noch so groß, dass eine Bewertung nicht möglich war. Nachdem der Hersteller KCI (Acelity) ausreichend Informationen geliefert hat, sieht das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im...

Hereditäres Angioödem: Selektiver Bradykinin-B2-Rezeptor-Antagonist Icatibant für Notfälle

Hereditäres Angioödem: Selektiver Bradykinin-B2-Rezeptor-Antagonist Icatibant für Notfälle
© NIKOLAS HOFFMANN / Fotolia.com

Bei Kopf-Hals-Ödemen ist in der Notfallmedizin selten Zeit für eine genaue differentialdiagnostische Abklärung. Infrage kommende Mediatoren für die lebensbedrohlichen Schwellungen sind Histamin und Bradykinin. Hinter Letzterem kann sich das hereditäre Angioödem (HAE) verbergen, bei dem eine vermehrte Bradykinin-Bildung durch einen C1-Inhibitor-Mangel ausgelöst wird. Sind die Atemwege während der Attacke gesichert und erhärtet sich der Verdacht auf ein Bradykinin-vermitteltes Ödem, sollte rasch eine entsprechende Therapie eingeleitet werden....

EDIUM-Studie rückt Patientenperspektive bei Versorgung von Darmkrebspatienten in den Fokus

Das kolorektale Karzinom zählt zu den häufigsten Krebsarten in Deutschland. Die Versorgung der Betroffenen unterscheidet sich allerdings je nach Krankenhaus teils erheblich und bislang gibt es kaum Untersuchungen dazu, ob diese Unterschiede auch den Behandlungserfolg beeinflussen. Deshalb hat sich das Forschungsprojekt EDIUM zum Ziel gesetzt, mögliche Unterschiede im Behandlungserfolg bei der Darmkrebsbehandlung zu identifizieren und dabei Patient-Reported Outcomes (PRO)-Daten zu berücksichtigen. EDIUM steht für „Ergebnisqualität bei Darmkrebs:...

März 2019

hATTR-Amyloidose: G-BA bescheinigt Zusatznutzen für Patisiran

Nach der im Januar vorausgegangenen Nutzenbewertung hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am 22. März den Beschlusstext zum Bewertungsverfahren von Patisiran (ONPATTRO®) veröffentlicht (1). Darin bescheinigt er einen beträchtlichen Zusatznutzen zur Behandlung der hereditären Transthyretin-Amyloidose (hATTR-Amyloidose) bei erwachsenen Patienten mit Polyneuropathie der Stadien 1 oder 2. Dieser folgt der vorausgegangenen Nutzenbewertung vom Januar 2019. Patisiran, das erste in der Europäischen Union zugelassene RNA-Interferenz-Therapeutikum, ist...

Lymphödem vs. Lipödem: Differentialdiagnostik und Therapie

Lymphödem vs. Lipödem: Differentialdiagnostik und Therapie
© Agnes Sadlowska / Fotolia.com

Eine frühzeitige Diagnose ist sowohl beim Lip- als auch beim Lymphödem entscheidend, um Exazerbationen zu verhindern. Im frühen Stadium ist die Unterscheidung zwischen Lymph- und Lipödem oftmals schwierig, da die voluminösen Beine, die bei beiden Erkrankungen zum Erscheinungsbild gehören, auf eine Vielzahl anderer Erkrankungen hinweisen können. Dr. med. Carina Wenzel erläuterte auf dem 4. Regensburger und 4. Deutschen Lymphtag Differentialdiagnostik und Therapie.

Gefäßverschlüsse bei Diabetes: 80% der Fußamputationen sind vermeidbar

Jedes Jahr verlieren Diabetes-Patienten mehr als 40.000 Füße und Beine. Durch die konsequente Prävention von Fußgeschwüren und die rechtzeitige Therapie von Gefäßverschlüssen ließen sich bis zu 80% dieser Amputationen vermeiden, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG). Wohin sich betroffene Patienten wenden sollen, werden Experten auf einer Pressekonferenz zum 136. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) erläutern.

Mixed pain: Schmerzkomponenten identifizieren und behandeln

Mixed pain: Schmerzkomponenten identifizieren und behandeln
© www.komafoto.de / Fotolia.com

Bei vielen Schmerzpatienten liegt ein sogenannter Mixed Pain vor, also ein Schmerz, der sich aus mehreren – beispielsweise neuropathischen und nozizeptiven – Komponenten zusammensetzt. Wie Dr. Ulf Schutter aus Marl betonte, ist es essenziell, zunächst anhand des Schmerzcharakters und der Symptome die zugrundeliegenden Mechanismen zu identifizieren. Denn dies ist Voraussetzung für eine Mechanismen-orientierte Schmerztherapie.

Topische Psoriasis: Initial- und Erhaltungstherapie mit Calcipotriol und Bethamethason

Topische Psoriasis: Initial- und Erhaltungstherapie mit Calcipotriol und Bethamethason
© Christine Langer-Pueschel / Fotolia.com

Der Stellenwert der topischen Therapie der leichten Psoriasis vulgaris ist im Praxisalltag unbestritten hoch. Gerne wird sie auch begleitend bei systemisch gut eingestellten Patienten mit schwerer Psoriasis eingesetzt. In einem kürzlich erarbeiteten neuen Behandlungspfad wird initial und zur Erhaltungstherapie die etablierte Fixkombination aus Calcipotriol und Bethametason als Sprühschaum bzw. Gel empfohlen.

Opioid-induzierte Opstipation (OIC): Therapie mit PAMORA

In der neuen Praxisleitlinie der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) zur Opioid-induzierten Obstipation (OIC) (1) wird eine äußerst relevante Nebenwirkung der Schmerztherapie mit Opioiden thematisiert, unterstreicht der DGS-Präsident Dr. med. Johannes Horlemann, Kevelaer. Der Bedarf an valider Information in dieser Hinsicht sei auch deshalb besonders groß, weil dieser Art von Obstipation nicht mit den üblichen Laxanzien zu begegnen sei. Therapeutisch ist hierbei eine Antagonierung der µ-Opioid-Rezeptoren in der Peripherie indiziert.

Borderline-Persönlichkeitsstörung: Erhöhte Aktivierung spezifischer kortikaler Areale

Angst, Trauer oder Freude – emotionale Hypersensitivität ist ein charakteristisches Merkmal von Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung. Ein Forschungsteam der Universität Innsbruck hat in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Ulm gezeigt, dass die Auseinandersetzung mit Trauer und Verlustsituationen von einer erhöhten Aktivierung spezifischer kortikaler Areale begleitet wird, die dem Spiegelneuronensystem zugewiesen werden.

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