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Medizin

Beiträge zum Thema: Arzneimitteltherapie

September 2017

Phase-III-Studie APOLLO: Patisiran reduziert bei hereditären ATTR Amyloidose-Patienten Neuropathieprogression

Die Phase-III-Studie APOLLO zu Patisiran, einem untersuchten RNAi-Therapeutikum, das für Patienten mit erblicher ATTR-Amyloidose mit Polyneuropathie entwickelt wurde, hat ihren primären Wirksamkeitsendpunkt und alle sekundären Endpunkte erreicht. Der primäre Endpunkt für die Studie war die Veränderung zur Baseline des modifizierten Neuropathie-Beeinträchtigungs-Scores (mNIS+7) nach 18 Monaten. Der wichtigste sekundäre Endpunkt war eine Verbesserung der Lebensqualität, die mit dem Norfolk-QoL-Fragebogen bei diabetischer Neuropathie (Norfolk...

Multiple Sklerose: Ocrelizumab bremst Krankheitsprogression zu jedem Zeitpunkt der Erkrankung

Post-hoc-Analysen des ORCHESTRA-Studienprogrammes zu Ocrelizumab zeigen: Sowohl bei schubförmiger Multipler Sklerose (relapsing MS, RMS*) als auch bei primär progredienter MS (PPMS) reduzierte der Anti-CD20-Antikörper signifikant das Risiko einer bestätigten Behinderungsprogression (confirmed disability progression, CDP) auf die für RMS bzw. PPMS relevanten Meilensteine eines Expanded Disability Status Scale (EDSS) 4 bzw. EDSS 7 (Rollstuhlpflicht) (1,2). In der RMS-Therapie gilt es, den Übertritt von der schubförmigen in die progrediente Phase der...

MS: Strategien und Wege zur Entscheidungsfindung für eine individuelle Therapie

MS: Strategien und Wege zur Entscheidungsfindung für eine individuelle Therapie
© Syda Productions / Fotolia.com

Im Rahmen des diesjährigen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) diskutierten namhafte Experten bei einem Satellitensymposium moderne Strategien und Wege zur Entscheidungsfindung für eine individuelle Therapie der Multiplen Sklerose (MS). Prof. Dr. Martin S. Weber, Prof. Dr. Uwe Zettl und Dr. Dieter Pöhlau stellten fest: Neue Behandlungsoptionen haben in den vergangenen Jahren den therapeutischen Handlungsspielraum erheblich vergrößert. Der individuelle Verlauf der MS ist jedoch noch immer weitgehend unvorhersehbar. Für den Arzt...

Statintherapie: DNA-Test kann Therapietreue, Patientenzufriedenheit und therapeutische Vielfalt verbessern

Statintherapie: DNA-Test kann Therapietreue, Patientenzufriedenheit und therapeutische Vielfalt verbessern
© Mopic / Fotolia.com

Der DNA-Test STADA Diagnostik Statine trägt zu einem guten Arzt-Patienten-Verhältnis bei, stärkt die Erwartung des Patienten an den präventiven Nutzen der Therapie und verbessert sein Vertrauen auf die individuell richtige Dosierung seines Statins. Das sind Ergebnisse einer Pilotstudie der Brandenburgischen BKK an 84 multimorbiden Statin-Patienten mit Statin-assoziierten Nebenwirkungen. Neben den genannten subjektiven Parametern zur verbesserten Compliance zeigten sich in der Test-Gruppe auch eine signifikante Reduktion der Abbruchraten sowie eine differenziertere...

CED: Eisen(III)-Maltol bewährt sich bei Eisenmangelanämie

Die Behandlung der Eisenmangelanämie bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) ist eine besondere Herausforderung: Entzündungen der Darmmukosa können zu Problemen in der Absorption des Eisens und der Verträglichkeit von oralen zweiwertigen Präparaten führen (1). Seit Juli 2016 ist orales Eisen(III)-Maltol (Feraccru®) in Deutschland verfügbar, das speziell zur Behandlung der Eisenmangelanämie bei erwachsenen Patienten mit CED entwickelt wurde (2). Ausschlaggebend für die Zulassung waren die Ergebnisse...

Positive CHMP-Empfehlung für Guselkumab zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) hat die Marktzulassung des vollhumanen monoklonalen Antikörpers Guselkumab* empfohlen. Diese bezieht sich auf den Einsatz von Guselkumab zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis, die für eine systemische Therapie in Frage kommen (1). Vorbehaltlich seiner Zulassung wird Guselkumab das erste Biologikum sein, das selektiv das Interleukin (IL)-23 blockiert.

Pirfenidon reduziert den Krankheitsprogress bei IPF-Patienten

Das zeigt eine gepoolte Analyse von zwei Phase-III-Studien, die auf dem Kongress der European Respiratory Society (ERS) in Mailand präsentiert wurde (1). Weitere vor Ort vorgestellte Ergebnisse unterstreichen das gute Sicherheitsprofil von Pirfenidon in der Praxis (2,3). Auch die kürzlich aktualisierte deutsche S2k-Leitlinie zur medikamentösen Therapie der IPF empfiehlt den Einsatz des Antifibrotikums, neben einer frühen Therapieeinleitung ab dem Zeitpunkt der Diagnosestellung (4). Pirfenidon erhielt den höchsten Empfehlungsgrad (A, 1-a) aufgrund des klinisch...

Liraglutid senkt Risiko für schwere unerwünschte kardiovaskuläre Ereignisse bei Risikopatienten

Liraglutid senkt Risiko für schwere unerwünschte kardiovaskuläre Ereignisse bei Risikopatienten
© CLIPAREA.com / Fotolia.com

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (Committee for Medical Products for Human Use, CHMP) der EMA hat auf Basis der Ergebnisse der LEADER-Studie einer Aktualisierung der EU-Zulassung für Liraglutid (Saxenda®) zugestimmt. Die dementsprechend rückwirkend zum 22. Juni 2017 aktualisierte deutsche Fachinformation bildet nun auch die Studienergebnisse zu kardiovaskulären Sicherheitsdaten mit dem GLP-1 Rezeptor-Agonisten Liraglutid 1,8 mg ab.

Venöse Thromboembolien: Rivaroxaban erhält Zulassungserweiterung

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP, Committee for Medicinal Products for Human Use) der europäischen Arzneimittelbehörde EMA (European Medicines Agency) hat eine weitere positive Bewertung für den oralen Faktor-Xa-Inhibitor Rivaroxaban (Xarelto®) erhalten. Es geht um die Erweiterung der Zulassung um die Dosierung von einmal täglich 10 mg Rivaroxaban zur verlängerten Vorbeugung von wiederkehrenden venösen Thromboembolien (VTE). Die Zulassungserweiterung gilt für Patienten, die bereits mindestens sechs Monate lang die...

Kardiovaskulärer Nutzen rückt in den Fokus der Therapiekriterien bei Typ-2-Diabetes

Kardiovaskuläre Komplikationen sind nicht nur Hauptursache diabetesassoziierter Mortalität und Morbidität, sondern machen auch den größten Kostenanteil in der Behandlung von Menschen mit Diabetes aus (1). Entsprechend kommt es in der modernen Therapie dieser Stoffwechselerkrankung darauf an, neben verbesserter Glykämie- und Gewichtskontrolle das kardiovaskuläre Risiko zu verringern. Als bislang einziger zugelassener GLP-1 Rezeptor-Agonist hat Liraglutid (Victoza®) einen kardiovaskulären Nutzen bei Menschen mit Typ-2-Diabetes und hohem...

Marktforschungsergebnisse zur Präferenz von Injektomaten bei Multipler Sklerose

Patienten mit Multipler Sklerose, die mit Betaferon® (Interferon beta-1b), Extavia® (Interferon beta-1b) oder Rebif® (Interferon beta-1a) behandelt werden, zeigen eine hohe Zufriedenheit beim Handlingtest mit dem elektronischen Injektomaten BETACONNECT®, den sie anderen Injektomaten vorziehen. Das ist das Ergebnis einer Marktforschungsstudie von Limmroth et al. bei 85 Patienten, die im Rahmen von strukturierten Face-to-Face-Interviews zu ihrer Zufriedenheit im Umgang mit verschiedenen Injektomaten (BETACONNECT®,...

Schweres Asthma und COPD: Hohe Blut-Eosinophilenzahl als Prädiktor für Therapieansprechen

Schweres Asthma und COPD: Hohe Blut-Eosinophilenzahl als Prädiktor für Therapieansprechen
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Die Rolle der eosinophilen Granulozyten bei schweren Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD stand im Fokus der Fachdiskussionen anlässlich des ERS-Kongresses (European Respiratory Society) in Mailand. Für beide Themenkomplexe wurden aktuelle Studiendaten vorgestellt: Im Bereich schweres Asthma wurden die Subgruppenanalysen (1) der Phase-III-Studien SIROCCO (2) und CALIMA (3) zur Wirksamkeit des IL-5-Rezeptor-Antikörpers Benralizumab präsentiert. Hier zeigte sich beispielsweise, dass eine hohe Blut-Eosinophilenzahl zu Behandlungsbeginn mit einem höheren...

JAK-Inhibitor Baricitinib in der rheumatologischen Praxis gut angekommen

Seit im Frühjahr die Zulassung von Baricitinib (Olumiant®) erfolgte, steht eine neue wirksame Option zur Behandlung der mittelschweren bis schweren aktiven rheumatoiden Arthritis (RA) zur Verfügung*. Die Einführung des ersten Vertreters der Januskinase-(JAK-)Inhibitoren in der EU als neue orale Therapieoption bei RA wurde in Fachkreisen erwartet, denn mit den bis dahin verfügbaren medikamentösen Therapien gelingt es bei vielen Patienten nicht, die Krankheitsaktivität ausreichend zu kontrollieren (1). Im Rahmen des Kongresses der Deutschen...

COPD-Exazerbation: Dreifach-Fixkombination ist Standardtherapien überlegen

Gerade wurde der Abschluss der klinischen Langzeitstudie TRIBUTE, die mit einer LAMA/LABA/ICS-Fixkombination (Trimbow®) zur Behandlung der COPD durchgeführt wurde, bekanntgegeben (1). Das primäre Ziel der 52-wöchigen Studie war der Nachweis, dass die Dreifach-Fixkombination Trimbow® der LAMA/LABA-Kombination (Ultibro®) bei der Reduktion moderater und schwerer Exazerbationen bei COPD-Patienten mit mind. 1 Exazerbation im vergangenen Jahr überlegen ist.

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