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Aktuelle Infos für Ärzte

18. April 2012

Online-Fortbildung zum praktischen Einsatz von Roflumilast bei COPD

Das forschende Pharmaunternehmen Nycomed, ein Unternehmen der Takeda-Gruppe, bietet im Internet ein neues Fortbildungsmodul zum aktuellen Stand der Therapie bei chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung COPD. Schwerpunkt der Seite www.daxas-fortbildung.de ist die Behandlung mit dem Phosphodiesterase-4-Inhibitor Roflumilast (Daxas®). Hintergrund für die Entwicklung der Fortbildung ist das in den vergangenen Jahren maßgeblich veränderte Bild zum Krankheitsgeschehen, bedingt durch neue Studien und Erkenntnisse. Dieser Entwicklung trägt auch die Überarbeitung der GOLD-Leitlinien Rechnung. Die praktische Übersetzung dieser Leitlinien in den klinischen Alltag war unter anderem ein Thema des Symposiums von Nycomed, einem Unternehmen der Takeda-Gruppe, im Rahmen des 118. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin in Wiesbaden.

Transfer in der Antibiotikaentwicklung wird intensiviert

Die zunehmende Verbreitung von Infektionskrankheiten, die nicht mehr mit den klassischen Medikamenten behandelt werden können, stellt ein großes medizinisches Problem dar. Forscher in aller Welt suchen daher intensiv nach neuen innovativen Ansätzen, um lebensbedrohende bakterielle Infektionen mit neuen Klassen von Arzneimitteln künftig zu behandeln. Im Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum (BBZ) der Universität Leipzig wurden in langjähriger Forschung zwei Substanzfamilien zur Behandlung von speziellen Bakterieninfektionen entwickelt, ein erster entscheidender Schritt auf dem Weg in die Krankenversorgung.

Parkinson: Hohe Lebensqualität durch optimale Therapie

Für Parkinson-Patienten gibt es in jedem Stadium der Krankheit Möglichkeiten der Therapie, die Kontrolle der Bewegung zu verbessern und somit auch das Selbstbewusstsein, die Lebensfreude und Lebensqualität zu erhöhen. Entscheidend ist es für Betroffene, beweglich zu bleiben statt sich aus Angst vor Stigmatisierung zurückzuziehen. Das betonen Experten aus Selbsthilfe und Medizin in Wien im Vorfeld des Welt-Parkinson-Tages am morgigen 11. April.

17. April 2012

Droege Group kauft Sanitätshaus-Gruppe Zieger

Die Düsseldorfer Familiengesellschaft Droege International Group AG verstärkt ihre Sparte Gesundheit (ca. € 100 Mio. Umsatz) durch den Erwerb der Sanitätshaus-Gruppe Zieger aus Dortmund. Der Erwerb steht insbesondere noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Kartellbehörden. Die Droege Group hält bereits den in Troisdorf ansässigen Home-Care-Dienstleister Servona GmbH, der auf die Herstellung von Medizintechnik spezialisiert ist. Durch den Zukauf der Zieger-Gruppe (ca. € 10 Mio. Umsatz), mit Hauptsitz im Dortmunder Medical Park, gelingt ein wichtiger Wachstumsimpuls zur Erweiterung des Geschäftes auf dem deutschen Gesundheitsmarkt.

Intervention in Signalnetzwerke des Insulinstoffwechsels

Freiburger Forschende haben in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Newcastle University in Newcastle Upon Tyne/Großbritannien den Mechanismus ergründet, mit dem Insulin den Stoffwechselregulator mammalian Target Of Rapamycin (mTOR) aktiviert. Er ist das Zielmolekül für mehrere Krebsmedikamente und spielt eine wichtige Rolle bei der zellulären Stoffwechselregulation. mTOR ist zentraler Angriffspunkt zur Behandlung alterungsbedingter Erkrankungen wie Krebs, Typ II Diabetes und neurodegenerativer Krankheiten.

Kakao-Pflanzenstoffe sind gut für Sportler-Gefäße

Leistungssportler, die regelmäßig niedrig dosierte Kakao-Flavonole zu sich nehmen, verbessern mit diesen Pflanzenstoffen ihre Leistungsfähigkeit und Gefäßfunktion. Das ist das Ergebnis einer an den Universitätskliniken Düsseldorf und Maastricht sowie der Deutschen Sporthochschule Köln durchgeführten Studie, die auf der 78. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung (DGK) präsentiert wurde.

Kein Hinweis auf Schmallenberg-Virus beim Menschen

Um zu klären, ob das Schmallenberg-Virus nicht nur bestimmte Paarhufer, sondern auch Menschen infiziert, hat das Robert Koch-Institut entsprechende Labortests entwickelt und eine Studie bei Schäfern durchgeführt. „Die Ergebnisse der RKI-Studie zeigen, dass das neue Virus bei Menschen mit viel Erregerkontakt nicht zu einer Infektion geführt hat“, sagt Reinhard Burger, Präsident des Robert Koch-Instituts. Das Robert Koch-Institut ist das nationale Public-Health-Institut Deutschlands, mit Public Health wird die Gesundheit der Bevölkerung bezeichnet. „Im Hinblick auf das Erkennen neuer gesundheitlicher Risiken nimmt das RKI eine zentrale „Antennenfunktion“ im Sinne eines Frühwarnsystems wahr“, unterstreicht Burger.

Problematische Medikamentengaben bei Demenz - Workshop zur Versorgungsforschung in Greifswald

Über die Verwendung von Medikamentendaten in der Demenzforschung diskutieren Fachleute am 20. April 2012 an der Universität Greifswald. An dem "Workshop Über-, Unter- und Fehlversorgung bei der Pharmakotherapie von Patienten mit Demenz. Notwendigkeit einer vernetzten Versorgungsforschung" nehmen Wissenschaftler, Mediziner, Apotheker sowie Vertreter von Krankenkassen und des Sozialministeriums Mecklenburg-Vorpommern teil. Die Veranstaltung am DZNE-Standort Greifswald wurde gemeinsam mit dem Institut für Community Medicine der Universitätsmedizin Greifswald vorbereitet.

16. April 2012

Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern mit Dabigatranetexilat: Effektive Antikoagulation mit gutem Sicherheitsprofil für eine breite Patientenpopulation

Patienten mit Vorhofflimmern weisen unterschiedlichste Charakteristika auf, fast alle haben aber eines gemeinsam: Sie benötigen eine effektive Therapie zur Prävention von Schlaganfällen. Mit dem direkten Thrombininhibitor Dabigatranetexilat (Pradaxa®) steht ein Wirkstoff zur Verfügung, der effektiv vor einem Schlaganfall schützt, über ein gutes Sicherheitsprofil verfügt und bei einer breiten Patientenpopulation einsetzbar ist. Im Rahmen eines Pressegesprächs auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) 2012 sprach Professor Dr. med. Harald Darius, Chefarzt am Vivantes Klinikum Neukölln, über den Einsatz von Dabigatranetexilat bei unterschiedlichen Patiententypen und die vorhandene Erfahrung aus Klinik und Praxis.

Pädiatrische Praxis: Therapie von akuten Diarrhoen problematisch

Akute Gastroenteritiden sind aufgrund der geringen Volumenreserven besonders für kleine Kinder und Säuglinge gefährlich. Treten Symptome wie wässrige Durchfälle, Erbrechen und Fieber auf, sollten Eltern sofort den Pädiater aufsuchen. Herkömmliche Therapieverfahren für Erwachsene, wie beispielsweise Darmmotilitätshemmer, sind bei kleinen Kindern kontraindiziert und können zu zusätzlichen Problemen führen. Wirksame und sichere medikamentöse Therapiekonzepte für Kinder ab dem frühen Säuglingsalter beurteilte PD Dr. med. Burkhard Rodeck, Osnabrück, auf einem Pressegespräch am 4. April 2012 in Hamburg.

DGIM fordert bessere Erforschung multimorbider Patienten

Mehr als 20 Prozent der deutschen Bevölkerung sind älter als 65 Jahre. Knapp 40 Prozent der über 65-Jährigen haben bis zu vier Erkrankungen gleichzeitig, über 16 Prozent sogar mehr. Sie sind auf ärztliche oder pflegerische Behandlung und oft eine Vielzahl an Medikamenten angewiesen. Bisherige Studien berücksichtigten diese Patienten noch zu wenig, kritisiert die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM). Sie fordert daher eine Neuorientierung in der Erforschung von Multimorbidität. Auf dem 118. Internistenkongress diskutieren Experten über einen methodischen Konsens nach dem Studien alte, multimorbide Patienten einbeziehen. Die Jahrestagung der DGIM findet vom 14. bis 17. April 2012 in Wiesbaden statt.

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa – Hoher Aufwand für komplizierte Fälle

Moderne Therapien, die auf Antikörper und Immunsuppression setzen, haben die Situation von Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa deutlich verbessert. „Davon profitieren vor allem Patienten, denen mit herkömmlichen Medikamenten nicht zufriedenstellend geholfen werden kann“, sagt CED-Experte Dr. Bernd Bokemeyer vom Berufsverband niedergelassener Gastroenterologen (bng) und Vorsitzender des Kompetenznetzes CED.

13. April 2012

DGK 2012: Deutsche Herz-Mediziner und Radiologen wollen Einsatz von CT und MRT optimieren

Deutsche Herz-Mediziner und Radiologen wollen mit ihren neuen "Konsensusempfehlungen zum Einsatz der Herzbildgebung mit Computertomographie und Magnetresonanztomographie" die Anwendung der CT und der MRT zur Darstellung des Herzens optimieren. Wegen der technischen Entwicklungen, der komplexen Anatomie und vor allem wegen der ständigen und schnellen Bewegung des Herzens sind MRT und CT des Herzens technisch besonders anspruchsvoll. "Für Nicht-Spezialisten ist es deshalb schwierig zu entscheiden, für welche klinischen Fragestellungen die CT oder die MRT ein geeignetes Untersuchungsverfahren darstellen", so Prof. Dr. Stephan Achenbach (Universitätsklinikum Gießen und Marburg), Prof. Dr. Holger Thiele (Universität Leipzig - Herzzentrum) und Prof. Dr. Roman Fischbach (Asklepios Klinik Hamburg-Altona) bei einer Pressekonferenz auf der 78. Jahrestagung der DGK.

WHO sagt Verdoppelung der Zahl von Demenzkranken bis 2030 voraus

Alzheimer und andere Demenz-Erkrankungen werden nach Überzeugung von Experten immer mehr zu einer Geißel der Menschheit. Allein bis 2030, also in den nächsten 18 Jahren, werde sich die Zahl der Erkrankten auf 66 Millionen beinahe verdoppeln, warnte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch in Genf. Bis 2050 müsse damit gerechnet werden, dass rund 115 Millionen Menschen unter dieser Hirnerkrankung leiden, deren häufigste Form Alzheimer ist. Das wären mehr als dreimal so viele wie heute.

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Über 6 Millionen an Osteoporose erkrankt

6,3 Millionen Menschen leiden heute in Deutschland an Osteoporose.(1) Jede vierte Frau über 50 Jahren ist betroffen, jeder 17. Mann.1 Jedes Jahr erkranken rund 885.000 Menschen neu an der Volkskrankheit.(1) Häufig bleibt jedoch die Krankheit unerkannt und unbehandelt. Nur 25 Prozent der Erkrankten werden in Deutschland medikamentös behandelt.(2) Im Vergleich: In Frankreich erhalten fast 60 Prozent der Erkrankten, in Spanien über 80 Prozent eine Osteoporose-Therapie.(2) Diagnose- sowie Behandlungsmöglichkeiten werden in Deutschland nicht ausreichend genutzt, warnen Experten anlässlich des Welt Osteoporose Tags am 20. Oktober.

Klinikeinweisung wegen Herzschwäche: Welche Warnsignale müssen Betroffene kennen?

Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 440.000 Patienten mit Herzschwäche in eine Klinik eingewiesen, weil bei ihnen ihr Herz entgleist ist. Damit zählt die Herzschwäche zu den häufigsten Anlässen für einen Krankenhausaufenthalt. „Ganz konkrete Warnsignale zeigen das Entgleisen des Herzens an. Für diese müssen Betroffene wachsam sein, insbesondere für Wassereinlagerungen im Körper, an den Knöcheln, den Unterschenkeln oder im Bauchraum. Diese sogenannten Ödeme sind leicht zu erkennen, wenn man sich täglich wiegt. Überschreitet die Gewichtszunahme zwei Kilo in drei Tagen, sollte man umgehend den Arzt oder eine Klinik aufsuchen“, rät der Herzspezialist Prof. Dr. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung, in dem Experten-Ratgeber „Das schwache Herz“, den man kostenfrei unter www.herzstiftung.de/herzschwaeche-therapie (oder Tel. 069 955128400, E-Mail: bestellung@herzstiftung.de) anfordern kann. Auch bei zunehmender Kurzatmigkeit, wiederholtem Aufwachen wegen Atemnot, Bedarf an immer mehr Kissen um schlafen zu können, sollte man Arzt oder Klinik aufsuchen.

Es ist mehr als nur eine Ausrede: Migräne am Arbeitsplatz

Mit starken Kopfschmerzen, Übelkeit, Licht- und Geräuschempfindlichkeit zur Arbeit? Für viele Migränepatienten ist das Alltag. Ein Großteil der 900.000 an Migräne leidenden Deutschen schleppt sich trotz starker Schmerzen zur Arbeit – aus Angst einen schlechten Eindruck bei Arbeitskollegen und Vorgesetzten zu hinterlassen. Denn wer über Kopfschmerzen klagt, trifft immer noch auf Vorurteile. Nicht selten wird Migräne belächelt und als Ausrede abgetan. Zum Tag der Arbeit berichten Migränepatienten und Nutzer der Kopfschmerz- und Migräne-App M-sense von ihrem Arbeitsalltag und verraten, wie sie sich von Vorurteilen abgrenzen und Akzeptanz bei Chefs und Kollegen erreichen.