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Medizin

November 2012

Alzheimer-Forschungspreis der Hans und Ilse Breuer-Stiftung

Prof. Dr. Thomas Misgeld, München, und Prof. Dr. Boris Schmidt, Darmstadt, haben den diesjährigen renommierten, Alzheimer-Forschungspreis der Frankfurter Hans und Ilse Breuer-Stiftung erhalten, der mit insgesamt 100.000 EUR dotiert ist und zwischen den beiden Wissenschaftlern geteilt wird. Der Preis wurde am 21. November anlässlich der Konferenz "Zelluläre Mechanismen der Neurodegeneration" zum achten Mal in Folge verliehen und ist die höchst dotierte Auszeichnung für Alzheimer-Forschung in Deutschland.

Neue Patientenleitlinie zu Colitis Ulcerosa erschienen

Über den aktuellen Wissenstand rund um die chronisch-entzündliche Darmerkrankung Colitis ulcerosa können sich Patienten, Angehörige und Interessierte ab sofort in einer Patientenleitlinie informieren. Grundlage der Handlungsempfehlung ist die von der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) entwickelte ärztliche Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Colitis ulcerosa. Die neue Patientenleitlinie steht ab sofort auf der Homepage der Herausgeberin, der bundesweiten Patientenorganisatin Deutsche Morbus Crohn/ Colitis...

Zulassungerweiterung: Rivaroxaban zur Akutbehandlung und Sekundärprophylaxe der Lungenembolie

Die Venöse Thromboembolie (VTE) kann als Tiefe Venenthrombose (TVT) oder als Lungenembolie (LE) in Erscheinung treten, so Prof. Dr. Rupert Bauersachs, Darmstadt. Die Mortalität dieser beiden Manifestationen ein- und derselben Erkrankung ist mit 2% bei der tiefen Venenthrombose gegenüber 15% nach Lungenembolie jedoch sehr unterschiedlich. Zudem haben Patienten, die primär mit einer Lungenembolie symptomatisch werden, ein hohes Risiko für eine weitere Lungenembolie als Rezidiv.

Erkrankungsfall mit dem neuartigen Coronavirus in Deutschland

Das Robert Koch-Institut wurde am 22.11.2012 im Rahmen der internationalen Gesundheitsvorschriften informiert, dass ein weiterer Erkrankungsfall mit dem neuartigen Coronavirus (hCoV-EMC) bei einem Patienten aus Katar bestätigt worden ist. Der Patient wurde nach Symptombeginn im Oktober zunächst in Katar im Krankenhaus behandelt, dann aber aufgrund seiner schweren Atemwegssymptomatik in eine Speziallungenklinik nach Deutschland verlegt. Nach der dort erfolgten intensivmedizinischen Behandlung hat sich sein Zustand deutlich gebessert, so dass er diese Woche aus der Klinik...

Neues Anti-HIV-Peptid ohne Nebenwirkungen und Resistenzbildung

Die moderne HIV-Therapie ermöglicht PatientInnen heute ein nahezu normales Leben. Aufgrund zunehmender Resistenzen und Nebenwirkungen stößt die lebenslange medikamentöse HIV-Therapie jedoch an ihre Grenzen. Einem Team um die Virologin Univ.-Prof.in Dr.in Dorothee von Laer an der Medizinischen Universität Innsbruck ist es nun gelungen, einen bekannten Wirkstoff so zu verbessern, dass weder Resistenzen noch Immunantworten entwickelt werden.

Multiple Sklerose: zwei über Linkerstruktur verbundene Pharmaka ergeben neue Wirkstoffklasse

Mehr Wirkung und weniger Nebenwirkung verspricht jetzt eine neue Substanzklasse gegen Multiple Sklerose und andere neurodegenerative Erkrankungen. Dazu haben Wissenschaftler um Prof. Gunter Fischer, Halle/Saale, und Dr. Frank Striggow, DZNE, zwei bereits zugelassene Pharmaka-Grundkörper über eine chemische Linkerstruktur miteinander verbunden. Ziel dieser Verknüpfung ist einerseits ein maximaler Schutzeffekt auf Zellen des Gehirns und andererseits die Unterdrückung unerwünschter Nebenwirkungen.

Bei der HIV-Diagnose kommt dem Hausarzt eine wichtige Rolle zu

Die HIV-Infektion beziehungsweise die AIDS-Erkrankung wirft nach wie vor weltweit eine Reihe ungelöster medizinischer Probleme auf. Obwohl die Übertragungswege sattsam bekannt sind, kommt es etwa hierzulande jedes Jahr zu rund 2.500 bis 3.000 Neuinfektionen. Doch es gibt auch Erfreuliches zu berichten: So ermöglicht die hochaktive antiretrovirale Therapie (HAART) eine nahezu normale Überlebenszeit wie bei anderen chronischen Erkrankungen.

Inhibitor der Myelinbildung im zentralen Nervensystem identifiziert

Mainzer Wissenschaftler haben ein weiteres Molekül entdeckt, das eine wichtige Rolle bei der Regulierung der Bildung von Myelin im zentralen Nervensystem spielt. Myelin beschleunigt die Reizweiterleitung in Nervenzellen, indem es deren Fortsätze, die sog. Axone, an definierten Stellen umhüllt - vergleichbar mit der Plastikisolierung eines Stromkabels. Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftler um Dr. Robin White vom Institut für Physiologie und Pathophysiologie der Universitätsmedizin Mainz kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift EMBO reports...

Sport für Menschen mit Down-Syndrom

„Menschen mit Down-Syndrom, die ernsthaft Sport treiben, sind nach einigen Jahren genauso athletisch wie Sportler ohne Down-Syndrom. Manche meiner Kollegen können sich das immer noch nicht vorstellen, denn die Muskeln der Betroffenen galten bisher als wenig leistungsfähig, ihr Bindegewebe als zu locker und die typischen Körperproportionen als kaum veränderlich", berichtet Prof. Dr. med. Holm Schneider, Leiter des Pädiatrischen Forschungszentrums am Universitätsklinikum Erlangen.

Sind Regulatorische T-Zellen der Schlüssel zu effektiveren Impfungen?

Gegen viele Infektionskrankheiten existieren keine wirksamen Impfstrategien - die Antworten des Immunsystems auf den Impfstoff fallen zu schwach aus. Forscher versuchen deshalb, das Immunsystem auszutricksen, indem sie Regulatorische T-Zellen abschalten, die ansonsten die Immunantwort dämpfen. Immunologen des Institut Curie, Paris, haben die Effekte beim Abschalten dieser Zellen unter Beteiligung des TWINCORE Instituts für Infektionsimmunologie genauer untersucht. Dass ein solcher Eingriff in unser Immunsystem vor allem eine Frage des genauen Timings ist, publizieren sie...

Gefäßwandverletzungen der Hauptschlagader - Prognose besser als gedacht

Dr. Bartosz Rylski, Arzt in der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie am Universitäts-Herzzentrum Freiburg Bad Krozingen (UHZ), hat den Young Investigator Award der Europäischen Gesellschaft für Herz- und Thoraxchirurgie (EACTS) erhalten. Rylski hatte die Krankenakten von 100 Patienten ausgewertet, bei denen es während einer Herzkatheteruntersuchung oder eines chirurgischen Eingriffs zu Komplikationen und damit zu einer Schädigung der Gefäßwand der Hauptschlagader gekommen war, einer sogenannten iatrogenen Aortendissektion.

Psychologie: Durch Sich-Hineinversetzen in ihn wird der Mensch "humanisiert"

Je mehr wir uns in die Gedankenwelt eines Menschen hineinversetzt haben, umso mehr sind wir bereit, uns später für diesen einzusetzen. Dieses Hineinversetzen löst bei uns "Humanisierung" aus: die Person wird stärker als ein Mensch wahrgenommen. Ein Team von der Social, Cognitive and Affective Neuroscience Unit der Universität Wien in Kooperation mit der Medizinischen Universität Wien hat Effekte dieser "Humanisierung" untersucht.

Kopplung von Zellskelett und Zellmembran in roten Blutkörperchen

Die Funktion von Erythrozyten kann durch die Entkopplung von Zellskelett und Zellmembran mittels Zufuhr des energiereichen Moleküls ATP reguliert werden. Wie sie zu diesem Ergebnis mit seinem hohem Anwendungspotential für die medizinische Diagnostik gekommen sind, berichten Augsburger Nanowissenschaftler um den Physiker Prof. Dr. Thomas Franke in einem zum Front Cover-Artikel gekürten Beitrag der Ausgabe 44/2012 der renommierten Zeitschrift "Soft Matter".

Mikro-RNAs in Pflanzen: Auch Regulatoren müssen reguliert werden

Mikro-RNAs greifen bei Vielzellern entscheidend in die Genregulation ein. Da diese Regulatoren hochwirksam sind, müssen sie selbst sehr genau reguliert werden. Das haben Tübinger Forscher des Max-Planck-Instituts für Entwicklungsbiologie in einer neuen Studie festgestellt. Sie identifizierten in der Ackerschmalwand, Arabidopsis thaliana, eine bisher unbekannte Komponente, die durch das gezielte Entfernen eines Phosphatrests die Herstellung von Mikro-RNAs steuert. Das geht so schnell wie das Umlegen eines Schalters, so dass sich die Pflanze zügig an wechselnde...

Sanofi und T1D Exchange starten weltweite Studie für optimale Versorgung von Typ-1-Diabetikern

Sanofi und T1D Exchange, eine gemeinnützige Organisation, die sich auf Typ-1-Diabetes fokussiert, gaben heute am Weltdiabetestag ihre Zusammenarbeit bei der TEENs-Registerstudie bekannt. Ziel dieser Studie ist zum einen, den Verbänden und Gemeinschaften, die sich mit Typ-1-Diabetes befassen, ein besseres Verständnis dafür zu geben, wie Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene heutzutage mit Typ-1-Diabetes leben. Zum anderen sollen aus der Studie Empfehlungen für eine bessere Behandlung der Krankheit und bessere Therapieergebnisse bei Patienten abgeleitet...

Osteoporose: Forscher untersuchen Sicherheit von Langzeitmedikation

Rund acht Millionen Deutsche über 50 Jahre leiden unter Osteoporose, dem sogenannten Knochenschwund. Ein gesteigerter Knochenabbau im Alter kann heute durch Medikamente aufgehalten werden. Diese müssen jedoch über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Über die langfristige Sicherheit und Wirksamkeit der Medikamente ist aber wenig bekannt. Sie sind jetzt Gegenstand der Langzeitstudie BILANZ, an der in Deutschland 7000 Patienten teilnehmen sollen. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) begrüßt diese Untersuchung, da die...

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Neben den oft schweren körperlichen Einschränkungen leiden Patienten mit einer chronischen Lungenerkrankung häufig auch an starken seelischen und psychischen Belastungen. Die Angst vor Atemnot, vor dem Fortschreiten der Krankheit oder vor sozialer Ausgrenzung kann auf Dauer Mutlosigkeit und Depressionen nach sich ziehen. Ein Teil der Therapie kann daher auch die Behandlung psychischer Belastungen sein sowie das Erlernen von Ansätzen, sich in schwierigen Zeiten selbst zu motivieren.

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, pro Woche mindestens 2,5 Stunden an mäßig anstrengender Ausdaueraktivität sowie an mindestens zwei Tagen in der Woche muskelkräftigende Aktivitäten auszuführen. Laut Daten des Robert Koch-Instituts erreicht nur etwa ein Fünftel der Frauen (20,5%) und ein Viertel der Männer (24,7%) in Deutschland beide Empfehlungen. Mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung bewegt sich weniger als 2,5 Stunden pro Woche (1). Doch regelmäßige Bewegung schützt nicht nur vor Übergewicht...