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Medizin

Januar 2013

Gliazellen helfen bei der Reparatur verletzter Nerven

Gliazellen bilden nach einer Nervenschädigung das Protein Neuregulin1 und fördern so die Regeneration von Nervengewebe. Das periphere Nervensystem besitzt im Gegensatz zum Gehirn und Rückenmark eine erstaunliche Regenerationsfähigkeit nach Verletzungen. Forscher am Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin in Göttingen haben herausgefunden, dass periphere Gliazellen nach einer Nervenschädigung den Wachstumsfaktor Neuregulin1 produzieren, der einen wichtigen Beitrag zur Regeneration verletzter Nerven leistet.

Agomelatin wirkt auf die vielen Facetten der Depression

Als erstes Antidepressivum zielt der melatonerge MT1/MT2-Rezeptoragonist und serotonerge 5-HT2c-Antagonist Agomelatin (Valdoxan®) auf eine Normalisierung der bei depressiven Patienten häufig gestörten zirkadianen Rhythmik ab und verbessert dadurch neben der Stimmung auch weitere für die betroffenen Patienten besonders relevanten Symptome wie Schlaf-Wach-Rhythmus und Tagesaktivität. Mittlerweile hat sich dieser therapeutische Ansatz erfolgreich in der Pharmakotherapie der Depression etabliert. Auf einem Satellitensymposium im Rahmen des...

Schlaganfall: Radikales Umdenken in der Forschung nötig

Vielleicht müssen die Lehrbücher umgeschrieben werden: Ein Forscherteam mit Frankfurter Beteiligung zeigt, dass vermeintlich schädliche Immunzellen nach einem Schlaganfall nicht für das Absterben von Nervenzellen im Gehirn verantwortlich sind. Die sogenannten neutrophilen Granulozyten dringen gar nicht erst bis zu den dortigen Nervenzellen vor. Diese Erkenntnisse widerlegen ein gängiges Dogma und eröffnen völlig neue Ansätze für die Behandlung des Schlaganfalls.

Organschäden behandeln, um Transplantationen zu vermeiden

Erkrankungen wie Diabetes, Hepatitis oder Autoimmunerkrankungen führen häufig zu irreparablen Organschäden. Den Betroffenen hilft häufig nur noch eine Transplantation. Doch passende Organe sind nicht immer rechtzeitig verfügbar. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der RWTH Aachen und der Universität Bonn suchen im SFB/TRR 57 nach alternativen Behandlungswegen. Sie erforschen die Ursachen der so genannten Organfibrose - der Vernarbung von Organen in Folge einer Leber- oder Nierenerkrankung. Die gewonnen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, ...

Economist Intelligence Unit veröffentlicht neuen Report zum Umgang mit Hepatitis C

Das britische Marktforschungsinstitut Economist Intelligence Unit (EIU) präsentierte aktuell einen neuen Bericht mit dem Titel „The Silent Pandemic: Tackling Hepatitis C with Policy Innovation“ [Die stille Epidemie: Bekämpfung der Hepatitis C durch Politikinnovation]. Der Bericht, der durch eine Forschungsförderung von Janssen ermöglicht und am 15. Januar veröffentlicht wurde, betont die dringende Notwendigkeit für Länder auf der ganzen Welt, Strategien zur direkten Bekämpfung der wachsenden sozialen und ökonomischen Probleme im...

B-Zellen und dendritische Zellen kommunizieren mittels Immunglobulinen

Die dendritischen Zellen, kurz DC genannt, erfüllen im Immunsystem eine Schlüsselaufgabe: Sie nehmen Krankheitserreger auf, zerlegen sie in ihre Einzelteile und tragen die Bruchstücke anschließend auf ihrer Oberfläche. Andere Zellen des Immunsystems wiederum können diese Teile erkennen und werden aktiviert, ihr eigenes Programm zur Bekämpfung der Erreger „abzuspulen“. Um ihre Aufgabe erfüllen zu können, benötigen die DC allerdings Unterstützung durch eine ganz andere Komponente des Immunsystems, die man bislang...

Prostatakrebs: Großstudie PREFERE bewertet Therapien

Heute fiel der Startschuss zu einer der größten klinischen Studien auf dem Gebiet der Onkologie - der sogenannten PREFERE-Studie. Hierbei werden erstmals die gängigen Behandlungsoptionen bei Frühformen von Prostatakrebs an rund 7.600 Patienten vergleichend untersucht. Rund 1.000 niedergelassene Urologen und Strahlentherapeuten sowie mindestens 90 Prüfzentren werden sich bundesweit an der Studie beteiligen. „Die PREFERE-Studie soll richtungsweisend sein für die Behandlung von Menschen mit Prostatakrebs im Frühstadium.“, sagte Dr. Fritz...

Retrovirale Genübertragung: Vom HIV-Verstärker zum Laborhelfer

Ein Zufallsbefund aus der AIDS-Forschung könnte schon bald die Gen- und Stammzellforschung voranbringen. Vor einigen Jahren haben Wissenschaftler um die Ulmer Professoren Jan Münch und Frank Kirchhoff in Zusammenarbeit mit der Peptidforschungsgruppe von Prof. Wolf-Georg Forssmann an der Medizinischen Hochschule Hannover festgestellt, dass Bruchstücke eines Proteins im Semen faserartige Strukturen ausbilden, so genannte Amyloidfibrillen.

Diarrhö: Therapie mit hochdosierten Lactobazillen überzeugt Apotheker

Eine große Mehrheit der Apotheker wollen mit Probiotika wie Lacteol® die Krankheitsursachen einer Diarrhö behandeln - und nur rund 12% plädieren für eine rein symptomatische Therapie z. B. mit Motilitätshemmern wie Loperamid. Und die meisten Pharmazeuten sind überzeugt: Lacteol® ist sehr gut verträglich und  bildet einen effektiven Biofilm aus, der die Adhäsion pathogener Keime an der Darm-Mukosa hemmt. Aus diesen Gründen schnitt Lacteol® unter marktüblichen Antidiarrhoika am besten...

Neue Antikoagulantien - DGN und DSG kritisieren Beurteilung durch AkdÄ

Die AkdÄ hat im September 2012 die „Empfehlungen zum Einsatz der neuen Antikoagulantien Dabigatran (Pradaxa®) und Rivaroxaban (Xarelto®)“ zur oralen Antikoagulation bei nicht valvulärem Vorhofflimmern (VHF) herausgegeben. Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) sind in Teilen nicht mit den Beurteilungen durch die AkdÄ einverstanden und kommentieren diese Empfehlungen im Folgenden kritisch:

Wissenschaftler entwickeln Test zur Erfassung von alltagspraktischen Fähigkeiten bei Demenz

Einschränkungen bei der geistigen Leistungsfähigkeit, vor allem aber zunehmende Schwierigkeiten, sich im Alltag zurechtzufinden - das sind Leitsymptome der verschiedenen Formen von Demenz. Um zuverlässig festzustellen, ob und in welchem Maße Demenzpatienten im Alltagsleben eingeschränkt sind, arbeiten Forscher der Psychiatrischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen an einem Leistungstest, der vor allem bei Patienten mit leichter Demenz den Status der alltagspraktischen Fähigkeiten messen kann - und zwar direkt am Patienten selbst. Das ...

40 000 Bakterien-Generationen liefern Erklärung für Mutationen

Die Fähigkeit von Bakterien Mutationen zu erzeugen und sich dadurch anzupassen, hängt sowohl von ihrer Umgebung, als auch von ihrer Anpassungsfähigkeit ab. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher des Labors Anpassung und Pathogenese von Mikroorganismen (LAPM, CNRS / Joseph Fourier-Grenoble Universität) (1), in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Genomik Genoscope (CEA/IG-Evry). Mutationen im Bakteriengenom beeinflussen die Anpassungsfähigkeit und sind beispielsweise verantwortlich für die Entstehung von Bakterien mit einer Multiresistenz gegen...

Neues Gen für Alkoholismus entdeckt

Menschen mit einer genetischen Veranlagung zu erhöhtem Alkoholkonsum neigen gerade unter Stress zu einem exzessiven Missbrauch. Die molekularen Ursachen dieser Form von Abhängigkeit sind Gegenstand intensiver Forschung. Betroffenen Personen könnte mit einem einfachen Eingriff in den Proteinstoffwechsel geholfen werden. Zu diesem Ergebnis sind Wissenschaftler der Universität Leipzig und des Berliner Leibniz-instituts für Molekulare Pharmakologie in einer Gemeinschaftsarbeit gekommen, die jüngst im Fachjournal PLOS ONE veröffentlicht wurde.

Alzheimer Forschung Initiative e.V. stockt Forschungsetat um 40.000 Euro auf

Der Alzheimer-Forscher Dr. Matthias Schmitz von der Universitätsmedizin Göttingen wird bis 2014 mit 40.000 Euro von der gemeinnützigen Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) gefördert. Damit stockt die AFI ihren Forschungsetat für Projekte der aktuellen Förderungsrunde auf insgesamt 363.024 Euro auf. Bereits im Dezember 2012 hatte die Alzheimer Forschung Initiative e.V. die Finanzierung von sechs Alzheimer-Forschungsprojekten an den Universitäten Göttingen, Aachen, Bonn, Erlangen-Nürnberg und München bekannt gegeben. Die AFI ist...

Deutscher Herzbericht: Sterblichkeit bei Herzkrankheiten nimmt ab, Versorgung immer besser, alte Menschen profitieren am meisten von Innovationen

„Die Sterblichkeit bei Herzerkrankungen geht in Deutschland kontinuierlich zurück, auch alte Menschen profitieren zunehmend von den Fortschritten der modernen Kardiologie. Die kardiologische Versorgung hat bereits ein hervorragendes Niveau erreicht und wird immer besser, allerdings gibt es noch regionale kardiologische Unterschiede, an denen konsequent gearbeitet werden muss.“ So fasst Prof. Dr. Georg Ertl (Würzburg), der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK), die Kernaussagen des heute in Berlin vorgestellten Deutschen ...

Forschung: Strukturierte Anordnung von Myosin-Filamenten in Muskelzellen

Die aktuelle Forschungsarbeit von Gazda et al. beschreibt wie das konservierte Protein UNC-45 die präzise Anordnung von Myosin in definierte Muskelstrukturen vermittelt. Die Abbildung illustriert das „Faltungs-Muster“ Prinzip: UNC-45 bildet eine Montageplattform, die die Arbeit weiterer Mechaniker (Hsp70 und Hsp90; hervorgehoben) an Muskel-Myosin in regelmäßigen Abständen entlang entstehender Myofilamente organisiert.

Therapie des Typ-2-Diabetes: Diabetestherapie sollte mit Metformin starten

Das blutzuckersenkende Medikament Metformin schützt Patienten mit Typ-2-Diabetes besser vor Herzinfarkten und Schlaganfällen als Medikamente aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe. Dies ergab eine US-amerikanische Studie, die kürzlich in den Annals of Internal Medicine veröffentlicht wurde. Demnach liegt das Risiko für Herzkreislauferkrankungen unter einer Therapie mit Sulfonylharnstoffen um 21 Prozent höher als bei einer Metformin-Behandlung. Aus Sicht der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) untermauern die Studienergebnisse die Empfehlung, die...

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