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Medizin

Juni 2012

Schmerzen im Urogenitalbereich: Durch Neurochirurgie große Heilungschancen bei Pudendusneuralgie

Chronische Schmerzen im Bereich des Damms, also des Perineum, zwischen Anus und äußerem Genital können, vor allem wenn sie einseitig auftreten, die Folge einer Schädigung des sogenannten Schamnervens (Nervus pudendus) sein. Die Ursache ist dann häufig ein Kompressionssyndrom, bei dem der Nerv an einer Engstelle abgedrückt wird. Eine gezielte Operation kann einige Patienten dauerhaft vom Schmerz befreien, berichten Experten auf der 63. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie in Leipzig.

Phase-III-Studie zeigt deutliche Reduktion der aktiven Psoriasis-Arthritis durch Ustekinumab

Patienten mit aktiver psoriatischer Arthritis, die Ustekinumab verabreicht erhielten, erlebten deutliche Verbesserungen der Anzeichen und Symptome der Krankheit. Daten aus der Phase-3-Studie mit 615 Patienten, die beim Jahreskongress der Europäischen Liga gegen Rheumatismus (European League Against Rheumatism, EULAR) präsentiert wurden, zeigten, dass Patienten, die mit STELARA 45 mg und 90 mg behandelt wurden, den primären Endpunkt der Studie erreichten, nämlich eine signifikante Verringerung der Arthritisanzeichen und -symptome in Woche 24.[1]

Phase-III-Studie: 62% der Patienten mit systemischer juveniler idiopathischer Arthritis mit Canakinumab symptomfrei

Novartis präsentierte heute beim Jahreskongress der European League Against Rheumatism (EULAR 2012) in Berlin neue Daten zu zwei Studien mit ACZ885 (Canakinumab): einer Phase-III-Schlüsselstudie bei SJIA1 und einer Phase-II-Studie bei TRAPS4. SJIA wie auch TRAPS sind seltene und schwerwiegende autoinflammatorische Erkrankungen, die gewöhnlich in der Kindheit beginnen (4–6). Beide Studien erreichten ihre primären Endpunkte.

Phase IIb-Daten zum SGLT-2-Inhibitor Empagliflozin über 90 Wochen weisen auf anhaltende Reduzierung des Blutzuckers und Gewichtsverlust hin

Boehringer Ingelheim und Eli Lilly and Company, Partner in einer weltweiten Diabetes-Allianz, stellten Studienergebnisse vor, die darauf hinweisen, dass der in der klinischen Entwicklung befindliche SGLT-2-Inhibitor Empagliflozin* allein oder zusammen mit Metformin den HbA1c, den Nüchternblutzucker und das Körpergewicht über bis zu 90 Wochen bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes reduzieren könnte (1). Die neuen Daten einer offenen Phase IIb- Verlängerungsstudie wurden als Late-Breaker Abstract beim ADA Kongress eingereicht.

Reagiert Hirngewebe auf Licht?

Eine aktuelle Placebo-kontrollierte Studie enthüllt neue Beweise für die Wirkung von transkranialem Licht auf Gehirnfunktionen, wenn das Licht durch das Ohr eingestrahlt wird. Es wurde festgestellt, dass Stimulierung durch Licht die Aktivität in Gehirnbereichen erhöht, die in Bezug zur Verarbeitung von visuellen sensorischen Informationen und taktilen Reizen stehen. Die Ergebnisse stellen den ersten je veröffentlichten wissenschaftlichen Artikel über die funktionelle Modulation des Gehirns mit Licht dar, wobei das Licht durch die Ohren ins Gehirn eingestrahlt wurde. Die Studie wurde in der...

Neuartiges Antibiotikum Fidaxomicin - hochspezifisch gegen Clostridium difficile

„Angesichts der zunehmenden Antibiotikaresistenzen brauchen wir dringend antibakterielle Substanzen mit neuartigen Wirkprinzipien“, erklärte Apothekenleiter Dr. Torsten Hoppe-Tichy vom Universitätsklinikum Heidelberg und fordert einen rationaleren Einsatz der Antiinfektiva. Dazu könnte das neue Antibiotikum Fidaxomicin beitragen. „Es ist hochspezifisch gegen Clostridiumdifficile- assoziierte Diarrhoen (CDAD) wirksam und zeigt im Vergleich zu Vancomycin eine signifikant niedrigere Rezidivrate“, betonte Dr. Maria Vehreschild, Köln, anlässlich...

Autoimmunreaktion löst Osteoporose aus: Bildung von Osteoklasten durch Autoantikörper am Gelenk

Autoimmunerkrankungen wie Rheumatoide Arthritis können osteoporose-ähnliche Knochenveränderungen verursachen. Auslöser sind spezielle Antikörper, die schon in einem frühen Krankheitsstadium produziert werden. Das hat ein internationales Konsortium unter Leitung von Wissenschaftlern der Medizinischen Klinik 3 (Direktor: Prof. Dr. Georg Schett) am Universitätsklinikum der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) jetzt nachgewiesen. Ihre Forschungsergebnisse haben sie jetzt im „Journal of Clinical Investigation“...

Riechtest lässt Parkinson früh erkennen

Riechtests bieten eine völlig neuartige Möglichkeit, Parkinson im Frühstadium zu entdecken und die Behandlung ehestmöglich zu beginnen. Ausgenutzt wird dabei der Umstand, dass Einschränkungen des Geruchssinns ein Frühzeichen der neurologischen Krankheit sein können. Dass selbst Riechtests an öffentlichen Plätzen beachtenswerte Ergebnisse liefern, zeigten Kölner Neurologen/-innen auf dem 22. Meeting der Europäischen Neurologengesellschaft in Prag.

Dierks‘sche Krankheit entschlüsselt

Ein internationales Forscherteam unter Leitung von Professor Dr. Thomas Dierks von der Universität Bielefeld hat eine Enzym-Erbkrankheit entdeckt. Sie ist eine Unterform des Mucopolysaccharidose-Syndroms und trägt den Namen MPS IIIE oder – nach dem Entdecker – „Dierks‘sche Krankheit“. Ihre Folgen zeigen sich bei Mäusen im fortschreitenden Verlust der geistigen Fähigkeiten, vor allem Vergesslichkeit, Lern- und Koordinations-schwierigkeiten. Der Biochemiker Dierks und sein Team haben nicht nur die Krankheit identifiziert – sie...

Nikotin und Knochenheilung

Rauchen ist ungesund. Von den bis zu 5.000 chemischen Verbindungen, die beim Zigarettenrauchen entstehen, ist Nikotin jene Substanz, die für die stimulierende Wirkung verantwortlich ist und damit zur Suchtentstehung beiträgt. Offenbar entscheidet die Dosis darüber, ob es für den Knochenstoffwechsel Gift ist, so eine britische Studie, die auf dem Europäischen Orthopädiekongress (EFORT) in Berlin vorgestellt wurde. Patienten mit Knorpelschäden am Knie sollten sich vor einer Mikrofraktur-OP besser das Rauchen abgewöhnen, legt eine andere Studie nahe.

Anforderungen an eine moderne Therapie bei Typ-2-Diabetikern: Ein Blick von der Theorie in den Praxisalltag

Die Behandlung des Diabetes Typ-2 stellt den Arzt täglich vor neue Herausforderungen. In der Praxis muss er ein individuell angepasstes Behandlungsschema für die heterogene Patientengruppe der Typ-2-Diabetiker entwickeln. Bei älteren Patienten erschweren Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen sowie geriatrische Syndrome (z. B. Behinderungen, Mangelernährung) die Diabetes-Therapie. Da in diesem Fall zahlreiche Therapienoptionen kontraindiziert sind, gestaltet sich eine optimale Behandlung häufig schwierig, und es ist die besondere Aufmerksamkeit des behandelnden...

Schlaftakt synchronisiert Herzschlag und Atmung

Der Wechsel von Tief- und Traumschlaf beeinflusst die unterschiedlichen Phasen der Synchronisation von Herzschlag und Atmung. Der Einfluss der Schlafstadien ist dabei größer als der des Alters der Schlafenden. Zu dieser Erkenntnis ist eine Forschergruppe gelangt, der Dr. Jan Kantelhardt von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) angehört. An der Studie beteiligt waren neben ihm Wissenschaftler der Berliner Charité, der Harvard Medical School (USA) und der Universität Calgary (Kanada). Die Ergebnisse sind seit gestern (12. Juni 2012) ...

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