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Medizin

Mai 2012

Vermindertes Schmerzempfinden durch mentale Ablenkung: Beteiligung eines Mechanismus im Rückenmark

Ablenkung kann das Schmerzempfinden schwächen – dieses Phänomen ist seit langem bekannt. Wissenschaftler des Instituts für Systemische Neurowissenschaften am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) können jetzt durch eine Studie belegen, dass dies kein rein psychologischer Vorgang ist, sondern auf einem Mechanismus basiert, der bereits auf Rückenmarksniveau einsetzt. Die Ergebnisse ihrer Arbeit wurden im renommierten Wissenschaftsjournal „Current Biology“ veröffentlicht.

Bundesweiter Start der BILANZ-Studie: Wie sicher ist die Langzeittherapie der Osteoporose?

Knochenbrüche können bei älteren Menschen zu erheblichen Einschränkungen im Alltag führen, bis hin zum vollständigen Verlust der Selbständigkeit. Häufige ist Osteoporose die Ursache für diese Leiden. Die meisten Osteoporose-Medikamente schützen vor Knochenbrüchen, in dem sie den Umbau des Knochens verlangsamen und die Knochenarchitektur stärken. Doch in wie weit diese Therapeutika auch eine effiziente Wirkung über Jahre haben, ist bisher nur unzureichend belegt. Aufschluss über die Langzeitwirkung von Osteoporose-Medikamenten soll jetzt die vom Bundesministerium für Forschung und...

BDRh-Kongress 2012: RA-Therapie im gesundheitsökonomischen Spannungsfeld

Beim Pressegespräch der UCB Pharma GmbH im Rahmen des 7. Kongresses des Berufsverbandes Deutscher Rheumatologen (BDRh) Ende April 2012 in Berlin diskutierten Vertreter von Gesundheitsökonomie und Rheumatologie miteinander über die optimale Therapie der Rheumatoiden Arthritis (RA). Einen Konsens fanden die Referenten darin, dass ein möglichst rascher Krankheitsrückgang sowohl aus individueller Patientenperspektive als auch aus volkswirtschaftlicher Sicht oberstes Therapiegebot sein sollte. Einigkeit bestand zudem darin, dass der Faktor Zeit – insbesondere der Zeitraum 12 Wochen – in der...

Juniorakademie und Promotionsstipendien für junge Schmerzforscher

Junge Schmerzforscher haben auch in diesem Jahr die Chance auf Unterstützung ihrer Arbeit durch die Deutsche Schmerzgesellschaft: Vom 15. bis zum 18. Juli findet zum fünften Mal die Juniorakademie statt, bei der Nachwuchsforscher ihre geplanten oder bereits begonnen Projekte diskutieren und sich vernetzen. Wer sich in seiner Dissertation mit dem Thema Schmerz befasst, kann sich bis 31. Juli 2012 um eines von drei Promotionsstipendien in Höhe von 4000 Euro bewerben. „Wir sehen die Nachwuchsförderung als Investition in eine bessere Versorgung von Schmerzpatienten“, unterstreicht Dr. Walter...

Alzheimer: Molekulares Verständnis der Synapsenschädigung erweitert

Innovative Forschung zu den Ursachen der Alzheimer-Erkrankung ist von herausragender Bedeutung, da die Zahl der Patienten mit Alzheimer Demenz auch weiterhin drastisch zunehmen wird. Um bisher fehlende wirksame Therapien möglichst bald entwickeln zu können, ist ein grundlegendes Verständnis der bei dieser Erkrankung ablaufenden pathophysiologischen Prozesse dringend erforderlich. Düsseldorfer Neurowissenschaftler des Instituts für Neuro- und Sinnesphysiologie haben nun in Zusammenarbeit mit dem Institut für Neuropathologie das molekulare Verständnis der Synapsenschädigung bei Alzheimer...

Mobilität von Tumorzellen mittels Lamellipodien

Lebende Zellen haben keine Beine und Füße, sind aber trotzdem erstaunlich beweglich. So verfolgen zum Beispiel Fresszellen des Immunsystems Erreger und beseitigen die Eindringlinge. Doch auch Krebszellen können mobil werden – quasi als Voraussetzung für die Bildung von Metastasen. Wissenschaftler unter Federführung der Universität Bonn haben einen wichtigen molekularen Mechanismus entschlüsselt, der für die Mobilität von Tumorzellen mitverantwortlich ist. Die Ergebnisse werden nun im Journal „Current Biology“ vorgestellt.

Notfall Angioödem und andere Atemwegskomplikationen

Lebensbedrohliche oder häufige Komplikationen im HNO-Bereich können Erstmanifestationen seltener Erkrankungen sein. HNO-Ärzte sollten diese Komplikationen kennen, um die richtigen Maßnahmen einleiten zu können, wie im Rahmen eines Lunch-Symposiums der Shire Deutschland GmbH beim HNO-Kongress in Mainz diskutiert wurde. Bei akuten Angioödemen im Kopf-Hals-Bereich ist es wichtig, zwischen allergischen und nicht-allergischen Ödemen zu differenzieren. Das nicht-allergische hereditäre Angioödem (HAE) kann mit dem Bradykinin-B2-Rezeptor-Antagonisten Icatibant behandelt werden. Häufige...

Pharmaforschung eröffnet neue Chancen für Patienten mit Multipler Sklerose

"Bessere Hilfe gegen MS, die Multiple Sklerose - das haben sich forschende Pharma-Firmen vorgenommen. Sie sind dabei, dieses Ziel gleich auf mehrfache Weise zu erreichen. Die neuen Medikamente sind wirksamer, teilweise auch einfacher anzuwenden als die bisherigen. Eine Hilfe für viele Betroffene!" So äußerte sich Birgit Fischer, Hauptgeschäftsführerin des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa), heute in Berlin mit Blick auf den Welt-MS-Tag am 30. Mai. "Nachdem 2011 bereits drei neue Medikamente gegen MS herauskamen, sind derzeit zwei weitere im Zulassungsverfahren."

Welt-MS-Tag: Fehldiagnosen bei Multipler Sklerose verhindern

Trotz guter Diagnosekriterien erkennen Ärzte in Deutschland Multiple Sklerose (MS) erst drei bis vier Jahre nach Auftreten der ersten Anzeichen. Denn die Symptome der Erkrankung des zentralen Nervensystems ähneln vor allem zu Beginn wegen ihrer häufig nur kurzzeitigen Präsenz einer Vielzahl anderer Krankheiten, die meist als banal eingeordnet werden. Um die Diagnose gleich zu Beginn der Erkrankung abzusichern, rät die Deutsche Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN) anlässlich des Welt-Multiple-Sklerose-Tages sogenannte evozierte Potentiale (EP) zu...

Stoffwechselzentrale Gehirn: Beginnt Übergewicht im Kopf?

Das Gehirn spielt für unser Körpergewicht eine entscheidende Rolle, indem es unser Essverhalten steuert. Die nötigen Informationen über den aktuellen Energiestatus des Körpers erhalten die grauen Zellen vom Insulin, von Hormonen aus dem Fettgewebe und vielen weiteren Botenstoffen. Im Symposium „Insulin, Adipokine und Gehirn“ des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) auf dem Diabetes Kongress 2012 der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) stand die Funktion des Gehirns und seiner Botenstoffe bei der Entstehung von Übergewicht und in Folge Diabetes im Mittelpunkt. Unter der Leitung...

Diabetesforscher: "Ohne Fettleber entwickelt sich kein Typ-2-Diabetes"

In der Pathogenese des Typ-2-Diabetes spielen die Fettleber und die Insulinresistenz des Gehirns eine zentrale Rolle. Die Adipositas steigert ebenfalls das Risiko, an einem manifesten Typ-2-Diabetes zu erkranken, ist aber nicht dessen Hauptursache. Immerhin besagen neue Erkenntnisse, dass vier von fünf Menschen mit Adipositas niemals an einem Typ-2-Diabetes erkranken. Für einen Fortschritt sorgten in den vergangenen Jahren die inkretinbasierten therapeutischen Optionen, welche die GLP-1-Analoga und die DPP-4-Inhibitoren zu bieten haben. Sie senken nicht nur zuverlässig die Blutzuckerwerte,...

DGE warnt vor Weichmachern in Plastik/ Begünstigen Phthalate Diabetes Typ 2?

Bestimmte Weichmacher in Kunststoffen, sogenannte Phthalate, fördern offenbar die Entstehung eines Diabetes mellitus Typ 2. Einer aktuellen schwedischen Studie zufolge sind Menschen mit Diabetes auffällig mit Phthalaten belastet. Weichmacher stecken etwa in Verpackungen und vielen Kosmetikartikeln, aber auch in Medikamenten und Medizinprodukten wie Kathetern oder Blutbeuteln. Frühere Untersuchungen ergaben, dass bestimmte Phthalate Männer unfruchtbar machen oder zu genitalen Fehlbildungen bei Kindern führen können. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) fordert, diese...

Geringere Krankheitsaktivität und höhere Lebensqualität für RA-Patienten durch Prednison MR

Niedrig dosiertes Prednison MR (modified-release; Lodotra®) zeigt in Kombination mit DMARDs eine schnelle und signifikante Verbesserung des gesamten Krankheitsverlaufs der rheumatoiden Arthritis (RA), reduziert deutlich Symptome wie Schmerzen oder Gelenksteifigkeit und ermöglicht den Patienten so eine höhere Lebensqualität – dies sind die wichtigsten Ergebnisse der klinischen Studie CAPRA-2 , die jetzt hochrangig in den Annals of Rheumatic Diseases (Ann Rheum Dis) veröffentlicht wurde.

NachwuchsFörderPreis Schmerz von Janssen zum fünften Mal verliehen

Auf dem Gebiet der chronischen und postoperativen Schmerztherapie erhielten in diesem Jahr drei aufstrebende Nachwuchswissenschaftler − Dr. Christine Meyer-Frießem, Bochum, Dr. Yevgen Mikhlin, Coppenbrügge, und Dr. Harald Rief, Heidelberg − den begehrten NachwuchsFörderPreis Schmerz. Zusammen mit dem pharmazeutischen Unternehmen Janssen-Cilag GmbH zeichnete ein hochkarätiges Kuratorium die zukunftsweisendsten Forschungsprojekte junger Wissenschaftler in diesem Bereich aus.

Durch Aneurysmascreening familiär vorbelastete Patienten schützen

Dank moderner bildgebender Verfahren entdecken Neuroradiologen heute immer häufiger lebensbedrohliche Aussackungen von Hirnarterien, sogenannte Hirnaneurysmen, bevor diese reißen und eine Hirnblutung verursachen. Bei der Mehrzahl der Patienten – rund 200 000 im Jahr – finden Ärzte das Aneurysma zufällig, etwa bei Abklärung anderer Erkrankungen mittels Computertomografie oder Magnetresonanzangiografie. Die Deutsche Gesellschaft für Neuroradiologie (DGNR) rät allerdings davon ab, Patienten reihenweise zu untersuchen und zu behandeln. Denn Nutzen und Risiken eines Screenings und der...

Ausmaß eines hypoxischen Hirnschadens kann mittels Kältetherapie verringert werden

Tausende Menschen in Deutschland erleiden jährlich einen sogenannten hypoxischen Hirnschaden durch einen Sauerstoffmangel des Gehirns – etwa nach einem Unfall, einer Vergiftung oder einem Herzstillstand. So beispielsweise auch der niederländische Prinz Friso von Oranien-Nassau, der seit einem Lawinenunglück im Februar 2012 im Koma liegt. Nur die wenigsten Betroffenen finden danach wieder in ihr altes Leben zurück. Die Deutsche Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI) weist jedoch darauf hin, dass sich das Ausmaß der neurologischen Schäden verringern ließe, wenn Ärzte die...

Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster untersucht die hausärztliche Versorgung von Schmerzpatienten

Hausärzte haben als erste Anlaufstelle eine zentrale Rolle bei der Schmerzversorgung. Im Rahmen der einzigartigen Versorgungsforschungsstudie „Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster“ wurden daher in Kooperation mit dem Hausärzteverbund Münster (HVM) 77 Hausärzte zum Schmerzmanagement befragt. Auf die Ergebnisse folgen nun Verbesserungen wie Qualifizierungsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit dem Hausärzteverbund und einer interdisziplinären Arbeitsgruppe.

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