Donnerstag, 28. Mai 2020
Navigation öffnen

Medizin

November 2012

Wissenschaftliche Zahnmedizin erleichtert Diagnostik und Therapie

Weniger ist mehr - für Patienten der Zahnmedizin führt diese volkstümliche Binsenweisheit auf wissenschaftlicher Basis dank neuer diagnostischer und therapeutischer Errungenschaften in verschiedenen Teildisziplinen der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde zu spürbaren Verbesserungen. „Weniger Schmerzen - bessere Planung - geringere Belastung“ lautete das Thema der Wissenschaftlichen Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) heute in Frankfurt a.M. Dabei wurden Beispiele für solche Entwicklungen aus...

Dopamin stärkt das Langzeitgedächtnis

Das Glückshormon Dopamin stärkt das Langzeitgedächtnis. Dies hat ein Team unter der Leitung von Prof. Emrah Düzel, Neurowissenschaftler am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, festgestellt. Die Forscher untersuchten Probanden im Alter zwischen 65 und 75 Jahren, denen eine Vorläufersubstanz von Dopamin verabreicht wurde. In einem Gedächtnistest schlossen diese Personen besser ab als eine Vergleichsgruppe, die ein Scheinpräparat zu sich genommen hatte.

Entwicklung eines Gegenmittels zu Dabigatran zur Aufhebung des gerinnungshemmenden Effekts in Notfallsituationen

Im Rahmen der Scientific Sessions 2012 der American Heart Association in Los Angeles wurden neue Erkenntnisse aus der Entwicklung eines Gegenmittels für Pradaxa® (Dabigatranetexilat) präsentiert.* Die Daten liefern erste Hinweise darauf, dass das hochspezifische und selektive Gegenmittel, das momentan entwickelt wird, den gerinnungshemmenden Effekt von Dabigatran sicher, wirksam und schnell aufheben kann. Das potenzielle Gegenmittel könnte - falls erforderlich - in kritischen Situationen während der Behandlung eingesetzt werden oder wenn ...

Zwillingsstudie entschlüsselt molekulare Fingerabdrücke von Umwelteinflüssen als Ursache von CED

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein haben in Zusammenarbeit mit der Universität zu London erstmals zeigen können, wie erworbene Veränderungen der Erbsubstanz zu chronischen Entzündungen des Darmes führen. Diese überraschenden Erkenntnisse, die an eineiigen Zwillingen gewonnen wurden, zeigen erstmals, dass Einflüsse der Umwelt auf das Erbgut wirken und so nachgeschaltete Funktionen im Darm langfristig Krankheiten auslösen...

Rekrutierung für kardiovaskuläre Outcome-Studie CAROLINA zu Linagliptin abgeschlossen

Boehringer Ingelheim und Lilly gaben bekannt, dass die Rekrutierung von Patienten für die CAROLINA-Studie (Cardiovascular Outcome Study of Linagliptin versus Glimepiride in Patients with Type 2 Diabetes) (1) abgeschlossen wurde. Linagliptin* wird derzeit als einziger DPP-4-Inhibitor im Rahmen einer prospektiven, kardiovaskulären Outcome-Studie mit einer aktiven Vergleichssubstanz untersucht. Weltweit nehmen über 6.000 Patienten in 43 Ländern und an über 670 Studienzentren an der Studie teil.

Studie: Jeder vierte Lehrer hat Probleme mit der Stimme

Jede vierte Lehrkraft musste bereits wegen Problemen mit der Stimme Unterricht ausfallen lassen; jede zehnte hat aus diesem Grund schon mehrfach gefehlt. Das sind zwei Ergebnisse einer aktuellen Studie der Leuphana Universität Lüneburg. Wissenschaftlerinnen der Hochschule hatten dafür rund 600 Lehrer und Referendare an Lüneburger Schulen befragt. Für andere Bundesländer liegen ähnliche Zahlen vor, schreiben die Autorinnen. Sie befürworten einen verpflichtenden Stimmtest zu Beginn des Studiums, damit im Bedarfsfalle rechtzeitig eine begleitende...

Schmerz allein ist kein Grund für eine Operation

Ständige Schmerzen im Rücken oder den Gelenken - verständlich, dass viele Patienten sich von einer Operation ein schnelles Ende der Pein erhoffen. Dies kann auch der Fall sein - vorausgesetzt die Indikation wurde korrekt gestellt. "Doch Schmerz alleine ist keine Indikation für eine Operation", warnt Dr. Gerhard H. H. Müller-Schwefe, Göppingen, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie und Leiter der 15. Südwestdeutschen Schmerztage. Bei den meisten der mehr als 600 Patienten mit Rückenschmerzen, die vor einer...

Überaktive Blase: Fesoterodin bei älteren Patienten empfohlen

„Für Patienten ab 65 Jahre, die unter den Symptomen der überaktiven Blase leiden, hat sich die Therapie mit dem Antimuskarinikum Fesoterodin in der Dosis 4 oder 8 mg als gut wirksam und verträglich gezeigt“. Dies ist das Fazit von Priv.-Doz. Dr. Ricarda M. Bauer, Oberärztin an der Urologischen Klinik und Poliklinik Großhadern der Ludwig-Maximilians-Universität in München, und Prof. Dr. Arndt van Ophoven, leitender Arzt, Schwerpunkt für Neuro-Urologie am Marienhospital Herne der Ruhr-Universität Bochum, auf dem 64. Kongress ...

Deutscher Schmerzkongress 2012: Tapentadol - Welchen Unterschied kann eine Substanz machen?

Seit zwei Jahren ist PALEXIA® retard in Deutschland verfügbar (1). Studiendaten und die Erfahrungen aus der Praxis bestätigen die starke Wirksamkeit und gute Verträglichkeit des Analgetikums in der Therapie chronischer Schmerzen (2). Eine kürzlich veröffentlichte Phase-IIIb-Studie (3) belegt zudem, dass Patienten mit Rückenschmerzen mit und ohne neuropathische Komponente von einer Behandlung mit Tapentadol profitieren können. PALEXIA® retard ist das erste, auf das zentrale Nervensystem wirkende starke Schmerzmittel,...

Funktionstüchtige Schilddrüsenzellen aus Stammzellen gewonnen

Forschern aus Belgien und den USA ist es gelungen, aus embryonalen Stammzellen funktionstüchtige Schilddrüsenzellen zu züchten. Die Zellen formierten sich selbstständig zu Schilddrüsengewebe und produzierten im Tierversuch Hormone. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) betrachtet die Experimente als einen Meilenstein hin zur Entwicklung einer Stammzelltherapie von Schilddrüsenerkrankungen. Vor einer Anwendung beim Menschen müssten allerdings die Effektivität und die Sicherheit in klinischen Studien genau geprüft werden,...

Neuronale Mechanismen des intendierten Vergessens

Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung ist Vergessen nicht immer nur eine Schwäche oder Fehlfunktion des Gedächtnisses, sondern manchmal auch ein willentlicher Akt des Gehirns: In einer aktuellen Studie konnte der Psychologe Dr. Simon Hanslmayr, Fellow des Zukunftskollegs der Universität Konstanz, die Steuerungsprozesse des Gehirns nachweisen, mit denen das Gedächtnis willentlich irrelevante Informationen ausblendet und durch neue Informationen ersetzt.

Firewall für Nervenzellen: Fumarsäureester gegen MS

Die Multiple Sklerose (MS) ist bis heute nicht heilbar. Mit modernen Medikamenten lässt sich ihr Verlauf zwar verlangsamen, jedoch sind die Wirkstoffe entweder in ihrer Wirksamkeit eingeschränkt oder mit gravierenden Nebenwirkungen verbunden. Hoffnung kommt jetzt aus der Dermatologie. Bochumer Forscher haben entdeckt, dass ein seit langem gegen Schuppenflechte bewährter Wirkstoff auf Basis der Fumarsäure die MS-Symptome stark bessert: Die Patienten erlitten 50% weniger MS-Schübe und hatten bis zu 90% weniger entzündlich aktive Herde. Nun gelang den...

Helicobacter pylori-Eradikation: Zusätzliche Therapie mit hochdosierten Lactobazillen steigert den Behandlungserfolg

Appetitlosigkeit, Magenschmerzen, Völlegefühl: Hinter solchen Beschwerden steckt oft eine Magenschleimhautentzündung. Knapp sieben Millionen Deutsche sind davon jährlich betroffen. Häufigster Auslöser ist der Magenkeim Helicobacter pylori. Eine Studie von Canducci et al. (1) zeigte: Wird die klassische Tripletherapie aus zwei Antibiotika und einem Magensäureblocker durch hochdosierte Lactobazillen (Lacteol®) begleitet, steigert dies signifikant die Eradikationsrate von 72 auf 88%.

Multiple Sklerose: Neue Daten für orales BG-12 und Natalizumab

Auf dem diesjährigen ECTRIMS-Kongress (European Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis) in Lyon präsentierte Biogen Idec neue Daten für das in der Zulassung befindliche orale BG-12 (Dimethylfumarat) sowie für Natalizumab (Tysabri®). Die integrierte Analyse der DEFINE- und CONFIRM-Zulassungsstudie sowie erste Zwischenergebnisse der Fortsetzungsstudie ENDORSE bestätigen die klinische Wirksamkeit und Sicherheit des oralen Wirkstoffs BG-12.

Chronisch-entzündliche Darmkrankheiten durch überaktives Immunsystem?

In einer der größten jemals durchgeführten wissenschaftlichen Studien konnte ein internationales Team ein neues Licht auf die genetischen Ursachen von chronisch-entzündlichen Darmkrankheiten (CED) werfen. Über 2,5 Millionen Menschen weltweit sind von diesen Krankheiten betroffen. Um diesen Menschen zu helfen, suchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach den krankheitsauslösenden Genen. Ihren Durchbruch veröffentlichten sie in der aktuellen Ausgabe (31.10.2012) der Fachzeitschrift Nature.

Wachstumsbremse für bösartige Weichgewebstumore

Welche Rolle bestimmte molekulare Faktoren für die Entwicklung von bösartigen Weichgewebstumoren spielen, untersucht Mustafa Becerikli vom Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikum Bergmannsheil. Der Mitarbeiter der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Lars Steinsträßer, Klinik für Plastische Chirurgie und Schwerbrandverletzte mit Handchirurgiezentrum (Direktor: Prof. Dr. Marcus Lehnhardt), hat die Ergebnisse seiner Arbeit auf der diesjährigen Tagung der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen ...

Das könnte Sie auch interessieren

Lückenschluss zwischen ambulanter und stationärer Versorgung

Lückenschluss zwischen ambulanter und stationärer Versorgung
© upixa - stock.adobe.com

Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) erweitert sein Angebot für Patienten mit chronischen Schmerzen durch die Eröffnung einer neuen Schmerztagesklinik. Die Patienten kommen jeden Morgen zur Behandlung und erhalten nach einem individuellen Behandlungsplan ihre Therapien. In Seminaren erfahren sie Wissenswertes über krankheits- und schmerzbezogene Themen. Am Nachmittag gehen die Patienten dann wieder nach Hause. Sie bleiben somit in ihrem häuslichen Umfeld integriert – mit allen Aufgaben und Belastungen – und können beispielsweise ihre...

EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Auch Bayern lockert „Corona“-Beschränkungen – Ab dem 15. Juni sollen auch in Bayern unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln Kinos und Theater wieder öffnen (dpa, 26.05.2020).
  • Auch Bayern lockert „Corona“-Beschränkungen – Ab dem 15. Juni sollen auch in Bayern unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln Kinos und Theater wieder öffnen (dpa, 26.05.2020).

Cookies

Diese Webseite benutzt Cookies, um den Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Ausserdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in den Allgemeine Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzrichtlinien.

Verstanden