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Medizin

November 2012

Wirkung körperlicher Aktivität nach Aortenklappenersatz per Kathetertechnik

Wenn die Aortenklappe so verengt ist, dass ein Klappenersatz notwendig wird, gab es lange dafür nur eine Möglichkeit: die Operation. Patienten, die nicht operiert werden konnten, weil sie zu alt oder zu krank waren, konnte nicht geholfen werden. Seit einigen Jahren gibt es gerade für diese Patienten ein neues Verfahren, TAVI (Transkatheter-Aortenklappen-Implantation), bei dem die neue Herzklappe mittels Kathetertechnik eingesetzt wird.

SWEETHEART-Register: Frauen mit Myokardinfarkt und Diagnose Diabetes sterben häufiger als Männer

Beim europäischen Diabeteskongress (EASD: European Association for the Study of Diabetes) in Berlin wurden kürzlich Daten des Myokardinfarkt (MI)-Registers SWEETHEART (Risk Management of Diabetics with Acute Mycardial Infarction) zum 3-Jahres-Follow-up präsentiert. Im Vergleich zu Männern nach einem akuten STEMI (ST-Elevated Myocardial Infarction) oder NSTEMI (Non-ST-Elevated Myocardial Infarction), der nicht länger als 24 Stunden zurückliegt, haben Frauen, bei denen zusätzlich Diabetes festgestellt wird, eine schlechtere Prognose. Weibliche...

RKI: Etwa 78.000 Menschen HIV-Infizierte in Deutschland, ca. 14.000 nicht diagnostiziert

Ende 2012 leben nach einer aktuellen Schätzung des Robert Koch-Instituts in Deutschland etwa 78.000 Menschen mit einer HIV-Infektion. Die Gesamtzahl der mit HIV lebenden Menschen steigt seit Mitte der Neunziger Jahre und wird auch in den kommenden Jahren weiter ansteigen, da seit der Verfügbarkeit wirksamer Therapien für die HIV-Infektion die Zahl der jährlichen Neuinfektionen höher ist als die Zahl der Todesfälle. Das Robert Koch-Institut schätzt, dass mittlerweile etwa 50.000 Menschen in Deutschland eine HIV-Therapie erhalten und von den ...

Parkinson: Inaktivierung des Kalzium-Transport-Proteins PMR1 als Therapie-Ansatz?

Unkontrollierbares Zittern, Steifheit in der Muskulatur, verlangsamte und unkoordinierte Bewegungen: Das sind Anzeichen von Morbus Parkinson, einer der häufigsten degenerativen Erkrankungen des Gehirns. Forscher der Karl-Franzens-Universität Graz sind nun dem Schlüssel zu dieser Krankheit einen großen Schritt näher gekommen: Dr. Sabrina Büttner und Univ.-Prof. Dr. Francesco Madeo vom Institut für Molekulare Biowissenschaften konnten erstmals einen wichtigen molekularen Schalter des neuronalen Zelltodes der Parkinson-Krankheit identifizieren. Die ...

Alzheimer-Forschungspreis der Hans und Ilse Breuer-Stiftung

Prof. Dr. Thomas Misgeld, München, und Prof. Dr. Boris Schmidt, Darmstadt, haben den diesjährigen renommierten, Alzheimer-Forschungspreis der Frankfurter Hans und Ilse Breuer-Stiftung erhalten, der mit insgesamt 100.000 EUR dotiert ist und zwischen den beiden Wissenschaftlern geteilt wird. Der Preis wurde am 21. November anlässlich der Konferenz "Zelluläre Mechanismen der Neurodegeneration" zum achten Mal in Folge verliehen und ist die höchst dotierte Auszeichnung für Alzheimer-Forschung in Deutschland.

Neue Patientenleitlinie zu Colitis Ulcerosa erschienen

Über den aktuellen Wissenstand rund um die chronisch-entzündliche Darmerkrankung Colitis ulcerosa können sich Patienten, Angehörige und Interessierte ab sofort in einer Patientenleitlinie informieren. Grundlage der Handlungsempfehlung ist die von der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) entwickelte ärztliche Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Colitis ulcerosa. Die neue Patientenleitlinie steht ab sofort auf der Homepage der Herausgeberin, der bundesweiten Patientenorganisatin Deutsche Morbus Crohn/ Colitis...

Zulassungerweiterung: Rivaroxaban zur Akutbehandlung und Sekundärprophylaxe der Lungenembolie

Die Venöse Thromboembolie (VTE) kann als Tiefe Venenthrombose (TVT) oder als Lungenembolie (LE) in Erscheinung treten, so Prof. Dr. Rupert Bauersachs, Darmstadt. Die Mortalität dieser beiden Manifestationen ein- und derselben Erkrankung ist mit 2% bei der tiefen Venenthrombose gegenüber 15% nach Lungenembolie jedoch sehr unterschiedlich. Zudem haben Patienten, die primär mit einer Lungenembolie symptomatisch werden, ein hohes Risiko für eine weitere Lungenembolie als Rezidiv.

Erkrankungsfall mit dem neuartigen Coronavirus in Deutschland

Das Robert Koch-Institut wurde am 22.11.2012 im Rahmen der internationalen Gesundheitsvorschriften informiert, dass ein weiterer Erkrankungsfall mit dem neuartigen Coronavirus (hCoV-EMC) bei einem Patienten aus Katar bestätigt worden ist. Der Patient wurde nach Symptombeginn im Oktober zunächst in Katar im Krankenhaus behandelt, dann aber aufgrund seiner schweren Atemwegssymptomatik in eine Speziallungenklinik nach Deutschland verlegt. Nach der dort erfolgten intensivmedizinischen Behandlung hat sich sein Zustand deutlich gebessert, so dass er diese Woche aus der Klinik...

Neues Anti-HIV-Peptid ohne Nebenwirkungen und Resistenzbildung

Die moderne HIV-Therapie ermöglicht PatientInnen heute ein nahezu normales Leben. Aufgrund zunehmender Resistenzen und Nebenwirkungen stößt die lebenslange medikamentöse HIV-Therapie jedoch an ihre Grenzen. Einem Team um die Virologin Univ.-Prof.in Dr.in Dorothee von Laer an der Medizinischen Universität Innsbruck ist es nun gelungen, einen bekannten Wirkstoff so zu verbessern, dass weder Resistenzen noch Immunantworten entwickelt werden.

Multiple Sklerose: zwei über Linkerstruktur verbundene Pharmaka ergeben neue Wirkstoffklasse

Mehr Wirkung und weniger Nebenwirkung verspricht jetzt eine neue Substanzklasse gegen Multiple Sklerose und andere neurodegenerative Erkrankungen. Dazu haben Wissenschaftler um Prof. Gunter Fischer, Halle/Saale, und Dr. Frank Striggow, DZNE, zwei bereits zugelassene Pharmaka-Grundkörper über eine chemische Linkerstruktur miteinander verbunden. Ziel dieser Verknüpfung ist einerseits ein maximaler Schutzeffekt auf Zellen des Gehirns und andererseits die Unterdrückung unerwünschter Nebenwirkungen.

Bei der HIV-Diagnose kommt dem Hausarzt eine wichtige Rolle zu

Die HIV-Infektion beziehungsweise die AIDS-Erkrankung wirft nach wie vor weltweit eine Reihe ungelöster medizinischer Probleme auf. Obwohl die Übertragungswege sattsam bekannt sind, kommt es etwa hierzulande jedes Jahr zu rund 2.500 bis 3.000 Neuinfektionen. Doch es gibt auch Erfreuliches zu berichten: So ermöglicht die hochaktive antiretrovirale Therapie (HAART) eine nahezu normale Überlebenszeit wie bei anderen chronischen Erkrankungen.

Inhibitor der Myelinbildung im zentralen Nervensystem identifiziert

Mainzer Wissenschaftler haben ein weiteres Molekül entdeckt, das eine wichtige Rolle bei der Regulierung der Bildung von Myelin im zentralen Nervensystem spielt. Myelin beschleunigt die Reizweiterleitung in Nervenzellen, indem es deren Fortsätze, die sog. Axone, an definierten Stellen umhüllt - vergleichbar mit der Plastikisolierung eines Stromkabels. Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftler um Dr. Robin White vom Institut für Physiologie und Pathophysiologie der Universitätsmedizin Mainz kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift EMBO reports...

Sport für Menschen mit Down-Syndrom

„Menschen mit Down-Syndrom, die ernsthaft Sport treiben, sind nach einigen Jahren genauso athletisch wie Sportler ohne Down-Syndrom. Manche meiner Kollegen können sich das immer noch nicht vorstellen, denn die Muskeln der Betroffenen galten bisher als wenig leistungsfähig, ihr Bindegewebe als zu locker und die typischen Körperproportionen als kaum veränderlich", berichtet Prof. Dr. med. Holm Schneider, Leiter des Pädiatrischen Forschungszentrums am Universitätsklinikum Erlangen.

Sind Regulatorische T-Zellen der Schlüssel zu effektiveren Impfungen?

Gegen viele Infektionskrankheiten existieren keine wirksamen Impfstrategien - die Antworten des Immunsystems auf den Impfstoff fallen zu schwach aus. Forscher versuchen deshalb, das Immunsystem auszutricksen, indem sie Regulatorische T-Zellen abschalten, die ansonsten die Immunantwort dämpfen. Immunologen des Institut Curie, Paris, haben die Effekte beim Abschalten dieser Zellen unter Beteiligung des TWINCORE Instituts für Infektionsimmunologie genauer untersucht. Dass ein solcher Eingriff in unser Immunsystem vor allem eine Frage des genauen Timings ist, publizieren sie...

Gefäßwandverletzungen der Hauptschlagader - Prognose besser als gedacht

Dr. Bartosz Rylski, Arzt in der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie am Universitäts-Herzzentrum Freiburg Bad Krozingen (UHZ), hat den Young Investigator Award der Europäischen Gesellschaft für Herz- und Thoraxchirurgie (EACTS) erhalten. Rylski hatte die Krankenakten von 100 Patienten ausgewertet, bei denen es während einer Herzkatheteruntersuchung oder eines chirurgischen Eingriffs zu Komplikationen und damit zu einer Schädigung der Gefäßwand der Hauptschlagader gekommen war, einer sogenannten iatrogenen Aortendissektion.

Psychologie: Durch Sich-Hineinversetzen in ihn wird der Mensch "humanisiert"

Je mehr wir uns in die Gedankenwelt eines Menschen hineinversetzt haben, umso mehr sind wir bereit, uns später für diesen einzusetzen. Dieses Hineinversetzen löst bei uns "Humanisierung" aus: die Person wird stärker als ein Mensch wahrgenommen. Ein Team von der Social, Cognitive and Affective Neuroscience Unit der Universität Wien in Kooperation mit der Medizinischen Universität Wien hat Effekte dieser "Humanisierung" untersucht.

Kopplung von Zellskelett und Zellmembran in roten Blutkörperchen

Die Funktion von Erythrozyten kann durch die Entkopplung von Zellskelett und Zellmembran mittels Zufuhr des energiereichen Moleküls ATP reguliert werden. Wie sie zu diesem Ergebnis mit seinem hohem Anwendungspotential für die medizinische Diagnostik gekommen sind, berichten Augsburger Nanowissenschaftler um den Physiker Prof. Dr. Thomas Franke in einem zum Front Cover-Artikel gekürten Beitrag der Ausgabe 44/2012 der renommierten Zeitschrift "Soft Matter".

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EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Italien verlängert Notstand bis Oktober (dpa, 29.07.2020).
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