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Medizin

Juli 2012

Koronare Herzkrankheit erkennen und behandeln

Die Koronare Herzkrankheit (KHK) zählt weltweit zu den häufigsten Herzerkrankungen. Millionen von Menschen leiden an Verengungen der Herzkranzgefäße. Allein in Deutschland werden jährlich rund 665 000 Patienten wegen einer KHK in Krankenhäuser eingeliefert. Bei dieser Erkrankung kommt es infolge einer Verengung der Herzkranzgefäße zu einer Mangeldurchblutung des Herzens, im schlimmsten Fall führt sie zum Herzinfarkt und zur Herzschwäche. Die KHK zählt zu den bedeutendsten Ursachen für Invalidität und Tod, dies gilt...

Aktuelle Praxisstudie zu Rotigotin bei Restless-Legs-Syndrom

Nicht nur nachts ist RLS (Restless-Legs-Syndrom) für Patienten ein Thema. Auch tagsüber können die charakteristischen Symptome auftreten. So beantworteten acht von zehn RLS-Patienten bei der Praxisstudie „RLSPRACTISE“ die Frage, ob sie „während des Tages RLS-typische Symptome haben“ mit „ja“. 68,3% der 526 Patienten mit mittelschwerem bis schwerem RLS wurden bei der Studie aufgrund mangelnder Wirksamkeit der Vormedikation auf das transdermale System Rotigotin umgestellt (1). Das Ergebnis: Der über 24 Stunden konstante...

Doping in Freizeit- und Leistungssport: Verbotene Hormonpräparate immer raffinierter

Bei den Olympischen Sommerspielen in London müssen sich die Sportler so vielen Dopingtests unterziehen wie nie zuvor. Denn die Vielfalt und der oft hormonähnliche Aufbau der heutzutage verwendeten Präparate zwingt Doping-Fahnder zu immer komplexeren Verfahren, um die verbotenen Substanzen nachzuweisen. Allerdings beschränke sich Doping nicht auf den Leistungssport, betont die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE). Verbreitet seien diese Präparate, die oft körpereigenen Stoffen ähneln, auch im Freizeitsport und in Fitnessstudios.

Kongress-Highlights zu Insulin degludec

Insulin degludec ist der erste Vertreter einer neuen Generation ultra-langwirksamer Basalinsuline. Es bildet nach der Injektion ein subkutanes Depot aus löslichen Multi-Hexameren. Von den Enden dieser Multi-Hexamere lösen sich im Zeitverlauf einzelne Monomere ab, die langsam und kontinuierlich in die Blutbahn resorbiert werden. Das sorgt für ein flaches, stabiles und gleichmäßiges Wirkprofil. Erreicht werden diese pharmakokinetischen Eigenschaften von Insulin degludec durch die Addition einer Fettsäurekette über einen sogenannten Linker ...

Frauenärzte der GenoGyn: Demenzerkrankungen in der Menopause vorbeugen

Mit der Lebenserwartung steigt das Risiko für altersassoziierte Erkrankungen, allen voran das Risiko für neurodegenerative Veränderungen. Aufgrund der längeren Lebensspanne der Frau schätzen Experten, dass heute rund 800 000 der 1,2 Millionen Demenzkranken in Deutschland weiblich sind. Damit rückt die Prävention ins Visier von Gynäkologen, die zunehmend die Rolle eines Facharztes für Frauengesundheit einnehmen. „Frauen in der Menopause stehen im Mittelpunkt der Prävention neurodegenerativer Erkrankungen“, sagt Frauenarzt...

Stammzellforscher treffen auf Systembiologen – Modellvorhersagen treffen auf klinische Studien

Mehr als 400 internationale Wissenschaftler werden sich vom 18. bis 20. Juli 2012 auf dem 4. Internationalen Stammzellkongress Dresden über die Stammzellbiologie vom Modell bis zur Anwendung austauschen. Dieses Mal sind dazu auch explizit Systembiologen eingeladen worden, um quantitative Methoden sowie theoretische Herangehensweisen in Vorträgen und Diskussionen einzubringen. Das ist die Besonderheit dieses Dresdner Kongresses, da sich hier Forscher dieser verschiedenen Disziplinen das erste Mal in dieser Form auf einem Kongress treffen.

Parkinson-Studie: Bedeutung von Risiko-Genen für die Krankheitsentstehung

Wissenschaftler am Hertie-Institut für klinische Hirnforschung und dem Universitätsklinikum Tübingen haben als Leiter einer internationalen Studie die Bedeutung neuer genetischer Risiko-Faktoren für die Parkinson-Krankheit in verschiedenen Bevölkerungsgruppen nachgewiesen. Die Studie basiert auf der genetischen Untersuchung von mehr als 17.000 Patienten und gesunden Kontrollpersonen. Erstmals belegt die Studie als eine der bisher größten genetischen Untersuchungen zur Parkinson-Krankheit die Bedeutung von Risiko-Genen für die ...

Wasser im Schwimmbecken mit Hilfe von Kupfer-Ionen aufbereiten

Je länger der diesjährige Sommer sich von seiner kalten Seite zeigt, desto mehr steigt die Vorfreude der Besitzer von privaten Schwimmbecken auf heiße Zeiten und die Abkühlung im eigenen Garten. Damit sich im Wasser keine Bakterien und Algen vermehren können, kommt in der Regel Chlor zum Einsatz. Doch das ist nicht ungefährlich: Kinder wie Erwachsene können unter dem chemischen Zusatz leiden - von roten Augen bis zur Chlorallergie. Ein Verfahren zur Aufbereitung des Wassers in Schwimmbecken ohne Chlor haben Chemiker der Technischen...

Dilatative Kardiomyopathie bei Wolfshunden/ Erkenntnisse auf Menschen übertragbar

Bei Irischen Wolfshunden wird häufig eine tödliche Herzerkrankung diagnostiziert. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Tierzucht und Vererbungsforschung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) konnten jetzt in Kooperation mit einer veterinärmedizinischen Herzspezialistin aus Wissen im Westerwald und Forschern aus Uppsala und Lyon Genorte identifizieren, die an der Entstehung der dilatativen Kardiomyopathie (DCM) beim Irischen Wolfshund beteiligt sind. Die Ergebnisse dieser Studie haben die Wissenschaftler im...

Pollen: Blütenstaub lässt Wolken gefrieren

Pollen haben nicht nur empfindliche Auswirkungen auf die Nasen von Allergiker, sondern auch auf das Wetter und das Klima, fand ein Forschungsteam der TU Wien heraus. Blütenpollen können für das Gefrieren von Wolken verantwortlich sein und damit einen wichtigen Einfluss auf das Klima ausüben. Bisher hatte man diesen Effekt für sehr gering gehalten, weil in großer Höhe kaum noch Pollen zu finden sind. Allerdings besitzen Pollen an ihrer Oberfläche viele verschiedene Makromoleküle. An der TU Wien konnte man nun zeigen, dass genau solche ...

Beschädigte Membranproteine werden mittels Rhomboid-Protease in der Zelle abgebaut

Einen bislang unbekannten Weg zum Abbau beschädigter Zellproteine haben Wissenschaftler des Zentrums für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg (ZMBH) entschlüsselt. Im Mittelpunkt der Forschungen stand eine spezielle Protease, die Bindungen innerhalb von Proteinen spaltet. Diese Protease arbeitet an einem besonderen Ort – in der Zellmembran, in der Reaktionen, die Wasser benötigen, eigentlich nicht ablaufen können. Das Team von Dr. Marius Lemberg konnte nun zeigen, dass diese ungewöhnliche Protease bereits innerhalb der Membran ...

Immunsystem: Herkunft der follikulären dendritischen Zellen geklärt

Neuropathologen der Universität Zürich lösen das Rätsel um die Herkunft der follikulären dendritischen Zellen. Diese Immunzellen des Lymphsystems spielen bei der Entstehung vieler Krankheiten eine wichtige Rolle. Die Forscher weisen nach, dass die follikulären dendritischen Zellen von sesshaften Zellen abstammen, die in den Blutgefäßwänden sitzen. Dank dieser Erkenntnis lassen sich zentrale Aspekte der Entstehung von Autoimmunkrankheiten, chronischen Entzündungen, Tumoren und Prionenerkrankungen untersuchen.

Hyperphosphatämie: Zulassungsrelevante Phase-III-Studie mit PA21 erreicht primäre und sekundäre Endpunkte

Die Ergebnisse einer zulassungsrelevanten klinischen Phase-III-Studie zeigen, dass der neue Phosphatbinder PA21 Hyperphosphatämie bei Dialysepatienten mit chronischer Niereninsuffizienz erfolgreich kontrolliert. Die Studie untersuchte den Einsatz von PA21 (Eisen(III)-Oxyhydroxid) bei der Behandlung von Hyperphosphatämie bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz (CKD), die sich einer Dialyse unterziehen müssen. Die Studie erreichte ihre primären und sekundären Endpunkte und wird nun als Grundlage für die Registrierungsgesuche in den USA, in...

Max-Planck-Forscher für Beiträge zur Auswertung biologischer Daten geehrt

Martin Vingron, Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin, ist zum Fellow der International Society for Computational Biology (ISCB) gewählt worden. Die ISCB ist die führende Vereinigung von Wissenschaftlern, die sich mit der Untersuchung von lebenden Systemen durch computergestützte Methoden beschäftigen. Die Auszeichnung wurde am 15. Juli 2012 im Rahmen der ISMB - Intelligent Systems for Molecular Biology-Konferenz 2012 überreicht.

Response-geleitete Therapie der chronischen Hepatitis C: Zwei von drei Relapsern können mit Telaprevir die Therapiedauer halbieren

Nicht nur bei therapienaiven Patienten mit chronischer Hepatitis C vom Genotyp 1, auch bei Patienten, die nach anfänglich erfolgreicher dualer Vortherapie einen Rückfall erlitten haben (Relapser), kann die Dauer der Telaprevir-basierten Triple-Therapie bei rund zwei Drittel auf die Hälfte verkürzt werden (1,2). Die virologischen Ansprechraten bleiben auch bei halbierter Behandlungszeit vergleichbar hoch. Telaprevir (Incivo®) ist derzeit der einzige Proteaseinhibitor, der Relapse-Patienten eine verkürzte Therapie ermöglicht.

Erblicher Alzheimer 25 Jahre vor ersten Symptomen im Gehirnscan sichtbar

Alzheimer zeigt sich in Gehirnscans bereits Jahrzehnte vor dem typischen Erinnerungsverlust und der Einbuße kognitiver Fähigkeiten. Bei der seltenen familiären Variante der Alzheimer-Krankheit beginnt der Countdown etwa 25 Jahre vor den Symptomen, berichten Neurologen der Washington University School of Medicine  im "New England Journal of Medicine". "Im Körper findet eine regelrechte Kaskade von Ereignissen statt, die man in einer Zeitleiste abbilden kann", erklärt Studienautor Randall Bateman.

Langzeitresultate abwarten: Diabetes kehrt nach Magen-OP bei jedem Fünften zurück

Operationen am Magen-Darmtrakt dämmen einen Diabetes mellitus offensichtlich doch nicht so wirksam ein, wie bislang angenommen: Wie eine aktuelle US-amerikanische Studie zeigt, tritt der Diabetes bei einem Fünftel der Operierten nach drei bis fünf Jahren wieder auf. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) weist darauf hin, dass angesichts dieser Ergebnisse nach wie vor sehr sorgfältig abzuwägen sei, ob ein chirurgischer Eingriff am Magen-Darm-Trakt bei Menschen mit Diabetes tatsächlich zu vertreten ist.

Psoriasis vulgaris: Neue Erkenntnisse zum Wirkmechanismus von Fumarsäureestern

Der Entschlüsselung des Wirkmechanismus von Fumarsäureestern ist eine Tübinger Forschungsgruppe auf der Spur: Neueste Forschungsergebnisse zeigen nun, dass beim Krankheitsbild der Psoriasis vulgaris eine Behandlung mit Fumarsäureestern die Immunantwort von ‚proentzündlich‘ zu ‚antientzündlich‘ umkehren kann. „Unsere neuen Forschungsergebnisse deuten auf einen quasi kausalen Behandlungsansatz der Fumarsäureester hin, auf eine ‚Reprogrammierung‘ des Immunsystems“, stellt der Leiter der Forschungsgruppe,...

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Bei der Pflege demenzkranker Menschen sollten aus Sicht von Experten der Krankenkassen Alternativen zu Medikamenten eine größere Rolle spielen. Es gebe eine Vielzahl anderer Verfahren wie Training von Alltagstätigkeiten, Übungen zum Gestalten von Beziehungen oder körperliche Aktivierung, teilte der Medizinische Dienst der gesetzlichen Kassen in Berlin mit. Dabei müsse man sich im Klaren sein, dass dies personal- und zeitintensiv sei und Folgen für die Personalbemessung und die Besetzung habe.

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Viele pflegende Angehörige nehmen ihre eigenen Bedürfnisse kaum mehr wahr. Die Sorge um den Angehörigen oder die Angst, der Aufgabe nicht gerecht zu werden, können den Blick auf sich und eigene Wünsche verstellen, erklärt Daniela Sulmann vom Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP). "Als erstes gilt es dann zu versuchen, sich selbst wieder stärker in den Fokus zu nehmen und zu formulieren, was man braucht." Das jedoch sei leichter gesagt als getan. Sulmann empfiehlt Pflegenden daher, ein Tagebuch zu führen.