Sonntag, 12. Juli 2020
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Medizin

Oktober 2012

Alzheimer: Ergebnisse aus Phase-III-Studien mit Solanezumab

Am 8. Oktober 2012 wurden im Rahmen der Jahrestagung der American Neurological Association (ANA) erstmals Details der beiden Phase-III-Studien zu Solanezumab vorgestellt. Bereits im August hatte Lilly berichtet, dass die primären Endpunkte der Studien bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Demenz nicht erreicht wurden. In der von Lilly durchgeführten vorspezifizierten Sekundäranalyse der gepoolten Daten aller Patienten mit leichter Alzheimer-Demenz aus beiden Studien konnte jedoch eine signifikante Verlangsamung der Abnahme der kognitiven...

Aggressiver Lymphkrebs ALCL: Imatinib bei "austherapiertem" Patienten erfolgreich

Eine im Tierversuch entwickelte Therapiemethode für eine besonders aggressive Form von Lymphkrebs mit dem Wirkstoff Imatinib ermöglicht einem bis dahin als austherapiert geltenden Patienten seit 22 Monaten das Überleben. Der Patient konnte mittlerweile an seinen Arbeitsplatz zurückkehren. Die Studie dazu entstand maßgeblich in der Gruppe von Lukas Kenner vom Ludwig Boltzmann Institut für Krebsforschung und von der Medizinischen Universität Wien, mit der Unterstützung von Karoline Kollmann und Veronika Sexl an der Vetmeduni Vienna und von...

Akute Bauchschmerzen: Es kann auch die Hauptschlagader sein

Die Behandlungsergebnisse bei Erkrankungen der Aorta haben sich deutlich verbessert. Während heute die Sterblichkeit bei einer stabilen Erkrankung der unteren Aorta bei sechs Prozent pro Jahr liegt, waren es vor 20 Jahren noch 18%. Das berichtet Prof. Dr. Christoph Nienaber (Herzzentrum der Universitätsmedizin Rostock) auf einer Pressekonferenz der Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Hamburg. Das zunehmende Auftreten von Aorten-Erkrankungen kommt vor allem daher, dass Menschen mit den entsprechenden Risikofaktoren, vor allem...

Das individuelle Risiko des Typ-2-Diabetikers bestimmt das Therapieziel

In der Behandlung des Typ-2-Diabetes ist Umdenken angesagt: Es gilt nicht mehr als zweckmäßig, ein einheitliches Ziel für den HbA1C-Wert festzulegen, denn nicht alle Patienten profitieren von einem HbA1C unter 6,5%. Stattdessen sollte ein individueller, also patientenzentrierter Therapieansatz verfolgt werden, der die Gesamtsituation berücksichtigt. Das Behandlungsziel ist also an das individuelle Risiko des Typ-2-Diabetikers anzupassen, fordert ein aktuelles Positionspapier der American Diabetes-Association (ADA) und der European Association for the Study of...

Regulation von HIF-1alpha bei Immunprozessen

Wissenschaftler der Universitätskliniken Jena, Charité, Regensburg und von der HU Berlin konnten neue Genregulationsmechanismen für den Hypoxie-induzierten Faktor HIF-1alpha aufklären, der in den Zellen die Anpassungsprozesse auf Sauerstoffunterversorgung vermittelt. Dabei zeigten sie mit Hilfe systembiologischer und molekularbiologischer Ansätze, wie die Produktion von HIF-1alpha auch unter normalen Sauerstoffbedingungen vom Regulationsfaktor Tristetraprolin (TTP) beeinflusst wird und sich auf die Bildung von Immunzellen auswirkt. Die jetzt...

Lymphome: Erfolgreiches Verbundprojekt der Deutschen Krebshilfe

Verbesserte Diagnosemöglichkeiten und individuell auf den Patienten abgestimmte Therapien – das sind die Früchte der Arbeit des wissenschaftlichen Verbundprojekts „Molekulare Mechanismen bei malignen Lymphomen“, das die Deutsche Krebshilfe seit 2004 mit insgesamt fast acht Millionen Euro gefördert hat. Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten stand das Erstellen so genannter molekularer Fingerabdrücke von Lymphknotenkrebs. Diese „kriminalistische“ Herangehensweise ermöglichte den Wissenschaftlern, wichtige Hinweise für die...

Fortschritte in der Behandlung des Bauchaorten-Aneurysma

Die Behandlung des Bauchaorten-Aneurysma (BAA), der krankhaften Aussackung der Hauptschlagader im Bauchraum, hat zuletzt enorme Fortschritte gemacht, berichtet Prof. Dr. Giovanni Torsello, Münster, auf der Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Hamburg: „Die moderne Medizintechnik ist heute dazu in der Lage, Prothesen (Stents) zu produzieren, die eine Behandlung von Aneurysmen erlauben, ohne die Durchblutung von Nieren- und Darmarterien zu beeinträchtigen. Dazu werden Prothesen mit ‚Fenster‘ verwendet. Diese Fenster sind...

Herzinsuffizienz: Neue Behandlungsempfehlungen der Europäischen Kardiologen-Gesellschaft

„In den letzten Jahren ist es gelungen, die Prognose und Lebensqualität der Patienten mit Herzinsuffizienz zu verbessern. Die Neuerungen in Diagnostik und Therapie der HI schlagen sich in den aktualisierten Leitlinien der Europäischen Kardiologengesellschaft ESC nieder“, so Prof. Dr. Stefan Störk, Würzburg, auf einer Pressekonferenz anlässlich der Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Hamburg. Vergleicht man die Sterblichkeit nach der Diagnose Herzinsuffizienz (HI) mit jener bei verschiedenen Krebserkrankungen, so ...

Durchblutungsstörung der Beine: Katheter-Behandlung und regenerative Therapien für verschlossene Beinarterien

In den vergangenen Jahren haben sich Katheter-Techniken, wie man sie aus der Versorgung von Herzinfarkt-Patienten kennt, auch in der Therapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) durchgesetzt. Das bedeutet für die Patienten vor allem weniger belastende Eingriffe verglichen mit der offenen Operation, berichtet Professor Dr. Sigrid Nikol (Asklepios Klinik St. Georg, Hamburg) auf einer Pressekonferenz zur Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Hamburg.

Übergewicht und Bewegungsmangel im Kindesalter schädigt Muskel- und Knochenaufbau

Etwa 15-20% der Kinder in Deutschland sind übergewichtig, rund 6% sogar adipös – mit steigender Tendenz. Für den in diesen Lebensjahren wichtigen Aufbau von Muskeln und Knochen ist regelmäßige Bewegung unerlässlich. Doch laut KiGGS-Studie bewegen sich nur rund 14% der Kinder dreimal die Woche. Das kann zu schweren Erkrankungen im Alter führen. Zu diesem Thema veranstaltet der Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie e. V. (BVOU) im Dezember die Aktionswoche „Zeigt her Eure Füße“....

Neue ESC-Richtlinien: Update zu Risiko und Vorbeugung

Mit dem aktuellen Update ihrer Richtlinien zur kardiovaskulären Prävention hat die Europäische Kardiologengesellschaft, ESC, einen radikalen Schnitt vollzogen. Eine Reihe von Neuerungen wird auch die tägliche Praxis im Umgang mit Risiko-Patienten verändern. „Bislang wurde zwischen Primär- und Sekundärprävention unterschieden. Erstere richtete sich an Personen mit Risikofaktoren, zweitere an Patienten, die bereits eine manifeste kardiovaskuläre Erkrankung entwickelt hatten. Diese Unterscheidung gehört nun der Vergangenheit...

Thrombosetherapie: Risikogruppen wie Schwangere und Tumorpatienten im Fokus

Im Laufe einer Schwanger-schaft steigt das Risiko, an einer venösen Thromboembolie (VTE) zu erkranken, um das 2- bis 5-Fache an. Dieses Risiko bleibt auch 4 bis 6 Wochen postpartal noch bestehen. Mit diesem Thema leitete Prof. Dr. Viola Hach-Wunderle, Frankfurt a. M., das Satellitensymposium, das im Rahmen der 41. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Angiologie (DGA) in Mainz stattfand, ein. Ihr folgte Dr. Franz Xaver Bräu, Rottach-Egern, mit einem Überblick über die neuen oralen Antikoagulantien sowie ihre Vor- und Nachteile bezüglich...

Sport in der Schwangerschaft ohne Risiko für das Kind

Gesunde Frauen können und sollten während einer Schwangerschaft weiter Sport treiben. Dem ungeborenen Kind schadet die körperliche Anstrengung der Mutter nicht. Zu diesem Ergebnis kommen US-amerikanische Wissenschaftler in einer Studie, in der sie mittels Doppler-Ultraschall den Blutfluss in der Nabelschnur von Ungeborenen untersuchten. Die Daten belegen aufs Neue, dass die früheren Empfehlungen zur sportlichen Zurückhaltung während der Schwangerschaft falsch sind, stellt die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) fest. Zu ...

Reanimation ist einfach: Jeder kann Leben retten

Wenn eine Person einen plötzlichen Herzstillstand hat, können sofortige Wiederbe­lebungsmaßnahmen Leben retten. Jeder kann und sollte diese durchführen. Das ist die Botschaft der Kampagne „100 Pro Reanimation“, die zum Weltanästhesie-Tag am 16. Oktober 2012 startet. Ziel der Initiative des Berufsverbandes Deutscher Anästhesisten e. V. (BDA) und der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e. V. (DGAI) ist es, das Bewusstsein für die lebensrettenden Fähigkeiten jedes Einzelnen zu schärfen...

Patienten mit Muskel-Skelett-Erkrankungen künftig unterversorgt? Orthopäden und Unfallchirurgen fürchten um Versorgungsqualität

Verletzungen und deren Folgen sowie Erkrankungen der Halte- und Bewegungsorgane verursachen in westlichen Ländern rund 20 Prozent der direkten Gesundheitskosten. Gründe sind die Zunahme von Verletzungen im „Aktivalter“, aber auch die steigende Lebenserwartung mit Osteoporose bedingten Frakturen sowie die zahlreichen Verschleißerkrankungen bei zunehmendem Bewegungsmangel und Übergewicht. Gleichzeitig sind die Zahlen der jungen Fachärztinnen und -ärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie in den letzten Jahren deutlich gesunken. Auch...

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Laut der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS Welle 2), die vom Robert Koch-Institut durchgeführt wurde, haben nach dem Referenzsystem der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 26,3% der 5- bis 17-Jährigen Übergewicht; 8,8% sind von Adipositas betroffen (1). In der Versorgung dieser Kinder und Jugendlichen gibt es erhebliche Defizite: So werden in Deutschland überzeugende, wissenschaftlich-basierte Behandlungs- und Betreuungskonzepte im Gesundheitssystem nicht unterstützt und in der Regel von den Kostenträgern nicht finanziert....

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