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Medizin

September 2012

Augenärzte oft erste Anlaufstelle bei Kopfschmerz

Jedes Jahr suchen zweieinhalb Millionen Menschen einen Augenarzt wegen Kopfschmerzen auf. Doch meist liegt gar keine Augenerkrankung oder Sehschwäche vor, die als Auslöser in Frage käme. In 90% der Fälle leiden die Patienten an Migräne, Spannungs- oder Clusterkopfschmerz. Damit werden Augenärzte zu einer wichtigen Anlaufstelle für Kopfschmerz-Patienten. Wie sich die Diagnose sicher stellen lässt, diskutieren Augenärzte auf dem 110. Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) vom 20. bis 23. September in Berlin.  

Multiple Sklerose: Patienten nach Studie verunsichert - Interferon-Therapie bleibt unverzichtbar

Interferonpräparate werden als Standardtherapie bei Multipler Sklerose (MS) eingesetzt. In der Vergangenheit konnten mehrere Studien zeigen, dass diese Medikamente die Entzündungsaktivität im Zentralen Nervensystem reduzieren. Der Einfluss auf das Fortschreiten der Behinderung hingegen, also, ob Patienten auf Gehhilfen oder den Rollstuhl angewiesen sind, ist bislang nicht überzeugend positiv oder negativ belegt. Um dieser Frage nachzugehen, werteten Wissenschaftler aus Kanada Material aus Patientendatenbanken aus. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass die...

Ballonpumpe beim herzbedingten Schock: Sicher, aber ohne zusätzlichen Nutzen

Die in die Hauptschlagader eingesetzte Ballonpumpe (intraaortale Ballongegenpulsation) bringt Patienten, die sich nach einem akuten Herzinfarkt in einem lebensbedrohlichen Zustand (kardiogener Schock) befinden, keinen Vorteil gegenüber der alleinigen Katheter-Intervention zur Wiedereröffnung verschlossener Herzkranzgefäße. Zu diesem überraschenden Ergebnis kam die IABP-SHOCK II Studie, die mit 600 Patienten größte bisher durchgeführte interventionelle Studie zum kardiogenen Schock. Die Daten von IABP-SHOCK II wurden heute auf dem Kongress...

Entwicklung des Diabetes in Deutschland dramatischer als bisher erwartet

Derzeit wird in Deutschland der Anteil der Erwachsenen mit bekanntem Typ 2 Diabetes auf 7-8% geschätzt. Anhand neuer epidemiologischer Daten eines nationalen Forscherverbunds, an dem das DDZ beteiligt ist, und der aktuellen Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes muss im Jahr 2030 in der Altersklasse der 55 bis 74-Jährigen von 3,9 Millionen Personen mit Typ 2 Diabetes ausgegangen werden. Gegenüber heute bedeutet das einen Anstieg um mehr als 1,5 Millionen Personen. Würde allein nur jede zweite Person mit Prä-Diabetes dauerhaft an...

Zulassungserweiterungen für drei Subtypen der Juvenilen Idiopathischen Arthritis

Das humane lösliche TNF-α-Rezeptorfusionsprotein Etanercept (Enbrel®) hat Zulassungserweiterungen für drei weitere Subtypen der Juvenilen Idiopathischen Arthritis (JIA) erhalten. Seit August 2012 steht diese Behandlungsoption nun auch für Kinder und Jugendliche mit erweiterter (Extender) Oligoarthritis ab einem Alter von zwei Jahren sowie für Jugendliche mit Enthesitis-assoziierter Arthritis und Psoriasis-Arthritis ab zwölf Jahren zur Verfügung, wenn die Betroffenen zuvor auf eine andere Therapie nicht ausreichend angesprochen oder ...

Autoimmunerkrankungen: Autoaggressive T-Zellen erlangen in der Lunge die Fähigkeit, das Gehirn anzugreifen

Autoimmunerkrankungen werden durch Immunzellen ausgelöst, die sich gegen das eigene Gewebe richten. So gelingt es den Immunzellen bei der Multiplen Sklerose (MS), in das Nervengewebe einzudringen und dort zerstörerische Entzündungen zu verursachen, die mit schweren Ausfallserscheinungen, z.B. Lähmungen und Gefühlsstörungen einhergehen können. Das gesunde Gehirn ist praktisch frei von jeglichen Immunzellen, da das Nervensystem vom übrigen Körper durch spezialisierte Blutgefäße abgeschottet ist, die den Übertritt dieser...

Klinisches Phase-III-Programm zum JAK-Inhibitor Tofacitinib bei Rheumatoider Arthritis

Das New England Journal of Medicine (NEJM) hat in einer aktuellen Ausgabe (1) die Ergebnisse zweier bereits abgeschlossener Phase-III-Studien zu Tofacitinib publiziert. Tofacitinib ist ein oral verabreichbarer Hemmstoff der Janus-Kinasen (JAK), der sich derzeit in der klinischen Prüfung für die Therapie von erwachsenen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Rheumatoider Arthritis (RA) befindet.

Rudolf Pichlmayr Preis: Einfluss der Expression von Toll-Like-Rezeptoren auf die Sofortfunktion des Transplantats

Für die Untersuchung der molekularen Mechanismen mit dem Ziel einer verbesserten Risikoabschätzung bzgl. der Sofortfunktion eines Transplantats wurde die Forschungsarbeit von Privatdozent Dr. med. Bernhard Krüger, V. Medizinische Klinik, medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, von der Deutschen Transplantationsgesellschaft (DTG) mit dem von Biotest AG gestifteten Rudolf Pichlmayr Preis ausgezeichnet.

Neurodegenerative Erkrankungen: Neue Erkenntnisse über Fehlfaltung von Proteinen

Verschiedene neurodegenerative Erkrankungen wie die Spinozerebelläre Ataxie (SCA) oder Chorea Huntington entstehen dadurch, dass sich bestimmte Eiweiße, darunter ein Protein namens Ataxin-1, falsch zusammenlagern. Forscher des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch haben nun gemeinsam mit Kollegen von der Université Paris Diderot, Paris, Frankreich, 21 andere Eiweiße identifiziert, die dazu beitragen oder verhindern, dass Ataxin-1 schädliche Strukturen ausbildet.

Neue Erkenntnisse über den Salztransport in der Niere

Salz ist für den Organismus lebenswichtig. Eine entscheidende Rolle für einen ausgeglichenen Salzhaushalt spielen dabei die Nieren. Aber noch immer ist nicht im Detail verstanden, wie der Körper seinen Salzhaushalt reguliert. Jetzt haben Forscher des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Universität Kiel die Funktion eines Gens in der Niere entschlüsselt und damit neue Erkenntnisse über diesen komplizierten Steuerungsprozess gewonnen.

Heilung von Alzheimer – eine Frage der Mitochondrien-Größe?

In einer Forschungsstudie fanden Wisssenschaftler des Queensland Brain Institute der University of Queensland in Australien und der Harvard University in den USA heraus, dass die Größe der Mitochondrien, die für die Energieversorgung der Zellen verantwortlich sind, tatsächlich eine wichtige Rolle spielt. Durch eine Veränderung dieser subzellularen Strukturen im Gehirn könnte Alzheimer behandelt werden. Denn im Rahmen der Studie stellten die Forscher fest, dass ungewöhnlich lange Mitochondrien eine giftige Wirkung aufwiesen, die letztlich zum...

Deutsche Studie: Deutlich weniger Herzinfarkte nach Rauchverboten

„Neue deutsche Studien zeigen, dass Nichtraucherschutz-Gesetze einen sehr positiven Einfluss haben. Aus kardiologischer Sicht sollte also der Weg der Rauchverbote und des Nichtraucherschutzes in öffentlich zugänglichen Orten konsequent weiter gegangen werden.“ Das sagte Prof. Dr. Georg Ertl (Würzburg), Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie), heute auf einer Pressekonferenz anlässlich des  Europäischen Kardiologenkongress vorgestellt, bei dem von 25. bis 29. August in München 30.000 Teilnehmer aus 150...

Beschneidung von Jungen: „Eingriff nur mit adäquater Schmerzbehandlung durchführen!“

Auch Säuglinge empfinden Schmerzen. Darauf weist die Deutsche Schmerzgesellschaft angesichts der aktuellen Debatte um eine Gesetzesgrundlage der Beschneidungspraxis bei Jungen hin. „Als Konsequenz des aktuellen Stands der klinischen und wissenschaftlichen Forschung appellieren wir, dass entsprechende Eingriffe nur unter adäquater Schmerzbehandlung und Nachsorge durchgeführt werden“, so Prof. Dr. med. Wolfgang Koppert, Präsident der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V.

Nach Infekt zu früh wieder zum Sport: Gefährlich für das Herz

Die Olympischen Spiele in London sind für viele sicher ein willkommener Ansporn, Sport zu treiben und die eigenen Leistungsgrenzen auszuloten. Gefährlich für das Herz kann es werden, wenn man sich krank oder noch geschwächt von einer Krankheit sportlich betätigt oder anderen körperlichen Belastungen aussetzt. Grund: Auch bei vermeintlich banalen Erkrankungen wie z. B. Infekte oder Magen-Darm-Infektionen kann der Herzmuskel in Mitleidenschaft gezogen sein. Bei einer solchen Myokarditis, die oft gar nicht bemerkt wird, ist körperliche Belastung Gift...

Phase-III-Studie: Tiotropium führt zu signifikanter Reduktion der Exazerbationen bei Asthma-Patienten, die trotz ICS/LABA-Behandlung symptomatisch bleiben

Im Rahmen des Jahreskongresses der European Respiratory Society (ERS) wurden erstmals Ergebnisse von zwei Phase-III-Studien des UniTinA-asthma™-Programms vorgestellt. Sie zeigen, dass Tiotropium das Auftreten von Asthma-Exazerbationen bei Patienten, die trotz einer Behandlung mit mindestens ICS/LABA* symptomatisch bleiben, signifikant reduziert (1).

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