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Medizin

10. Mai 2012

Zielgerichtete Therapien für Rheumatoide Arthritis und weitere Autoimmunerkrankungen im Fokus der Forschung

Das in den internationalen EULAREmpfehlungen zur Behandlung der RA festgehaltene „Tight Control“-Konzept schreibt ein engmaschiges Monitoring der Krankheitsaktivität innerhalb von 12 Wochen und im Bedarfsfall eine Anpassung der Therapie vor.(1) Zudem konnte man in Studien zu Biologika feststellen, dass ein Therapieansprechen nach 12 Wochen mit der langfristigen Prognose korreliert – je besser das Ansprechen zu Woche 12, desto höher die Wahrscheinlichkeit einer niedrigen Krankheitsaktivität nach einem Jahr. (2)

Mädchen und Mütter frühzeitig über die HPV-Impfung aufklären

Impfungen gehören zu den kosteneffektivsten Präventionsmaßnahmen im Gesundheitswesen, dennoch sind hohe Impfraten keine Selbstverständlichkeit. „Trotz des wirksamen und langanhaltenden Impfschutzes vor Humanen Papillomviren (HPV), liegt in Deutschland die Impfrate bei nur ca. 30 Prozent. Und dies, obwohl die Ständige Impfkommission (STIKO) bereits seit 2007 eine Impfempfehlung für alle Mädchen von 12 bis 17 Jahren gegen die HPV-Typen 16 und 18 ausgesprochen hat [1]“, betonte Prof. Dr. Elmar A. Joura auf dem Symposium von Sanofi Pasteur MSD im Rahmen des 30. Jahrestreffens der European...

Schlaganfallbeauftragter soll Kommunikation zwischen Versorgern, Patient und Angehörigen verbessern

Schlaganfallpatienten benötigen auch nach der Akutbehandlung im Krankenhaus und der Rehabilitation eine langfristige, qualifizierte Nachsorge. Leider können viele Betroffene darauf heute nicht bedarfsgerecht zurückgreifen, weil den Betroffenen und Angehörigen oftmals schon ein qualifizierter Ansprechpartner für die vielfältigen, individuell aber sehr unterschiedlichen Versorgungserfordernisse fehlt. Um diesem Problem zu begegnen, ist im Rahmen der Berliner Schlaganfall‐Allianz (BSA) ein Aufgabenprofil für einen solchen Ansprechpartner, der „Schlaganfallbeauftragte“ entwickelt worden.

Nach Infarkt: Körpereigenes Protein schwächt das Herz zusätzlich

Ein körpereigenes Eiweiß schädigt bei chronischer Herzschwäche, z.B. nach einem Herzinfarkt, das angegriffene Herz zusätzlich: Es verringert die Fähigkeit der Herzmuskelzellen, sich zusammenzuziehen, das Herz verliert an Pumpkraft. Die molekularen Zusammenhänge haben Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg um Dr. Philip Raake erforscht und jetzt in der renommierten Fachzeitschrift „Circulation“ veröffentlicht. Das schwächende Protein GRK2, das im Herzen von Patienten mit Herzinsuffizienz in mehr als doppelt so hoher Konzentration wie bei Gesunden vorkommt, ist ein...

Viele Erwachsene haben keinen ausreichenden Impfschutz gegen Pertussis und Polio

Während die Impfraten bezüglich Pertussis und Polio bei Kindern bis zum Vorschulalter sehr gut sind, weisen Jugendliche und Erwachsene erhebliche Impflücken auf. Aktuelle Umfrage-Ergebnisse zeigen, dass nur etwa 31% einen vollständigen Polio-Impfschutz vorweisen können. Noch düsterer sieht es bei der Pertussis-Impfung aus. Nur 15% der Befragten konnten einen aktuellen Impfschutz nachweisen (1). „Dabei ist Pertussis längst nicht nur eine Kinderkrankheit.

09. Mai 2012

Amyotrophe Lateralsklerose: Mäuse ohne Fibroblast-Growth-Factor-2 haben milderen Verlauf

Ein Forscherteam der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) fand neue Wege für die Therapie der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS). Bisher nahm man an, dass ein Protein namens FGF-2 einen positiven Einfluss auf diese tödlich verlaufende Nervenerkrankung hat. Doch das Gegenteil ist der Fall: Ohne dieses Protein verläuft die Krankheit milder. Das fand Professorin Dr. Claudia Grothe, MHH-Institut für Neuroanatomie, gemeinsam mit Professorin Dr. Susanne Petri, MHH-Klinik für Neurologie, und Dipl.-Biol. Nadine Thau, Zentrum für Systemische Neurowissenschaften, heraus. Ihre Ergebnisse...

Schwachstelle eines gefährlichen Krankenhaus-Keims

Wenn es um gefährliche Antibiotika-resistente Erreger im Krankenhaus geht, taucht früher oder später der Name Staphylococcus aureus auf. Ein Angriffspunkt für die Entwicklung neuer Wirkstoffe speziell gegen dieses Bakterium ist das Enzym FabI. Dessen Struktur haben Forscher des Würzburger Rudolf-Virchow-Zentrums eingehend charakterisiert – und Hinweise darauf gefunden, warum Staphylococcus aureus auf eine Hemmung dieses Enzyms anfälliger reagiert als andere Bakterienarten.

Krampfadern: Stripping-Methode bleibt konkurrenzfähig

Prof. Dr. med. Achim Mumme vom Venenzentrum der Ruhr-Universität Bochum (RUB) hat überprüft, ob die Stripping-Methode zur Behandlung von ausgeprägter Varikosis in validen Vergleichsstudien tatsächlich unterlegen ist. Das überraschende Ergebnis: Die neuen Laser- und Radiowellenverfahren sind bislang den Beweis schuldig geblieben, dass sie bei gleicher Nachhaltigkeit der Behandlung tatsächlich schonender sind als die operative Therapie.

Calcineurin-Inhibition neuer Therapieansatz für nierenerkrankte Patienten mit erhöhtem Herzinfarktrisiko?

Frau Dr. Giovana Di Marco (Arbeitsgruppe Prof. Dr. Marcus Brand) aus der Medizinischen Klinik D am Universitätsklinikum Münster (UKM) erhält den „ERA EDTA Nachwuchspreis 2012“ der Europäischen Gesellschaft für Nephrologie (European Renal Association). Unter den 2371 eingereichten wissenschaftlichen Arbeiten konnte sich das von Frau Di Marco und Kollegen bearbeitete Forschungsprojekt mit dem Titel „Cardioprotective effect of calcineurin inhibition in an animal model of renal disease“ mit der am höchsten bewerteten Punktzahl durchsetzen.

Wichtige Signale für die gezielte Entwicklung und Regeneration von Betazellen identifiziert

Eine internationale Kooperation von Wissenschaftlern zeigt in ihrer heute beim renommierten Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlichten Studie, dass der Notch-Signalweg für die Bildung von Insulin-produzierenden Betazellen essentiell ist. Daraus ergeben sich neue Ansatzpunkte für dieBetazell-Ersatztherapie und die Regeneration der Langerhans’schen Inseln bei der Volkskrankheit Diabetes mellitus.

08. Mai 2012

EASL 2012: Telaprevir-basierte Tripletherapie ist kosteneffektiv

Eine jüngst auf der 47. Jahrestagung der Europäischen Vereinigung zum Studium der Leber (EASL) in Barcelona vorgestellte Kosteneffektivitätsanalyse für Incivo® (Telaprevir) zeigt, dass die Dreifachtherapie von Telaprevir mit Peginterferon alfa und Ribavirin (PR) sowohl für therapienaive als auch für vorbehandelte Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (HCV)-Infektion vom Genotyp-1 (G1) in Relation zur dualen PR-Therapie kosteneffektiv ist. (1)

Abnehmen bremst krebsfördernde Entzündungen

Übergewicht begünstigt Entzündungen, die als krebsfördernd gelten. Gemeinsam mit amerikanischen Kollegen untersuchte Cornelia Ulrich aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum und dem NCT Heidelberg an übergewichtigen Frauen, ob sich die Entzündungswerte durch Sport und/oder Kalorienreduktion reduzieren lassen. Beide Lebensstilveränderungen waren hochwirksam: Kalorienreduktion allein oder in Kombination mit Sport senkte die Entzündungsparameter um mehr als ein Drittel und damit in vergleichbarem Umfang wie entzündungshemmende Medikamente. Gewichtsabnahme kann daher als wirkungsvoller Beitrag...

BfR: E-Zigaretten können auch zu gesundheitlichen Gefahren für Passivraucher führen

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat einige typische Inhaltsstoffe von E-Zigaretten-Liquids wie Nikotin, Vernebelungsmittel, Zusatz- und Aromastoffe bewertet: Die Dämpfe dieser Substanzen können die Gesundheit von E-Rauchern beeinträchtigen. Gefahren für Dritte sind nach derzeitigem Kenntnisstand nicht auszuschließen. Angesichts eines großen und wachsenden Produktspektrums an Liquids für E-Zigaretten ist nicht im Detail bekannt, was ein E-Raucher im konkreten Fall tatsächlich inhaliert bzw. ausatmet und mit welchen Schadstoffen die Atemluft belastet wird. Durch den Einsatz von...

Helfen Gentests im Kampf gegen Volkskrankheiten?

Zu den Möglichkeiten und Grenzen von Gentests bei der Vorhersage und Diagnostik weit verbreiteter Volkskrankheiten hat der Deutsche Ethikrat am 3. Mai 2012 Experten in einer öffentlichen Anhörung befragt. Die Ergebnisse werden in die Stellungnahme zur Zukunft der genetischen Diagnostik einfließen, die der Ethikrat derzeit im Auftrag der Bundesregierung erarbeitet. Herz-Kreislauf-Leiden, Krebs, Darmerkrankungen, psychiatrische Erkrankungen und Stoffwechselkrankheiten gehören zu den weitverbreiteten Krankheiten in unserer Gesellschaft. Viele verschiedene genetische und umweltbedingte...

Denosumab festigt trabekuläre und kortikale Knochen

In der dreijährigen Placebo-kontrollierten FREEDOM-Studie senkte der RANK-Ligand-Inhibitor Denosumab (60 mg subkutan, halbjährlich) das Risiko neuer Frakturen signifikant an allen untersuchten Skelettlokalisationen. (4) Die auf der Basis quantitativer Computertomografien an Lendenwirbelsäule und Hüfte vorgenommene FEA zeigt, dass Denosumab die Knochenfestigkeit sowohl im trabekulären als auch im kortikalen Kompartiment deutlich verbesserte. (1)

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