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Medizin

07. Mai 2012

Expertenempfehlung zur Schmerztherapie bei Kniegelenk-implantation: Effektive Analgesie verbessert Therapieerfolg

Eine effektive Schmerztherapie vor, während und nach einer Kniegelenkimplantation verbessert den Therapie- und den Rehabilitationserfolg. Das ist das Fazit einer interdisziplinären Expertenempfehlung, die auf einer Pressekonferenz im Rahmen der 60. Jahrestagung der Vereinigung Süddeutscher Orthopäden und Unfallchirurgen e.V. in Baden-Baden vorgestellt wurde. Die Analgesie ist Voraussetzung für die schnelle Mobilisierung des Knies nach der Operation und beeinflusst somit das spätere Rehabilitationsergebnis.

Zu viele künstliche Gelenke? Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie e.V.

Klagen über das deutsche Gesundheitswesen gibt es reichlich: Zu teuer und ineffizient. Dabei steigt die Lebenserwartung der deutschen Bevölkerung ständig an. Dies ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass der Hüftgelenkverschleiß heute durch eine Endoprothese so erfolgreich behandelt werden kann, dass der künstliche Hüftgelenkersatz als die „Operation des 20. Jahrhunderts“ bezeichnet wurde: Ältere Menschen mit Hüft- und Kniegelenksverschleiß oder Schenkelhalsbrüchen müssen nicht mehr invalide im Lehnstuhl sitzen, sondern können weiterhin mobil bleiben und ersparen dem Staat die...

Mildes Ausdauertraining hat ideale Effekte auf Gesundheit

Regelmäßiges Joggen erhöht die Lebenserwartung bei Männern um 6,2 Jahre und bei Frauen um 5,6 Jahre. Zu diesem Ergebnis kommt die Langzeitstudie "Copenhagen City Heart Study". Die dänischen Forscher beziehen sich bei Ihrer Analyse auf Daten, die sie seit 1976 in Kopenhagen sammeln. 20.000 Menschen wurden regelmäßig zu ihren Lebensgewohnheiten befragt. "Wir können anhand unserer Daten entgültig sagen, dass Joggen gut für die Gesundheit ist", sagt Studienleiter Peter Schnohr. Schnohr und sein Team verglichen die Sterblichkeit von Joggern und Nicht-Joggern. Die Läufer wurden auch nach ihrem...

Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft: Frühgeborenen-Retinopathie bestmöglich behandeln

Frühgeborenen-Retinopathie (ROP) ist in Industrieländern eine der häufigsten Ursachen für Erblindung im Kindesalter. Durch die Netzhauterkrankung erleiden bundesweit jährlich rund 500 Frühchen schwere Schäden am Auge. Wann es sinnvoll ist, den zurzeit nur im Off-Label-Use verfügbaren Wirkstoff Bevacizumab einzusetzen, beschreiben die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG), die Retinologische Gesellschaft und der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) jetzt in einer Stellungnahme.

Thromboseprophylaxe und -therapie: Überzeugende Daten für Rivaroxaban

Als die Ergebnisse der RECORD-Studien veröffentlicht wurden (1-5), durfte die Fachwelt auf eine substanzielle Verbesserung in der Thrombose-Prophylaxe nach Knie- und Hüftgelenkersatzoperation hoffen. Denn der erste direkte orale Faktor-Xa-Inhibitor Rivaroxaban (Xarelto®) war signifikant wirksamer als Enoxaparin und dabei ebenso verträglich. Dennoch stellte sich die Frage, ob sich die Ergebnisse aus den Studien in die Praxis übertragen lassen würden. Sie lässt sich mittlerweile mit einem klaren ‚Ja‘ beantworten.

04. Mai 2012

Gen USP9X unterdrückt Bauchspeicheldrüsenkrebs

Das Gen USP9X kann beim duktalen Adenokarzinom des Pankreas dazu beitragen, dessen Entwicklung zu unterdrücken. Das konnte im Rahmen einer internationalen Kooperation wissenschaftlicher Arbeitsgruppen nachgewiesen werden. Daran beteiligt war ein Wissenschaftler-Team aus Dresden, Regensburg und Jena, das PD Dr. Christian Pilarsky von der Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus leitete. Die Forschungsergebnisse werden in der aktuellen Ausgabe des internationalen Wissenschafts-Journals Nature publiziert.

Biosignaturen zur Unterscheidung von Tuberkulose und Sarkoidose

Bei einer Reihe von Krankheiten benötigen Mediziner für eine zutreffende Diagnose Merkmale, mit denen sie die Erkrankung eines Patienten eindeutig identifizieren können. Wissenschaftler suchen deshalb nach möglichst einfach zu messenden Biomarkern für eine Erkrankung oder Kombinationen mehrerer Biomarker – sogenannter Biosignaturen. Forscher vom Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin haben nun ein vollständiges Profil der Aktivität von Genen und mikroRNAs zusammen mit wichtigen Entzündungsstoffen im Blut von Tuberkulose- und Sarkoidose-Patienten erstellt.

Verjüngung adulter Stammzellen gelungen

Die Forscher haben einen Weg gefunden, adulte Stammzellen des blutbildenden Systems zu verjüngen, so dass diese ihre Aufgaben im Körper wieder genauso gut erfüllen können wie junge Zellen. Ihre Erkenntnisse zeigen in bisher einmaliger Form, dass bestimmte Alterungsprozesse in diesen Zellen rückgängig gemacht werden können und geben Hinweise darauf, dass dies auch für andere Zellen gelten könnte. Langfristig könnten ihre Forschungen helfen, altersbedingten Erkrankungen wie Blutarmut oder verminderte Immunabwehr besser zu begegnen.

Fettqualität beeinflusst Blutzuckerspiegel, körperliche Aktivität und Gehirnaktivität

Der Konsum von tierischen Fetten kann die Gehirnfunktion und den Schlaf verändern. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Medizinischen Universitätsklinik Tübingen. Danach führt eine gesteigerte Aufnahme von Milchfett zu erhöhten Blutzuckerwerten, einer verminderten Gehirnaktivität und weniger Bewegung. Dies ist bei einer vergleichbaren Aufnahme von Rapsöl, das reich an ungesättigten Fettsäuren ist, nicht der Fall. Die Forscher weisen darauf hin, dass Fette, die einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren enthalten, das Diabetesrisiko erhöhen und die Hirnleistung reduzieren.

03. Mai 2012

Belimumab bei Lupus: Zusatznutzen ist nicht belegt

Belimumab (Handelsname Benlysta®) ist seit Februar 2012 als Zusatzbehandlung für erwachsene Patientinnen und Patienten mit der Autoimmunerkrankung "systemischer Lupus erythematodes" (SLE) zugelassen. Der monoklonale Antikörper kommt nur infrage, wenn die Erkrankung trotz Standardbehandlung weiter aktiv ist. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat jetzt den Zusatznutzen des Wirkstoffs gemäß AMNOG überprüft.

Ist Magen-OP gegen Typ 2-Diabetes nachhaltig erfolgreich?

Bereits jeder fünfte Erwachsene in Deutschland ist gemäß der Nationalen Verzehrsstudie stark übergewichtig. Gut eine Million ist mit einem Body-Mass-Index (BMI) von über 40 sogar schwer adipös. Zahlreiche Betroffene leiden auch unter Diabetes Typ 2. Bleiben Ernährungs-, Bewegungs- und Psychotherapien auf die Dauer erfolglos, kann ihnen eine bariatrische Operation beim Abnehmen helfen. Bei vielen der Diabetes-Patienten verbessert sich nach der OP auch die Stoffwechsellage, so dass sie zunächst keine Insulintherapie mehr benötigen. Ob dieser Effekt jedoch von Dauer ist und die bariatrische...

Leitlinienkonforme Therapie der rheumatoiden Arthritis

Zu den Tumor-Nekrose-Faktor-α (TNFα)-assoziierten chronisch-entzündlichen Erkrankungen gehören die rheumatoide Arthritis, die Arthritis psoriatica, die Spondylitis ankylosans sowie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie die Lebensqualität drastisch einschränken und die Morbidität sowie Mortalität in die Höhe treiben. Angesichts dieser Situation ist eine leitlinienkonforme Therapie anzustreben, bei der auch die TNFα-Antagonisten einen großen Stellenwert besitzen.

Ultraschall verbessert Diagnose bei Karpaltunnelsyndrom

Das sogenannte Karpaltunnelsyndrom tritt vor allem bei Menschen auf, die ihre Hand beruflich stark belasten, wie etwa Kassierer/innen oder Fließbandarbeiter/innen. Frauen erkranken etwa dreimal häufiger daran. Ursache sind meist Ödeme oder Entzündungen, die auf die Nerven in der Handwurzel drücken. Selten stecken aber auch Tumoren oder Blutgerinnsel hinter dieser meist schmerzhaften Erkrankung, die fast die Hälfte aller nichttraumatischen Nervenschädigungen ausmacht. Erfolgt die Diagnose zu spät, verlieren Betroffene das Gefühl in Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger. Dann muss oft...

DFG-Schwerpunktprogramm soll Wirkung von Darmbakterien auf Immunsystem aufklären

Eine Billon Bakterien pro Quadratmeter – das mikrobielle Ökosystem im Darm ist komplex und beeinflusst die Gesundheit. Die Entstehungsmechanismen von entzündlichen Darmerkrankungen und die Anfälligkeit für Infektionen stehen im Mittelpunkt eines neuen Schwerpunktprogramms, dessen Einrichtung die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) beschlossen hat. Die Koordination übernehmen Prof. Dirk Haller von der Technischen Universität München und Prof. Ingo Autenrieth von der Eberhard Karls Universität Tübingen. Ab Anfang 2013 soll das Programm gemeinsam mit neun weiteren DFG-Schwerpunkten seine...

Forscher finden neue Erbgut-Varianten für Adipositas

Dicksein hat viele Ursachen: etwa zu viel oder falsches Essen und wenig Bewegung. Tatsächlich liegt es aber auch in der Familie. Ob jemand übergewichtig wird, bestimmen zu mehr als 50 Prozent die Erbanlagen. Knapp drei Dutzend Gene, die das Körpergewicht regulieren, sind schon bekannt. Ein Forscherteam der Universität Duisburg-Essen (UDE) hat nun gemeinsam mit Kollegen aus aller Welt zwei neue Erbanlagen entdeckt. Die Ergebnisse sind Teil einer großen internationalen Studie.

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