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Medizin

Beiträge zum Thema: Ärzte

November 2017

Daten zur rheumatoiden Arthritis – DGRh rät zu gewissenhafter Interpretation

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) geht davon aus, dass hierzulande etwa 1,5 Millionen Menschen an einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung leiden. Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (ZI) legt nun aktuelle Zahlen vor, die für eine kontinuierlich steigende Krankheitshäufigkeit der rheumatoiden Arthritis (RA) sprechen. Die DGRh weist darauf hin, dass die Gründe für ein solches Ergebnis vielfältig sein können. Zweifelsohne sei bei zunehmend guten Behandlungsmöglichkeiten auch der...

PML-Risiko steigt mit jeder Natalizumab-Infusion: Daten zur Risikostratifizierung

Das Risiko, unter Natalizumab eine virusinduzierte progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML) zu entwickeln, steigt für Multiple-Sklerose-Patienten, die eine immunsuppressive Therapie benötigen, mit jeder Infusion des Medikaments. Dies zeigt eine retrospektive Datenanalyse, die im Fachmagazin „Lancet Neurology“ veröffentlicht wurde. Die Publikation stellt ein neues Protokoll für eine individuelle Risikobewertung für die PML vor.

Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse durch Evolocumab bei Patienten mit pAVK oder nach Herzinfarkt

Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse durch Evolocumab bei Patienten mit pAVK oder nach Herzinfarkt
© sudok1 / Fotolia.com

Bei der diesjährigen Scientific Sessions der American Heart Association (AHA) wurden neue Daten aus 5 Subgruppen-Analysen der Evolocumab-Outcome-Studie (FOURIER) bekanntgegeben. Die Ergebnisse einer präspezifizierten Analyse zeigten, dass die Gabe von Evolocumab zusätzlich zur Statin-Therapie den klinischen Nutzen für Hochrisiko-Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) durch eine signifikante Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse (wie Herzinfarkt und Schlaganfall) verbessern kann. In einer weiteren Analyse konnte der gleiche Effekt für...

Pneumokokken-Impfung: Patienten vertrauen der Empfehlung ihres Arztes

Pneumokokken-Impfung: Patienten vertrauen der Empfehlung ihres Arztes
© Adam Gregor / Fotolia.com

Über 90% der Patienten in Deutschland würden den Impf-Empfehlungen ihres Arztes folgen. Das ergab die repräsentative Umfrage PneuVUE® (Adult Pneumonia Vaccine Understanding in Europe), für die Erwachsene ab 50 Jahren zum Thema Pneumonie befragt wurden (1). Dass Patienten offen für eine Impfberatung sind, ist eine gute Nachricht für die Praxis. Denn die Impfquoten sind trotz Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) vergleichsweise niedrig (2,3): Nur 22% der Befragten mit einem erhöhten Risiko an einer Pneumokokken-Infektionen...

Angeborene Lungenerkrankung: Alpha-1-Antitrypsin-Mangel – früher Therapiestart vorteilhaft

Angeborene Lungenerkrankung: Alpha-1-Antitrypsin-Mangel – früher Therapiestart vorteilhaft
© psdesign1 / Fotolia.com

Das Protein Alpha-1-Antitrypsin (A1-AT) schützt die Lunge (1). Bei Menschen mit einem Mangel an A1-AT bildet sich meist ein Emphysem, denn krankheitsbedingt kommt es zu einem Abbau von Lungengewebe. Durch die Gabe des humanen A1-AT Respreeza® aber lässt sich dieser Abbau wirkungsvoll verlangsamen (2,3). Experten diskutierten jetzt darüber (4), dass die Behandlung besonders vorteilhaft ist, wenn sie früh begonnen wird. Zum Beispiel auch schon bei Patienten, deren FEV1 (Forced Expiratory Volume in 1 second) noch über 65% liegt.

Amerikanische Experten legen Zielblutdruckwerte neu fest

Amerikanische Experten legen Zielblutdruckwerte neu fest
© JPC-PROD / Fotolia.com

In Deutschland sind 20 bis 30 Millionen Menschen von Bluthochdruck betroffen. Die American Heart Association (AHA) und das American College of Cardiology Guidelines (ACC) haben jetzt ihre neuen Hypertonie-Leitlinien vorgestellt. Diese klassifizieren nun bereits Blutdruckwerte von 130 bis 139 mmHg systolisch und 80 bis 89 mmHg diastolisch als Hypertonie Grad 1. Ein Grundgedanke der neuen Leitlinie ist es, dass Patienten bei der Diagnose Bluthochdruck künftig ihren Lebensstil frühzeitig anpassen, um ihre Blutdruckwerte zu normalisieren, oder falls das nicht möglich ist, mit...

Die chronisch metabolische Azidose – das unterschätzte Risiko

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion leiden häufig unter einer chronisch metabolischen Azidose (cmA), da die geschädigten Nieren nicht mehr genügend Bicarbonat in den Blutkreislauf abgeben. Die cmA hat nicht nur systemische Auswirkungen, sondern beschleunigt auch den weiteren Funktionsverlust der Nieren und erfordert deshalb eine rechtzeitige Diagnose und Therapie. Nachdem die cmA lange Zeit nicht mehr im wissenschaftlichen Fokus stand, wurde sie durch die bahnbrechende Studie von De Brito-Ashurst in 2009 wieder stärker ins Bewusstsein der Ärzte...

Schlaganfallschutz mit NOAK: Inadäquate Dosisreduktion gefährdet den Erfolg

Schlaganfallschutz mit NOAK: Inadäquate Dosisreduktion gefährdet den Erfolg
© johannesspreter / Fotolia.com

Auch bei den neuen oralen Antikoagulanzien (NOAK) kommt es auf die richtige Dosierung an: In aller Regel sollte die Standarddosis verordnet werden, Dosisreduktionen sind nur bei speziellen Risikokonstellationen angebracht. In der Praxis scheinen Ärzte dies jedoch oft anders zu handhaben, möglicherweise weil sie Blutungskomplikationen mehr fürchten als das erhöhte Schlaganfallrisiko.

Johnson & Johnson Institute adressiert veränderte Anforderungen der Fort-und Weiterbildung im Gesundheitswesen

Johnson & Johnson will mit umfassender und professioneller Fort- und Weiterbildung für medizinische Fachkräfte 3 wesentliche Ziele des Gesundheitswesens unterstützen: bessere medizinische Ergebnisse, erhöhte Patientenzufriedenheit und die Reduzierung der Kosten für eine wertebasierte Patientenversorgung. Die Schulungsmöglichkeiten reichen von App-basierten Online-Modulen über Symposien bis hin zu "hands-on" Prozeduren-Trainings. Ziel ist es, Gesundheitsdienstleister dabei zu unterstützen, den Anforderungen der heutigen...

Patentfreie etablierte Basistherapien für Patienten mit HIV- und chronischen Hepatitis B-Infektionen

Das Spektrum an patentfreien Medikamenten zur Behandlung von HIV-Infektionen und chronischer Hepatitis B wurde zum 26. Juli um zwei weitere wichtige Präparate erweitert. Ab sofort wird mit Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil HEXAL® eine der am häufigsten verordneten HIV-Backbone-Therapien als generische Alternative angeboten (1,2). Zudem ist ab sofort auch Tenofovirdisoproxil HEXAL® für die Behandlung von Patienten mit chronischer Hepatitis B erhältlich (3).

Verdacht auf Lungenembolie: Wann die Szintigraphie zum Einsatz kommen sollte

Rund 65.000 Menschen erkranken jährlich in Deutschland an einer Lungenembolie, schätzungsweise 7.000 Betroffene versterben daran. Die lebensbedrohliche Erkrankung kündigt sich häufig mit Atemnot und Schmerzen im Brustkorb an – mit Beschwerden, wie sie etwa auch bei einem Herzinfarkt auftreten. Das macht die Diagnose oft schwierig. In vielen Fällen hilft eine Lungen-Szintigraphie am besten, die Ursache zu klären. Bei welchen Patienten das nuklearmedizinische Verfahren zum Einsatz kommen sollte, hat jetzt ein internationales Expertengremium festgelegt. Der...

Fortbildungskonzept MENSCH zur verbesserten schmerztherapeutischen Versorgung

Um die schmerztherapeutische Versorgung in Deutschland nachhaltig flächendeckend zu verbessern und den betroffenen Patienten Lebensqualität zurückzugeben, haben die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS)  und der Arzneimittelhersteller Hexal im vergangenen Jahr das modulare Fortbildungskonzept „MENSCH – Masterclass. Education. SCHmerz“ ins Leben gerufen. Im Rahmen regionaler Veranstaltungsreihen können nun deutschlandweit Allgemeinärzte und Apotheker kostenlos an MENSCH teilnehmen und mehr über einen ganzheitlichen...

ATTR Amyloidose mit Polyneuropathie: Vollständige positive Ergebnisse Phase-III-Studie zu Patisiran

Aktuell wurden vollständige positive Ergebnisse aus der Phase-III-Studie APOLLO zu Patisiran, (untersuchtes RNAi-Therapeutikum) öffentlich, das für Patienten mit erblicher ATTR-Amyloidose (hATTR) mit Polyneuropathie entwickelt wurde. Diese klinischen Daten wurden auf dem 1. Europäischen ATTR-Amyloidose-Treffen für Patienten und Ärzte am 2. und 3. November 2017 in Paris, Frankreich, vorgestellt. Auf Basis dieser Ergebnisse beabsichtigt Alnylam einen Zulassungsantrag für neue Arzneimittel (ZNA) für Patisiran gegen Ende 2017 und einen Antrag auf...

In Deutschland derzeit kein Gesundheitsnotstand aufgrund von Opioid-Abhängigkeit zu befürchten

Nachdem der amerikanische Präsident Donald Trump aufgrund der massiven Zunahme an Drogentoten den nationalen Notstand bezüglich Opioiden erklärt hat, gibt die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) Entwarnung: In Deutschland sei aktuell kein Gesundheitsnotstand aufgrund von Opioid-Abhängigkeit zu befürchten. Die gesetzlichen Regelungen sowie die vorhandenen Leitlinien zum Einsatz von Opioiden verhinderten in den meisten Fällen die Entwicklung einer Abhängigkeit.

EU-Zulassung für Rivaroxaban zur verlängerten Vorbeugung von venösen Thromboembolien

Die Europäische Kommission hat eine Zulassung für ein neues klinisches Einsatzgebiet für den oralen Faktor-Xa-Inhibitor Rivaroxaban (Xarelto®) 10 mg erteilt. Es handelt sich um die Dosierung von einmal täglich 10 mg Rivaroxaban zur Langzeitprävention rezidivierender venöser Thromboembolien (VTE). Das Einsatzgebiet gilt für Patienten, die nach dem thromboembolischen Ereignis bereits mindestens sechs Monate lang die Standard-Antikoagulation erhalten haben. Somit erhalten die behandelnden Ärzte nun eine weitere therapeutische Option...

Oktober 2017

Positives Nutzen-Risiko-Profil von Cladribin bei schubförmiger Multipler Sklerose

Im Rahmen der 7. gemeinsamen Tagung von ECTRIMS und ACTRIMS in Paris (MSParis2017) wurden positive Nutzen-Risiko-Daten zu einer kürzlich zugelassenen Multiple-Sklerose-Therapie (Cladribin-Tabletten) bekannt gegeben. Eine Post-hoc-Analyse von Subpopulationen mit hoher Krankheitsaktivität der zweijährigen CLARITY-Studie bestätigte, dass Cladribin (Mavenclad®) den Anteil von Patienten ohne nachweisbare Krankheitsaktivität (NEDA) im Vergleich zu Placebo signifikant erhöhte (43,7% gegenüber 9,0%). Diese Analyse steht in Einklang mit den...

Frauen sterben im ersten Jahr nach einem Herzinfarkt deutlich häufiger als Männer

Herzinfarkte sind für Frauen bedrohlicher als für Männer. Ein Team der Technischen Universität München (TUM) hat jetzt herausgefunden, dass Frauen insbesondere im ersten Jahr nach einem Infarkt einem deutlich höheren Risiko ausgesetzt sind, zu sterben, als Männer mit vergleichbarer Krankengeschichte. Die Wissenschaftler appellieren deswegen an die behandelnden Ärzte, gerade in den ersten 365 Tagen Infarktpatientinnen besonders intensiv zu betreuen.

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