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Medizin

Beiträge zum Thema: Ärzte

September 2019

Multiple Sklerose und Schwangerschaft: Änderung der Fachinformation für Interferon beta

Multiple Sklerose und Schwangerschaft: Änderung der Fachinformation für Interferon beta
© magicmine - stock.adobe.com

Das positive CHMP-Votum der europäischen Arzneimittelagentur EMA basiert auf 2 umfangreichen Datenbank-Studien: dem europäischen Register zu schwangeren Patientinnen mit Multipler Sklerose, die Interferon beta (IFNß) erhalten haben, sowie den populationsbasierten Registern aus Finnland und Schweden. Die Studiendaten, die den Ausgang von über 1.000 Schwangerschaften dokumentiert haben, zeigen, dass eine Behandlung mit Interferon beta vor der Schwangerschaft und/oder im ersten Schwangerschaftsdrittel keine negativen Auswirkungen hatte. Auf dieser Basis darf Betaferon...

Primäre biliäre Cholangitis: Phase-III-Studie prüft neues Medikament

Primäre biliäre Cholangitis: Phase-III-Studie prüft neues Medikament
© by Dariusz T. Oczkowicz -stock.adobe.com

Mit der klinischen Studie ENHANCE wird eine alternative Behandlungstherapie für primäre biliäre Cholangitis (PBC) evaluiert. Allein in Deutschland sind statistisch rund 30.000 Menschen betroffen (1), davon 90% Frauen (2). Die Ursachen der Krankheit sind weitestgehend unbekannt. Sie verläuft meist lange Zeit symptomlos und bleibt daher unentdeckt, kann aber später zu Leberfibrose und -zirrhose und im schlimmsten Fall zum Tod führen.  

Hypercholesterinämie und Typ-2-Diabetes: Positive Phase-II-Ergebnisse für Bempedoinsäure/Ezetimib-Fixdosis-Kombinationstablette

Daiichi Sankyo gab erste positive Ergebnisse der 12-wöchigen Phase-II-Studie zur Bempedoinsäure/Ezetimib-Fixdosis-Kombinationstablette (Studie 058) bekannt. Bempedoinsäure und die Fixkombination von Bempedoinsäure und Ezetimib durchlaufen zurzeit die behördliche Prüfung zur Marktzulassung durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) und die Food and Drug Administration (FDA) als zuständige Behörde in den USA. In der Studie 058 wurden die Wirksamkeit und Sicherheit der Bempedoinsäure/Ezetimib-Fixdosis-Kombination im Vergleich zu Ezetimib...

Hypoglykämie: Hohe Belastung für Angehörige

64% der Angehörigen von Menschen mit Diabetes empfinden Ängste und Sorgen in Bezug auf Hypoglykämien. Zu diesem Ergebnis kam eine internationale Studie, für die 4.300 Angehörige von Menschen mit Diabetes in 9 Ländern befragt wurden (1). Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift Diabetes Therapy veröffentlicht. Die Analyse zeigt zudem, dass offene Gespräche über das Thema Hypoglykämien einen positiven Einfluss auf das Leben der Diabetes-Patienten haben können (1).

Komplexe perianale Fisteln bei Morbus Crohn: Stammzelltherapie verhindert Rezidiv

Komplexe perianale Fisteln bei Morbus Crohn: Stammzelltherapie verhindert Rezidiv
© CLIPAREA.com - Fotolia

Viszeralmedizinische Kompetenzzentren, wie sie am Agaplesion Markus Krankenhaus (AMK) in Frankfurt am Main integriert sind, tragen dazu bei, die Versorgung von Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) zu optimieren. Die enge Zusammenarbeit von Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen, regelmäßige CED-Fallkonferenzen sowie die kurzen Wege am Zentrum helfen, auch bei schwierigen Fällen schnell die bestmögliche Behandlung für den Patienten zu finden. Eine besondere therapeutische Herausforderung stellen komplexe perianale Fisteln bei...

5q-assoziierte spinale Muskelatrophie: Positive Zwischenergebnisse der Phase-II-Studie zu Nusinersen

Die Zwischenergebnisse der Phase-II-Studie NURTURE (1) haben gezeigt, dass die präsymptomatische Behandlung mit Nusinersen (Spinraza®) für Säuglinge und Kleinkinder mit 5q-assoziierter spinaler Muskelatrophie (5q-SMA) völlig neue Lebensperspektiven eröffnen kann. Bis zur Zulassung der ersten medikamentösen Therapieoption im Mai 2017 führte die schwere infantile Verlaufsform meist noch vor Vollendung des zweiten Lebensjahres zum Tod. Inzwischen ist bei einer frühzeitigen Diagnose und Therapie eine weitgehend normale motorische...

Schädel-Hirn-Trauma: Bluttesttechnologie ermöglicht genaue und schnelle Diagnostik

Die TRACK-TBI-Studie ergab, dass bei 64% der Patienten mit den höchsten Werten eines bestimmten Proteins im Blut im MRT eine Hirnverletzung diagnostiziert wurde, die im CT nicht erkannt wurde. Der Diagnosetest von Abbott, der sich derzeit in der Entwicklung befindet, könnte der erste Point-of-Care-Bluttest zur Feststellung von Gehirnerschütterungen mit dem i-STAT™-Gerät der nächsten Generation werden, der Ärzten in nur 15 Minuten Ergebnisse liefert.

Hypoglykämien: Aufklärung über Soziale Medien

Auch eine intensive Schulung und die Beachtung aller Empfehlungen können nicht immer verhindern, dass es bei Menschen, deren Diabetes beispielsweise mit Insulin oder Sulfonylharnstoffen behandelt wird, zu Hypoglykämien kommt. Viele Patienten sind jedoch nur unzureichend über das Thema Hypoglykämien informiert und sprechen auch nicht mit ihrem Arzt darüber – oft aus dem Schuldgefühl heraus, trotz Schulung in eine solche Situation geraten zu sein (1). Mit einer neuen Kampagne in sozialen Medien möchte Lilly Diabetes Betroffene und ihre...

Periphere arterielle Verschlusskrankheit: Paclitaxel-beschichtete Produkte weiterhin primäre Therapieoption

Paclitaxel-beschichtete Produkte wie beschichtete Ballonkatheter (DCB) oder Medikament-freisetzende Stents (DES) bleiben eine primäre Therapieoption für Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) und hohem Restenoserisiko oder Restenosen. Darauf haben Experten des BVMed-Fachbereichs „Periphere Gefäßmedizin“ vor dem Hintergrund jüngster Empfehlungen der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde (FDA) hingewiesen. In den letzten Monaten hatte eine griechische Metaanalyse von Dr. Katsanos bei Ärzten und Patienten für...

COPD: Biomarker Eosinophile weiterhin kontrovers diskutiert

Nach dem GOLD-Update 2019 bestimmen immer mehr behandelnde Ärzte bei Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) den Anteil von Eosinophilen im Blut. Denn der aktuelle Report definiert erstmals Eosinophilen-Schwellen-Werte, die für ein gutes Ansprechen auf eine Therapie mit einem inhalativen Kortikosteroid (ICS) sprechen (1). Trotzdem wird der Stellenwert dieses Biomarkers noch kontrovers diskutiert. Die deutschen Leitlinien halten sich bezüglich der Empfehlung eines Schwellenwertes zurück (2). Generell zeichnet sich ab, dass es eine spezifische Gruppe...

Polyneuropathien: Das verkannte Sjögren-Syndrom

Kribbeln an den Händen, Taubheitsgefühle in den Füßen, Schmerzen – diese Beschwerden treten auf, wenn die Nerven in Armen und Beinen geschädigt sind. Ursachen solcher Polyneuropathien sind meist Diabetes oder Alkoholismus. Sind Nerven betroffen, die Muskeln steuern, treten Lähmungen an Armen und Beinen auf, die Betroffene langfristig völlig bewegungsunfähig machen können. Prof. Dr. Thomas Skripuletz, Neuroimmunologe an der Klinik für Neurologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), hat herausgefunden, dass solche schweren...

August 2019

Saisonale Grippe: Sinkende Impfquoten auch bei Hochrisiko-Patienten

Saisonale Grippe: Sinkende Impfquoten auch bei Hochrisiko-Patienten
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Die saisonale Grippe ist vor allem für Menschen mit chronischen Erkrankungen gefährlich. Dennoch erhalten weniger als die Hälfte der chronisch Nierenkranken und nur rund 13% der chronisch Lungenkranken eine Grippeschutzimpfung. Das zeigten Ärzte der Klinik für Innere Medizin IV mit den Schwerpunkten Nieren- und Hochdruckkrankheiten des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, in einer kürzlich veröffentlichten Studie.

Diabetes-Sonderformen: Medikamente, Virusinfektion, Mukoviszidose oder Gendefekte können Auslöser sein

Diabetes-Sonderformen: Medikamente, Virusinfektion, Mukoviszidose oder Gendefekte können Auslöser sein
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Diabetes Typ 1, Diabetes Typ 2, Schwangerschaftsdiabetes – diese Stoffwechselerkrankungen sind allgemein bekannt. Was viele Hausärzte in Deutschland aber nicht wissen: Es gibt auch Sonderformen des Diabetes. Immer noch kommt es bei diesen Ausprägungen zu einer falschen Behandlung, weil sie nicht richtig diagnostiziert oder mit anderen Diabetesformen verwechselt werden. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) erklärt, wie die seltenere Diabetes-Untergruppe erkannt wird und was bei der Therapie beachtet werden muss.

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