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Medizin

Beiträge zum Thema: Antibiotika-Resistenz

November 2018

Antibiotika-Resistenz: Multiresistente Tuberkulose-Bakterien

Antibiotika-Resistenz: Multiresistente Tuberkulose-Bakterien
© Giovanni Cancemi / Fotolia.com

Warum können sich multiresistente Krankheitserreger immer weiter ausbreiten und wie schnell entwickeln sich Resistenzen gegen neue Medikamente? Um diese Fragen zu beantworten, haben Prof. Matthias Merker und Prof. Stefan Niemann vom Forschungszentrum Borstel und dem Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) gemeinsam mit 13 weiteren renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern einen Ausbruch von multiresistenten TB-Bakterien in Usbekistan untersucht. Die Ergebnisse wurden in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift eLife vorgestellt.

Staphylococcus aureus: Bakteriengifte lösen wichtige Bremse des Immunsystems

Staphylococcus aureus: Bakteriengifte lösen wichtige Bremse des Immunsystems
© A Oller / Fotolia.com

Die Bakterienart Staphylococcus aureus kann zahlreiche Erkrankungen wie Hautinfektionen, Lungenentzündung oder Blutvergiftung verursachen. Ein Problem sind die starken Immunreaktionen, die die Bakterien auslösen. Grund hierfür sind spezifische Bakteriengifte, wie ein Team der Technischen Universität München (TUM) und der Universität Tübingen herausfand. Sie verringern die Menge an Zellen, die Immunreaktionen eigentlich bremsen können. Multiresistente Keime, die viel Enterotoxin produzieren, macht das noch gefährlicher.

März 2018

Schnelltest zur Bestimmung von Antibiotika-Resistenzen

Multiresistente Keime sind eine wachsende Bedrohung. Der massenhafte und häufig unnötige Einsatz von Antibiotika führt dazu, dass immer mehr Erreger gegenüber Medikamenten unempfindlich sind. Bisher gut behandelbare Infektionen können lebensbedrohlich verlaufen. Ein neuartiger Schnelltest gibt innerhalb von dreieinhalb Stunden Auskunft darüber, welches verfügbare Antibiotikum im konkreten Fall noch wirksam ist. Eine schnellere Diagnostik ermöglicht eine personalisierte Therapie und rettet Leben. Eine gezielte, sparsame und verantwortungsvolle...

Verbesserter Tuberkulosetest zum Nachweis von Antibiotika-Resistenzen

Tuberkulose ist insbesondere in Entwicklungsländern weiterhin eine sehr bedrohliche Erkrankung. Schwierig ist bereits die korrekte Diagnose, auf der Therapien aufbauen. Forscherinnen und Forscher der Stanford University und zweier Universitäten in Johannesburg haben gemeinsam mit Düsseldorfer Pharmazeuten ein neues, einfaches und schnelles Nachweisverfahren für Tuberkuloseerreger im Speichel entwickelt. Die Ergebnisse veröffentlichten sie in der Fachzeitschrift Science Translational Medicine (1).

Aktuelle Erkenntnisse aus der Mikrobiota-Forschung

Beim Freiburger Symposium der Alfred-Nissle-Gesellschaft e.V. am 24. und 25. November 2017 standen aktuelle Erkenntnisse aus der Mikrobiota-Forschung sowie ihre Bedeutung für jetzige und zukünftige therapeutische Anwendungsgebiete von Probiotika im Mittelpunkt. Die Rolle, die das intestinale Ökosystem bei der Pathogenese diverser Erkrankungen spielt, wird erst in jüngerer Zeit (wieder-)erkannt und mit modernen Methoden untersucht. Die Mikrobiota des Darmes ist demnach nicht nur für gastroenterologische Erkrankungen bedeutsam. Vielmehr werden auch extraintestinale...

Januar 2018

Deutsch-australisches Projekt forscht nach Wirkstoffen gegen Infektionen und Resistenzen

Eine Allianz von Forschenden des Fraunhofer-Instituts für Toxikologie und Experimentelle Medizin ITEM, der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und des Institute for Glycomics (IfG) der Griffith University in Gold Coast, Australien, hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, im Projekt Fraunhofer International Consortium for Anti-Infective Research, kurz iCAIR, neuartige Wirkstoffe als Antiinfektiva zu entwickeln. Am Fraunhofer ITEM ging diese wegweisende Kooperation am 18. Januar 2018 offiziell an den Start. Gefeiert wurde dies gemeinsam mit Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft,...

Tuberkulose: Beta-Lakton stört Mykomembran-Biosynthese und verstärkt Antibiotikawirkung

Auf der Suche nach neuen Strategien gegen lebensgefährliche Tuberkulose-Infektionen hat ein Team der Technischen Universität München sowie der Harvard University und der Texas A&M University (USA) einen neuen Verbündeten entdeckt. Sie fanden eine Substanz, die den Aufbau der Zellmembran des Bakteriums stört. Es wirkt selbst schon in geringer Konzentration und in Kombination mit einem bereits bekannten Antibiotikum verstärkt es die Wirkung um den Faktor 100.

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