Mittwoch, 18. September 2019
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Medizin

Beiträge zum Thema: Antibiotika

Februar 2019

Vermeintliche Penicillinallergie: DGI empfiehlt Überprüfung

Vermeintliche Penicillinallergie: DGI empfiehlt Überprüfung
© Alexander Raths / Fotolia.com

Penicilline zählen zu den am häufigsten verschriebenen und wirksamsten Medikamenten. Da jedoch viele Patienten vermeintlich allergisch auf sie reagieren, verzichten Ärzte mitunter vorsichtshalber darauf, sie einzusetzen. Dabei liegt nur bei den wenigsten Patienten tatsächlich eine Allergie vor. Die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie (DGI) ruft zu einer verstärkten Überprüfung vermuteter Penicillinallergien auf. Denn anstelle der hochwirksamen und gut verträglichen Penicilline erhalten Patienten mit vermeintlicher Allergie oftmals...

CED: Körpereigener Mechanismus entdeckt

Eine Forschergruppe am Uniklinikum Tübingen berichtet erstmals über einen von ihr entdeckten neuen Mechanismus, wie körpereigene antibiotische Stoffe das Mikrobiom und seine Bakterienzusammensetzung regulieren. Dieser Mechanismus liefert ein grundlegendes Verständnis über den Aufbau der Darmbarriere. „Es stößt die Tür auf für zukünftige Ansatzpunkte für neue Therapien, aber auch für die Antibiotika-Entwicklung“, sagt der Leiter der Arbeitsgruppe, Professor Dr. med. Jan Wehkamp vom Universitätsklinikum Tübingen.

B-Streptokokken-Test für Schwangere: Vorteil von universellem Screening weiter unklar

B-Streptokokken-Test für Schwangere: Vorteil von universellem Screening weiter unklar
© Sondem / Fotolia.com

Streptokokken der serologischen Gruppe B sind weit verbreitete Bakterien, die aber meist unbemerkt bleiben. Das gilt auch für die knapp 20% der Schwangeren, bei denen Scheide oder Anus besiedelt sind. Ein Risiko sind die Bakterien aber für die Babys: Stecken sie sich bei der Geburt an, kann das im schlimmsten Fall eine Blutvergiftung oder eine Hirnhautentzündung auslösen. Um dem vorzubeugen, bekommen Schwangere, bei denen bestimmte Risikofaktoren vorliegen, kurz vor der Geburt Antibiotika (Risiko-Strategie). Allerdings ist auch ein Test auf dem Markt, den man allen...

Januar 2019

Krankenhauskeime: Kaltes Plasma tötet multiresistente Keime

Krankenhauskeime: Kaltes Plasma tötet multiresistente Keime
© nobeastsofierce / Fotolia.com

Bakterien, die gegen eine Vielzahl von Antibiotika resistent sind, gefährden die Gesundheit von Menschen und Tieren. Besonders in Krankenhäusern sind sie für geschwächte Patienten ein großes Problem. Forscher der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo), der terraplasma GmbH und des Robert Koch-Instituts prüften daher eine neue Methode, um multiresistente Bakterien auf Edelstahloberflächen abzutöten. Sie setzten dafür kaltes atmosphärisches Plasma ein – ein Gas mit antimikrobieller Wirkung, das geladene Teilchen...

Europaweite Studie zu HIV, Hepatitis und STI

Europaweite Studie zu HIV, Hepatitis und STI
© Spectral-Design / Fotolia.com

Die größte systematische epidemiologische Studie für sexuell übertragbare Infektionskrankheiten, die jemals europaweit durchgeführt worden ist, wird derzeit am Institut für HIV-Forschung der Universität Duisburg-Essen (UDE) vorbereitet. Projektleiter Prof. Dr. Hendrik Streeck: „Wir werden im Verbund untersuchen, wie solche weit verbreiteten Krankheiten entstehen und wie man die Verlässlichkeit von Vorbeugemaßnahmen, z.B. Impfen, überprüfen kann.“

Dezember 2018

Vernachlässigte Krankheiten: Behandlungsalternativen gegen Buruli-Ulkus

Das Buruli-Ulkus ist eine vernachlässigte Tropenkrankheit, die zu schwer beeinträchtigenden Hautveränderungen, Behinderungen und Stigmatisierung führt. Die empfohlene Antibiotikabehandlung ist langwierig und mit schweren Nebenwirkungen verbunden. Forscher haben eine gegen das Buruli-Ulkus hochwirksame chemische Verbindung entdeckt, welche die Entwicklung einer wirkungsvolle Alternative zu den bestehenden Behandlungsmöglichkeiten darstellen könnte.

Forschung: Herstellung reifer Blutzellen in Bioreaktoren

Forschung: Herstellung reifer Blutzellen in Bioreaktoren
© Juan Gärtner / Fotolia.com

Blut ist ein ganz besonderer Saft: Es erfüllt unterschiedliche Aufgaben, zum Beispiel transportieren rote Blutkörperchen Sauerstoff und weiße Blutkörperchen wehren Krankheitserreger ab. Bisher kann man Blut nicht künstlich in großem Maßstab herstellen, sondern nur durch Spenden generieren. Ein interdisziplinäres Forscherteam der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) hat nun eine neuartige Technik entwickelt: In Bioreaktoren können kontinuierlich unterschiedliche, reife Blutzellen nach Bedarf hergestellt und in einem wöchentlichen...

Forschung: Bakterieller Schutz durch Sulfide widerlegt

Forschung: Bakterieller Schutz durch Sulfide widerlegt
© A Oller / Fotolia.com

Die rasante Ausbreitung von Antibiotika-resistenten Bakterien hat weltweit die Infektionsforscher auf den Plan gerufen. Welche Mechanismen schützen die Bakterien und mit welchen Methoden kann man sie erneut angreifbar machen? Bereits 2011 postulierten Wissenschaftler in einem Science-Artikel, dass Bakterien durch Sulfid vor verschiedenen Antibiotika geschützt werden. Einen solchen „universellen“ Resistenzmechanismus konnte der DZIF-Wissenschaftler Fabian Grein nun jedoch mit einer neuen Technik widerlegen.

November 2018

Antibiotika-Resistenz: Multiresistente Tuberkulose-Bakterien

Antibiotika-Resistenz: Multiresistente Tuberkulose-Bakterien
© Giovanni Cancemi / Fotolia.com

Warum können sich multiresistente Krankheitserreger immer weiter ausbreiten und wie schnell entwickeln sich Resistenzen gegen neue Medikamente? Um diese Fragen zu beantworten, haben Prof. Matthias Merker und Prof. Stefan Niemann vom Forschungszentrum Borstel und dem Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) gemeinsam mit 13 weiteren renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern einen Ausbruch von multiresistenten TB-Bakterien in Usbekistan untersucht. Die Ergebnisse wurden in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift eLife vorgestellt.

Probiotika: Einfluss auf die Darmflora von Frühgeborenen

Probiotika: Einfluss auf die Darmflora von Frühgeborenen
© Alex / Fotolia.com

Die Mikroflora im Darm hat nach derzeitigem Verständnis in beträchtlicher Weise Einfluss auf unsere Gesundheit. Die Erstbesiedelung mit Bakterien unmittelbar nach der Geburt könnte von besonderer Bedeutung für die Entwicklung einer Darmflora sein, die uns durch das gesamte Leben begleitet. Kann die Gabe von probiotischen Bakterien (wie Laktobacillus oder Bifidobakterium) im ersten Lebensmonat die Entwicklung der Darmflora von Neugeborenen positiv beeinflussen? Das ist die zentrale Frage einer neuen bundesweiten Klinischen Studie unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr....

Staphylococcus aureus: Bakteriengifte lösen wichtige Bremse des Immunsystems

Staphylococcus aureus: Bakteriengifte lösen wichtige Bremse des Immunsystems
© A Oller / Fotolia.com

Die Bakterienart Staphylococcus aureus kann zahlreiche Erkrankungen wie Hautinfektionen, Lungenentzündung oder Blutvergiftung verursachen. Ein Problem sind die starken Immunreaktionen, die die Bakterien auslösen. Grund hierfür sind spezifische Bakteriengifte, wie ein Team der Technischen Universität München (TUM) und der Universität Tübingen herausfand. Sie verringern die Menge an Zellen, die Immunreaktionen eigentlich bremsen können. Multiresistente Keime, die viel Enterotoxin produzieren, macht das noch gefährlicher.

Clostridium-difficile-Infektion: Weniger Rekurrenzen bei Hochrisiko-Patienten unter Bezlotoxumab

Clostridium-difficile-Infektion: Weniger Rekurrenzen bei Hochrisiko-Patienten unter Bezlotoxumab
© upixa / Fotolia.com

Mit Bezlotoxumab steht seit April 2018 ein humaner monoklonaler Antikörper zur Prävention des Wiederauftretens einer Clostridium-difficile-Infektion (CDI) bei erwachsenen Patienten mit hohem Rekurrenzrisiko zur Verfügung. Basis der Zulassung waren die beiden Phase-III-Studien MODIFY (MOnoclonal Antibodies for C. DIFficile TherapY) I und II (2), in denen gezeigt werden konnte, dass Bezlotoxumab – zusätzlich zu einer antibiotischen Standardtherapie – das Rekurrenzrisiko signifikant verminderte und ein günstiges Sicherheitsprofil hatte.

Reizdarmsyndrom: Linderung mit anwendbarem Probiotikum

Reizdarmsyndrom: Linderung mit anwendbarem Probiotikum
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Im Rahmen des „Meeting of the Federation of Neurogastroenterology and Motility and Post-graduate Course on Gastrointestinal Motility” (FNM) stellte Prof. Dr. Eamonn Quigley* in einem Symposium** zum Reizdarmsyndrom (RDS) und der intestinalen Mikrobiota die gezielte Anwendung eines Probiotikums vor. Gestützt auf klinische Studien vereint es die Vorteile eines wirksamen und für alle Subtypen des RDS anwendbaren Probiotikums mit einer sicheren Anwendung.  

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