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Beiträge zum Thema: Arzneimitteltherapie

21. Juni 2018

© Dan Race / Fotolia.com
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Allogene Stammzelltherapie zur Behandlung von komplexen perianalen Fisteln bei Morbus Crohn

Die allogene mesenchymale Stammzelltherapie Darvadstrocel (Alofisel®) hat im März 2018 die Zulassung zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit perianalen Fisteln bei nicht-aktivem/gering aktivem luminalem Morbus Crohn erhalten, wenn die Fisteln auf mindestens eine konventionelle oder biologische Therapie unzureichend angesprochen haben (1). Für Patienten mit komplexen perianalen Fisteln, die als belastende und die Lebensqualität massiv einschränkende Komplikation bei Morbus Crohn auftreten (2), bedeutet die Zulassung eine vielversprechende Behandlungsalternative zu den gängigen medikamentösen und chirurgischen Therapieoptionen. In der Zulassungsstudie ADMIRE-CD zeigte Darvadstrocel eine signifikante klinische Wirksamkeit bei günstigem Risikoprofil (2). Im Rahmen der Launch-Pressekonferenz beleuchteten Experten unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Axel Dignaß, Frankfurt, die Herausforderungen bei der konservativen sowie chirurgischen Behandlung des perianal fistulierenden Morbus Crohn, die Notwendigkeit eines interdisziplinären Therapiekonzeptes und erläuterten anhand der Studienpräsentation den Stellenwert der neuen Stammzelltherapie Darvadstrocel.

Diagnostik der CIDP: Neue Biomarker können helfen

Sind entzündliche Immunneuropathien erst einmal diagnostiziert, sind sie oft gut behandelbar. Dafür müssen aber die behandelbaren Fälle aus der großen Zahl der Polyneuropathien herausgefischt werden. Gesucht werden deshalb brauchbare Biomarker und Testverfahren. Tatsächlich gibt es bei der Elektrophysiologie oder bei Autoantikörpern neue diagnostische Ansätze, die Prof. Dr. Helmar Lehmann, Köln, anlässlich der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und Funktionelle Bildgebung vorstellte (1). Wird ein Patient mit chronischer inflammatorischer demyelinisierender Polyneuropathie (CIDP) etwa mit intravenösem Immunglobulin (IVIG) behandelt, braucht es dann auch gute Instrumente, um den Therapieerfolg zu messen. PD Dr. Tim Hagenacker, Essen, plädierte für eine patientenindividuelle Kombination aus validierten klinischen Scores (INCAT, I-RODS) und objektiven Parametern (Vigorimetrie). Es sollte vermieden werden, eine Therapie zu früh als nicht ausreichend wirksam einzustufen.

Wirksamkeitsvorteile von Cladribin-Tabletten bei schubförmiger MS

Gestern wurde die Vorstellung neuer Analysedaten zur Wirksamkeit und dem Nutzen-Risiko-Profil von Cladribin-Tabletten (MAVENCLAD®) im Rahmen des 4. Kongresses der European Academy of Neurology (EAN) in Lissabon bekannt gegeben. Ergebnisse einer retrospektiven Analyse der Phase-III-Studie CLARITY zeigten Vorteile bei Patienten mit schubförmig-remittierender Multipler Sklerose (RRMS) im Alter von ≤ 50 bzw. > 50 Jahren, die mit Cladribin-Tabletten behandelt wurden. Verbesserungen wurden sowohl bei der Schubrate als auch den Magnetresonanztomografie-(MRT)-Befunden im Vergleich zu Placebo beobachtet.

20. Juni 2018

Rückenschmerz bei Senioren: Chronifizierung vermeiden und Mobilität erhalten

Mit einem früh einsetzenden multimodalen Therapiekonzept lässt sich die Chronifizierung von Rückenschmerzen am besten vermeiden. Zur Erhaltung der Mobilität trägt eine unmittelbar einsetzende medikamentöse Schmerzbekämpfung am meisten bei. Sie spielt bei älteren Patienten eine noch größere Rolle als bei jüngeren, da mit Immobilität oft ein endgültiger Verlust der Selbständigkeit verbunden ist. Gerade auch bei Klinikaufenthalten von älteren Rückenschmerzpatienten sollte das Augenmerk auf der effektiven Schmerzkontrolle liegen, sagten der Wirbelsäulenchirurg Mohamed Eshaefi und Dr. Klaus Nagelschmidt, Leitender Geriater am Bethlehem Gesundheitszentrum in Stolberg, bei einem von der Grünenthal GmbH unterstützten Presserundgang.  

COPD: Tiotropium/Olodaterol-Inhaler ermöglicht mehr körperliche Belastbarkeit

Neue Daten liefern weitere Belege dafür, dass Spiolto® (Tiotropium/Olodaterol) Respimat® die körperliche Belastbarkeit bei Patienten mit COPD verbessern kann. Dies zeigen aktuelle Ergebnisse der Studien VESUTO® und OTIVATO®, die auf der diesjährigen Tagung der American Thoracic Society (ATS) in San Diego (USA) vorgestellt wurden, sowie Daten der PHYSACTO®-Studie, die jüngst im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine veröffentlicht wurden.

© CLIPAREA.com / Fotolia.com
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NVHF: EU-Zulassungserweiterung für Apixaban

Die Europäische Kommission hat Apixaban jetzt auch zur Behandlung von Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern (NVHF), die sich einer Kardioversion unterziehen müssen und die bislang keine Antikoagulation erhalten haben, zugelassen (1). Grundlage für die Zulassungserweiterung in der Europäischen Union waren die Daten der klinischen Phase-IV-Studie EMANATE*, die kürzlich im European Heart Journal veröffentlicht wurden (2). Die Ergebnisse zeigen, dass Apixaban bei Patienten mit früher Kardioversion vergleichbar wirksam und verträglich wie Heparin/VKA ist (2). Bei hoher Initialdosis von Apixaban ist es zudem möglich, eine Kardioversion bereits zwei Stunden nach der Medikamentengabe durchzuführen (2).

13. Juni 2018

Leitlinie Herzinsuffizienz überarbeitet: „Wesentlich bessere Orientierung für Geriater“

Die Herzinsuffizienz ist ein Krankheitsbild, dessen Prävalenz mit steigendem Alter sehr stark zunimmt. Im Gegensatz zu jüngeren leiden ältere Patienten jedoch häufig unter weiteren Erkrankungen – dies gilt es insbesondere bei der medikamentösen Behandlung zu berücksichtigen. In der überarbeiteten Nationalen Versorgungsleitlinie Herzinsuffizienz werden neuste wissenschaftliche Erkenntnisse dazu berücksichtigt und Geriatern wertvolle Informationen zum Versorgungsalltag an die Hand gegeben. Aufgrund einiger neuer medizinischer Erkenntnisse war eine Überarbeitung der ursprünglichen Fassung aus 2009 dringend notwendig geworden. Über die Neuerungen der Leitlinie haben wir mit Prof. Roland Hardt gesprochen. Er ist Leiter der Arbeitsgruppe Kardiologie der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und Leiter der Abteilung Geriatrie im Zentrum für Allgemeinmedizin und Geriatrie der Universitätsmedizin in Mainz. Hardt hat die Interessen der Geriater bei der Leitlinienüberarbeitung eingebracht.

© crevis / Fotolia.com
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Zulassung für Denosumab bei Patienten mit Glucocorticoid-induzierter Osteoporose

Die Europäische Kommission hat für Denosumab (Prolia®) eine Zulassungserweiterung erteilt: Denosumab ist jetzt auch zugelassen für die Behandlung von Knochenschwund im Zusammenhang mit systemischer Glucocorticoid-Langzeittherapie bei erwachsenen Patienten mit erhöhtem Frakturrisiko. Die Zulassung der Europäischen Kommission basiert auf den positiven Ergebnissen einer Phase-III-Studie, die die Sicherheit und Wirksamkeit von Denosumab mit der von Risedronat bei Patienten mit Glucocorticoid-Behandlung verglich (1).

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