Dienstag, 10. Dezember 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

Beiträge zum Thema: Arzneimitteltherapie

Februar 2017

FOURIER: PCSK9-Hemmer Evolocumab reduziert kardiovaskuläre Ereignisse bei Hochrisikopatienten

Der PCSK9-Hemmer Evolocumab (Repatha®), ein Cholesterinsenker, wurde in der Outcome-Studie FOURIER bei etwa 27.000 "Höchstrisikopatienten" für ein kardiovaskulärers Ereignis (CV) randomisiert doppelblind eingesetzt: Sie hatten bereits einen Herzinfarkt, ischämischen Schlaganfall oder eine periphere arterielle Verschlusserkrankung durchgemacht und wiesen ein LDL-Cholesterin größer/gleich 70 mg/dl oder ein Nicht-HDL-Cholesterin größer/gleich 100 mg/dl trotz optimaler Startintherapie auf (1). Der primäre Komposit-Endpunkt...

Reizdarmsyndrom mit Obstipation: Linaclotid wieder in Deutschland verfügbar

Als nach wie vor erstes Medikament seiner Klasse steht Linaclotid (Constella®) für die symptomatische Behandlung des mittelschweren bis schweren Reizdarmsyndroms mit Obstipation (RDS-O) bei Erwachsenen nun wieder in deutschen Apotheken zur Verfügung. Für Patienten steht damit das derzeit einzige in der Europäischen Union zugelassene Medikament, welches sich gegen die Leitsymptome eines RDS-O richtet, wieder zur Verfügung (1).

MikroRNA miR-29 als Ansatzpunkt für die Therapie neurodegenerativer Krankheiten und Schlaganfall?

MikroRNA miR-29 als Ansatzpunkt für die Therapie neurodegenerativer Krankheiten und Schlaganfall?
© FLI/Grimm/Kästner

Während der Alterung, aber auch bei Alzheimer oder Parkinson reichern sich die Nervenzellen im Gehirn mit Eisen an. Forscher konnten nun erstmals im Wirbeltier, dem Fisch Nothobranchius furzeri, nachweisen, dass die MikroRNA miR-29 diese Ablagerungen verhindert – könnte dies auch ein möglicher Ansatzpunkt zur Behandlung von Menschen mit Alzheimer-, Parkinson- und Schlaganfall sein?  

HIV: Raltegravir zeigt hohe Ansprechrate im Praxisalltag

Der Integraseinhibitor Raltegravir (Isentress®) ist eine etablierte, gut wirksame und im Allgemeinen gut verträgliche Therapieoption für therapienaive und vorbehandelte HIV-Patienten. Das bestätigte nun auch die deutsche prospektive HIV-Kohorte WIP (Wirksamkeit von Isentress® unter Praxisbedingungen), in der 451 HIV-Patienten in 52 Zentren mit einer Raltegravir-basierten Therapie unter Praxisbedingungen behandelt wurden (1). Drei Viertel der Patienten hatten nach 48 Wochen eine Viruslast unter der Nachweisgrenze von 50 HIV-RNA-Kopien/ml Blut...

Gicht: Neue S2-Leitlinie zur besseren Patientenversorgung

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) hat die neue S2-Leitlinie „Gichtarthritis“ veröffentlicht (1). Sie soll dazu beitragen, die Versorgung von Menschen mit Gicht zu verbessern, die derzeit häufig weder systematisch noch konsequent erfolgt, obwohl wirksame Therapieoptionen zur Verfügung stehen. Die Leitlinie empfiehlt zur langfristigen Behandlung bei gesicherter Gicht-Diagnose eine harnsäuresenkende Therapie. Da diese jedoch zu Beginn Gichtanfälle auslösen kann, ist eine Anfallsprophylaxe in den ersten Therapiemonaten wichtig....

Infusionsbeutel: Portdesign optimiert Durchflussrate

Infusionsbeutel: Portdesign optimiert Durchflussrate
© Fresenius Kabi

Der freeflex®+ Infusionsbeutel für die nadelfreie Arzneimittelzubereitung wurde anwenderfreundlicher gemacht: Ein neues Portdesign sorgt für eine optimierte Durchflussrate. Dadurch können Flüssigkeiten mit geringem Kraftaufwand zugespritzt und entnommen werden. Die Handhabung ist damit einfacher. Durch die nadelfreie Medikamentenzubereitung können Nadelstichverletzungen und Beschädigungen des Beutels bei der Herstellung vermieden werden. freeflex®+ Infusionsbeutel sind daher sehr sicher. Das Beutelmaterial ist mit zahlreichen...

Typ-2-Diabetes: Weniger Hypoglykämien durch Insulin glargin 300 E/ml

„Die pharmakokinetischen und pharmakodynamischen Unterschiede zwischen dem höher konzentrierten Insulin glargin 300 E/ml (Toujeo®) und Insulin glargin 100 E/ml (Lantus®) übersetzen sich in klinische Vorteile für Patienten“, erklärte Prof. Dr. Thomas Forst, Mainz, beim Hauptstadt-Symposium Diabetes 2017, und ergänzte: „Bei Menschen mit Typ-2-Diabetes kommt es unter Insulin glargin 300 E/ml bei vergleichbarer Blutzuckerkontrolle sowohl tagsüber als auch nachts zu weniger Hypoglykämien als unter Insulin glargin...

KHK/pAVK: Phase-III-COMPASS-Studie mit Rivaroxaban zeigt Wirksamkeit

Die Phase-III-Studie COMPASS, die die Wirksamkeit von Rivaroxaban bei der Prävention schwerer kardialer Ereignisse wie kardiovaskuläre Sterblichkeit, Herzinfarkte und Schlaganfälle bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK) oder peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) untersucht, hat vorzeitig ihren primären Endpunkt erreicht. Das unabhängige Data Monitoring Committee (DMC) hat eine geplante Zwischenanalyse der bis jetzt vorliegenden Daten durchgeführt und in Folge dessen empfohlen, die Studie früher als geplant zu beenden, da der...

Hohe Heilungsraten unter Elbasvir/Grazoprevir bei HCV-Infizierten

Eine 12-wöchige Therapie mit der einmal täglich einzunehmenden Fixkombination aus dem NS5A-Replikationskomplex-Hemmer Elbasvir und dem NS3/4A-Proteasehemmer Grazoprevir (50mg/100mg, Handelsname: ZEPATIER®) erzielte eine hohe Gesamtheilungsrate bei Patienten unter Opioid-Agonist-Therapie. In der Phase-III-Studie C-EDGE CO-STAR erreichten 92% der Patienten mit einer chronischen Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) der Genotypen (GT) 1, 4 und 6* ein anhaltendes virologisches Ansprechen (SVR12)**.

HIV: ABX464 hemmt Virusreplikation in vitro und in vivo

ABX464 ist ein neuartiges, First-in-Class Molekül mit einem einzigartigen Wirkmechanismus: es hemmt das HIV-REV-Protein, welches eine wichtige Rolle in der Virusreplikation spielt. So konnte gezeigt werden, dass ABX464 nicht nur die Virusreplikation in vitro und in vivo hemmt, sondern auch eine langanhaltende Reduktion der HI-Viruslast nach Unterbrechung der Behandlung im präklinischen HIV-Model induziert. Dementsprechend könnte ABX464 der erste Wirkstoff einer neuen Klasse von antiretroviralen Medikamenten werden und eine entscheidende Rolle in der Entwicklung einer...

Zulassungserweiterung: Adalimumab nun auch zur Behandlung der Acne inversa bei Jugendlichen

Adalimumab (Humira®) hat im Dezember von der Europäischen Kommission die Zulassungserweiterung zur Behandlung der mittelschweren bis schweren aktiven Acne inversa (AI) bei Jugendlichen ab 12 Jahren erhalten, die unzureichend auf eine herkömmliche systemische AI-Therapie ansprechen. Adalimumab ist somit die einzige zugelassene medikamentöse Therapie zur Behandlung der Acne inversa bei Jugendlichen. Im Juli 2015 erfolgte für Adalimumab bereits die EU-Zulassung zur Behandlung der AI bei Erwachsenen.

Typ-2-Diabetes – Liraglutid mindert kardiovaskuläres Risiko

Die kürzlich aktualisierten Praxisempfehlungen der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) zur Therapie des  Typ-2-Diabetes heben Liraglutid als bislang einzigen zugelassenen GLP-1 Rezeptor-Agonisten hervor, der in einer randomisierten klinischen Studie einen positiven Effekt auf Patienten-relevante kardiovaskuläre Endpunkte zeigen konnte (1). Grund hierfür sind die Ergebnisse der LEADER Studie, die bei Patienten mit  Typ-2-Diabetes und hohem kardiovaskulärem Risiko zeigten, dass unter...

Das könnte Sie auch interessieren

Pilotprojekt: Stuhlkarten-Screening mit einfacher Farbkarte

Pilotprojekt: Stuhlkarten-Screening mit einfacher Farbkarte
© jolopes / Fotolia.com

Genial einfach: Anfang Dezember 2016 wurden 100.000 so genannte Stuhlkarten zur Früherkennung der Gallengangatresie an alle stationären niedersächsischen Geburtskliniken verschickt und dort von Kinderärzten, Gynäkologen und Hebammen in das „Gelbe Heft“ eingelegt. „Dieses Projekt ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie mit einfachen Mitteln und ohne großen technischen Aufwand ein maximaler Erfolg erzielt werden kann. Mit übersichtlich gestalteten Karten wird es Eltern leicht gemacht, sich über die Gesundheit ihres neugeborenen...

Jeder 12. Junge süchtig nach Computerspielen

Jeder 12. Junge süchtig nach Computerspielen
© Photographee.eu / Fotolia.com

In Deutschland ist jeder zwölfte Junge oder junge Mann süchtig nach Computerspielen. Nach einer neuen DAK-Studie erfüllen 8,4 Prozent der männlichen Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 12 bis 25 Jahren die Kriterien für eine Abhängigkeit nach der sogenannten „Internet Gaming Disorder Scale“. Bei den Betroffenen verursacht die exzessive Nutzung von Computerspielen massive Probleme. Der Anteil der betroffenen Mädchen und jungen Frauen liegt mit 2,9 Prozent deutlich niedriger. Das zeigt der Report „Game over“...